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Privates Fachklinikum für interdisziplinäre Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin
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Träumerische Melodien erklingen beim Sigma-Konzert

von: Marketingabteilung | Datum: 18. September 2019

Seit 2009 sind die Sigma-Konzerte Teil des ganzheitlichen Sigma-Konzeptes, in dem Musik und Kulturerlebnis eine Anregung für Geist und Psyche innerhalb des Klinikaufenthaltes darstellen. Darüber hinaus sind die Konzerte im Sigma-Zentrum längst auch in der Region von Bad Säckingen zu einem Begriff geworden. Am 16. September 2019 fand ein weiteres Konzert im Rahmen des 10-jährigen Bestehens der Sigma-Konzerte statt.

Dazu schrieb am 18.09.2019 der Südkurier:

„Koloratursopranistin Caroline Lafont und Pianistin Friederike Wild bieten beim Konzert in Bad Säckingen Operettenmelodien und andere gefällige Werke dar.

Les Mademoiselles haben zum zehnjährigen Bestehen der Sigmakonzerte am Montag aufgespielt. Ein Operettenabend war angesagt, aber diese beiden Künstlerinnen boten viel mehr. In den vergangenen zehn Jahren hat es 100 Aufführungen im Sigmazentrum gegeben, wie in der Einführung zu erfahren war. Zuerst traten Nachwuchskünstler auf, dann auch renommierte Interpreten.

Die Koloratursopranistin Caroline Lafont, die dem Gesang huldigt und mit Pianistin Friederike Wild seit einem Jahr als Duo „Les Mademoiselles“ mit wechselnden Programmen auftritt,  bestritt die jüngste Ausgabe. Bei Johann Strauss ersang sich Caroline Lafont die Rolle der Fledermaus mit Kolatursequenzen, von Friederike Wild am schwarzen Flügel gekonnt begleitet. Die Ansagen wurden von den beiden wechselnd vorgetragen, was die Spannung auf die neuen Stücke erhöhte. Sie wählten bewusst weniger bekannte Stücke renommierter Komponisten aus der Zeit vom Anfang des 19. Jahrhunderts.

Caroline Lafont schlüpfte in die Rolle der Hortense aus der Operette „Opernball“, in die spanischen Rhythmen mit Kastagnetten des Boleros „Le Coeur et le Matin“, der Mabel aus „Pirates of Penzance“ oder der Bess aus „Porgy und Bess“ von George Gershwin. Dazwischen griff Friederike Wild gekonnt in die Flügeltasten, ließ Debussys „Arabesque Nr. 1“ in perlenden Tönen, dann wieder wehmütige Klänge ertönen. In  „Lieder ohne Worte“ von Georges Bizet erschien der Rhein unter ihren Händen. Dieser wirkte noch nicht gezähmt, ein immer dahin plätschernder Strom, der bewegt, aber auch fließend um die Holzbrücke in Bad Säckingen treibt.

Im Jazzklassiker „Summertime“ von George Gershwin begleitete die Pianistin elegant die Sopranstimme. Dazwischen ertönte eine Gnossienne von Eric Satie, der mit Poulenc und Bizet konkurrierte und bezaubernde, zum Träumen anregende Melodien schuf.

Leonard Bernsteins Arie der Kunigunde aus der Operette „Candide“ war das krönende Abschlussstück der beiden Künstlerinnen. Fröhlich sollte dieses Konzert werden – es war viel mehr: Ein fantastischer Musikabend mit hervorragenden Interpreten.

Der tosende Applaus des Publikums im gut besetzten Saal des Sigmazentrums zeugte am Montagabend davon und die beiden Zugaben „Milord“ von Edith Piaf als Duo und das „Impromptu“ von Frédéric Chopin am Flügel ließen die Zuhörer zum Ende des Konzertes dahinschmelzen.“

Artikel vom 18.09.2019, Südkurier >>>

Text: Renate Griesser


Klassik im Sigma-Zentrum mit den „Mademoiselles“

von: Marketingabteilung | Datum: 9. September 2019

In guter Musik sehen wir ein wertvolles therapeutisches und soziales Angebot für unsere Patienten. Mit den Sigma-Konzerten veranstalten wir seit 2009 eine inzwischen überregional bekannte Kammerkonzertreihe. Am Montag, dem 16. September 2019 um 19.00 Uhr, findet in unserem Vortragsraum, Weihermatten 1, ein weiteres Konzert der Reihe „Klassik im Sigma-Zentrum“ statt.

Zu Gast sind diesmal die „Mademoiselles“, welche einen Operettenabend darbieten werden. Die „Mademoiselles“ bestehen aus Caroline Lafont, Koloratursopran und Friederike Wild am Klavier. Das Programm wurde mit Werken von Eric Satie, Claude Debussy, Charles Lecocq, Leonard Bernstein und vielen mehr gestaltet.

Das Konzert am 16.09.2019 beginnt um 19 Uhr, der Eintritt ist frei und nach Verfügbarkeit von freien Plätzen auch öffentlich zugänglich. Aufgrund dessen wird um Voranmeldung gebeten unter 07761 / 55 66–0.

>>> Download Programm

 

 

 

 

 

 

 


Behandlungskonzept Mediensucht

von: Marketingabteilung | Datum: 6. September 2019

Wie geht man mit einer neuen Erkrankung um?

Immer wieder tauchen neue Erkrankungen auf, die allgemein als Problem erkannt werden. Dennoch muss meistens erst bewiesen werden, dass sie medizinisch behandlungsbedürftig sind. So geht es derzeit mit der Mediensucht, in klinischen Fachkreisen pathologischer PC- und Internet-Gebrauch genannt. Viele erkennen das Problem des Umgangs mit Medien an, dass aber Menschen an einer „Störung“ leiden, also einer psychischen Erkrankung, wird in Abrede gestellt. Zum Leidwesen der Betroffenen. Der Unterschied zwischen dem sogenannten normalen Gebrauch und einer Störung wird kleingeredet, als Erziehungsproblem oder gesellschaftliches Problem dargestellt. Fast allen Menschen fällt auf, dass sie hin und wieder zu viel an ihrem Smartphone „kleben“ und wie schwer es ist, sich „zu lösen“. Dieses Phänomen nennt sich „Modediagnose“. Eine Erkrankung wird nicht als solche anerkannt. Zuletzt waren es Störungen der Aufmerksamkeit und Erscheinungen von Hyperaktivität (ADS und ADHS), bei denen es bis in die späten siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts dauerte, bis sie durch Aufnahme in den Katalog psychischer Erkrankungen (damals ICD-9) erforscht und behandelt werden konnten. Heute handelt es sich um eine gesicherte Diagnose, deren Ursachen erforscht werden und deren Behandlung mit Medikamenten und Psychotherapie wirksam und kostengünstig durchgeführt werden kann. Vielen Menschen gelingt dadurch eine deutliche Besserung der Lebensumstände, und ein leidvolles Schicksal mit privaten und beruflichen Problemen kann merklich gemindert werden.

Mediensucht als anerkannte Erkrankung
Die USA, in medizinischer Hinsicht oft das Vorbild für Entwicklungen in Europa, haben nun beschlossen, die Mediensucht in ihren Katalog psychischer Erkrankungen, das sogenannte DSM-V, aufzunehmen. Dort wird sie nun als „weiter zu erforschende Störung“ geführt. In Europa wird dem dadurch Rechnung getragen, dass angekündigt wurde, diese Störung nächstes Jahr in die neueste Fassung des ICD (ICD-11) zu übernehmen.

Welche Symptome hat ein Mediensuchtiger?
Die „Internet Gaming Disorder“, wie sie in Amerika genannt wird, zeichnet sich durch spezifische Symptome aus: andauernde Beschäftigung mit dem Medium sowie Entzugssymptome wie Unruhe, Toleranzentwicklung, Vernachlässigung anderer Aktivitäten, exzessives Spielen trotz Wissens um die Nachteile, Täuschungen in Bezug auf das Ausmaß der Aktivität und Funktionalisierung zur Vermeidung negativer Emotionen. In dieser Definition finden sich die klassischen Suchtsymptome angepasst wieder. Folgerichtig hieß es bei der Ankündigung für die neue Version der europäischen Klassifikation psychischer Erkrankungen, dem ICD-11, dass es diese Störung ebenfalls geben und sie dem Bereich F10 „Psychische und Verhaltensstörungen durch“ zugeordnet werde. In diesem Bereich finden sich auch die Alkoholabhängigkeit und die Glückspielsucht.

Wie viele Menschen sind betroffen?
Derzeit sind laut einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung von 2017 3 Prozent der Erwachsenen und 6 Prozent der 12- bis 17-Jährigen betroffen.

Was tut das Sigma-Zentrum?
Dieser Entwicklung wird das Sigma-Zentrum seit zwei Jahren dadurch gerecht, dass es eine Arbeitsgruppe „Mediensucht“ ins Leben gerufen hat. Diese Arbeitsgruppe hat ein auf die multimodale Behandlung und das kybernetische Menschenbild ausgerichtetes Konzept zur Behandlung dieser Störung erarbeitet. Es umfasst eine exakte Diagnostik und Differentialdiagnostik zum Ausschluss verwandter oder ähnlicher Störungen sowie mögliche Komorbiditäten, sprich andere Störungen, die mit der Mediensucht einhergehen können, wie zum Beispiel Depressionen und Angststörungen. Die Einzeltherapie umfasst verhaltenstherapeutische und psychodynamische Aspekte (Motivational Interviewing, respektive OPD-2 Abhängigkeit zur Aufklärung der zum Teil unbewussten motivationalen Anteile). Zur Förderung der Einsicht in die Problematik und deren Behandlung sieht das Konzept zudem die Teilnahme an der psychoedukativen Gruppe „Suchtprävention“ vor. Der soziale Rückzug wird thematisch in der interaktionellen Gruppentherapie aufgegriffen und bearbeitet. Um den bisher in der „Zweitwirklichkeit“ errungenen Selbstwert auch im oft frustrierenden Alltag zu fördern, können im Training selbstsicheren Verhaltens selbstwertsteigernde Verhaltensweisen in Rollenspielen geübt werden. Zudem werden durch die angepasste körperliche Aktivierung, je nach Vermögen und Bedarf, die Gesundheit gefördert und eine Bewältigungsressource aufgebaut. Individuellen Besonderheiten trägt die passende Zuteilung in das breite zur Verfügung stehende Spektrum aus psychoedukativem, interaktionellem und fachtherapeutischem Angebot Rechnung. Auf diese Weise wird der Patient sowohl in der Störung erkannt, anerkannt und behandelt sowie in ihrer einzigartigen Menschlichkeit gesehen und respektiert.

Und wie geht es weiter?
Der momentane Schwerpunkt der Arbeitsgruppe „Mediensucht“ des Sigma-Zentrums liegt darin, das Angebot weiter auszubauen. Neben den Erkrankten weisen 22 Prozent der 12- bis 17-Jährigen und 15 Prozent der 18- bis 25-Jährigen einen problematischen Gebrauch von Medien auf. Erweitert man das Problemfeld auf das Fernsehen, mit 2017 durchschnittlich 3 Stunden und 41 Minuten pro Tag, sieht es bei den Erwachsenen nicht besser aus. Da der exzessive Mediengebrauch den Stress nur scheinbar reduziert und wir wissen, dass er Ursache oder Aufrechterhalter fast aller Störungen ist, müssen medienpädagogische Fähigkeiten störungsübergreifend gefördert werden. In einem Gruppenangebot zur Stressbewältigung sollen Patienten künftig einen gesunden Umgang mit diesem und anderen „Kraftfressern“ lernen. Ebenso wie bei ADS, ADHS und vor knapp 150 Jahren bei Depressionen, braucht es keinen Streit darum, wer Recht hat, sondern ein Umdenken. Den Erkrankten muss die Hilfe zukommen, die sie brauchen um gesund zu werden; den gesundeten Erkrankten wie den Gesunden muss das Werkzeug an die Hand gegeben werden, gesund bleiben zu können. Dem trägt das Sigma-Zentrum Rechnung und es wurde durch eine interne Fortbildung im Juni 2019 das erworbene Wissen und einen Einblick in die Behandlung an Interessierte weitergegeben.

Mag. phil. Benedikt Mayer

 


Sigma-Zentrum am Freiburg Health Day

von: Marketingabteilung | Datum: 4. September 2019

Das Sigma-Zentrum Bad Säckingen, Private Akutklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, wird am Freiburg HealthRace am 21.09.2019 mit einem Informationsstand vertreten sein. Der Ärztlichen Direktor Prof. Dr. Christoph Bielitz hält einen Vortrag über den Zusammenhang von Sport und Psyche. Am Sigma-Informationsstand können alle Fragen rund um das Sigma-Zentrum gestellt werden. Im diesen Jahr wird der Messestand von den Therapeutinnen Maria-Antonia Scherber und Nadine Wüst betreut. Wir freuen uns auf viele interessante Gespräche und Begegnungen!

Das vollständige Programm des Freiburg Health Day kann hier eingesehen werden >>>


Zitat des Monats September 2019

von: Marketingabteilung | Datum: 1. September 2019

Bemerkenswert und nachdenkenswert:

„Das Große ist nicht, dies oder das zu sein, sondern man selbst zu sein.“

Søren Kierkegaard (1813 – 1855)
Dänischer Philosoph, Essayist und Theologe


Leben auf der Überholspur – Vereinbarkeit von Familie und Beruf

von: Marketingabteilung | Datum: 28. August 2019

Gesund ist, wenn Sie sich rundherum wohl fühlen.

Im eigenen Körper. In der eigenen Seele. Im eigenen Leben.

baden.fm und das Sigma Zentrum in Bad Säckingen kümmern sich um Sie und Ihre Gesundheit.

Erfahren Sie wie Sie mit Körper und Seele im Einklang stehen.

Wir bringen Sie auf neue Ideen. Wir erklären Zusammenhänge und zeigen Ihnen einfache Möglichkeiten wie Sie mit Stress und Belastungen fertig werden.

Heute erhalten Sie bei baden.fm einen Gesundheitstipp in der Reihe „Leben auf der Überholspur“ von und mit Prof. Dr. Christoph Bielitz und Lisa – baden.fm. Diesmal zum Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf„.


Freie Stellen im Sigma-Zentrum

von: Marketingabteilung | Datum: 26. August 2019

Arbeiten kann sich auch wie Urlaub anfühlen. Kaum zu glauben?
Der beste Beweis ist Prof. Dr. med. Christoph Bielitz, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Ärztlicher Direktor des Sigma-Zentrums in Bad Säckingen. Der leidenschaftliche Zweiradfahrer schätzt vor allem idyllische Umgebung und die damit verbundenen Arbeitsbedingungen in Waldshut: „Das große Plus der Region: Man hat die Erholung nicht nur vor der Haustür, man lebt sozusagen in ihr. An manchen Tagen fühlt sich Arbeit dann wie Ferien an.“

Diese Aussage machte Prof. Bielitz im Zusammenhang der Kampagne des Landkreis Waldshut „Patient Hochrhein“ zur Gewinnung von medizinischem Fachpersonal (Weitere Informationen zu dieser Kampagne >>>)

Unsere freien Ärzte-Stellen im Sigma-Zentrum:

Σ Chefarzt Psychiatrie oder Psychosomatische Medizin und Psychotherapie mit Funktion des Stv. Ärztlichen Direktors (m/w/d)

Σ Leitender Oberarzt Allgemein- / Innere Medizin (m/w/d)

Σ Facharzt für Allgemeinmedizin oder Arzt mit allgemeinmedizinischer Erfahrung 50-100% (m/w/d)  

Σ Facharzt für Allgemein- / Innere Medizin (m/w/d)

Σ Oberarzt für Psychiatrie / Psychotherapie (m/w/d)

Σ Oberarzt für Psychosomatik / Psychotherapie (m/w/d)


Chronische Schmerzen – was nun?

von: Marketingabteilung | Datum:

Ein Schmerz wird als chronifizierter Schmerz definiert, wenn er sechs Monate oder länger anhält.

Mit der Überalterung der Bevölkerung nehmen Schmerzen an Häufigkeit zu. Das liegt oft an den chronischen Erkrankungen, besonders im Skelettsystem. Verschleißerscheinungen der großen und kleinen Gelenke, der Wirbelsäule, aber auch Rheuma, Polymyalgia rheumatica, Fibromyalgie und andere Erkrankungen plagen weite Teile der Bevölkerung. Nicht zu vergessen ist das gefürchtete Restless Legs Syndrom. Hierbei leiden Patienten vor allem nachts an unerträglichen Kribbelphänomenen, Unruhezuständen, Bewegungsdrang, teils mit Krämpfen in den Waden. Sie müssen dann die Beine bewegen, aufstehen, umhergehen, um wenigstens kurzzeitig Linderung zu erfahren. Es stellt sich die Frage nach Therapieansätzen. Letztgenanntes Syndrom ist gut behandelbar mit Medikation. Bei vielen Schmerzerkrankungen ist es aber erforderlich, multimodal vorzugehen. Damit sind neben Schmerzmedikation verschiedene Therapiemethoden zu kombinieren. Es reicht eben oft nicht, sich auf die Schmerzmedikation zu beschränken. Da viele Patienten mit chronischen Schmerzen depressiv werden, sollte schon in einem frühen Stadium das Fachgebiet der Psychiatrie und Psychotherapie einbezogen werden. Das Sigma-Zentrum in Bad Säckingen arbeitet u.a. mit Methoden der psychologischen Schmerztherapie. Dazu gehören beispielsweise eine spezielle Psychotherapie, Gymnastik, Bewegung und das computergestützte Biofeedback, mit dem man Entspannungsverfahren lernen kann. In einem ambulanten Schmerzzentrum können dann Patienten auch ergänzend mit Akupunktur, Akupressur und Methoden der manuellen Medizin wie z.B. Osteopathie behandelt werden. Wichtig ist, dass die Methoden aufeinander abgestimmt sind und stets der Patient mit seiner Wahrnehmung, seinen Ängsten, aber auch Vorerfahrungen in die Therapie seiner Schmerzen einbezogen wird. So stellt sich dann oft heraus, dass trotz jahrelanger Schmerzkarriere doch noch Fortschritte erzielbar sind. Nicht selten sind dafür die Psychotherapie und Psychopharmaka verantwortlich.

Geduld erforderlich

Was viele nicht wissen: man kann mit Psychopharmaka Schmerzsyndrome z. T. erfolgreich mitbehandeln, vor allem mit Antidepressiva. Allerdings kostet das Überzeugungsarbeit und Geduld. In den letzten Jahren hat sich zudem die Erkenntnis etabliert, dass Schonung über längere Zeiträume die Schmerzerkrankung ungünstig beeinflusst. Deshalb wird im Sigma-Zentrum zunehmend auf Aktivierung mit gestuften Behandlungsplänen gesetzt. Hierfür müssen die Patienten in der Psychotherapie vorbereitet werden, um Vorbehalte auszuräumen. Die größte Hürde ist nämlich oft die Bequemlichkeit, die in Verbindung mit der Angst überwunden werden muss. Denn chronisch Schmerzkranke haben natürlich Angst, sich mehr zu bewegen, weil sie Angst vor der Intensivierung der Schmerzen haben. Generell gilt: man kann chronische Schmerzen sehr oft erfolgreich lindern, wenn man multimodal vorgeht und die Patienten in die Therapieplanung individuell einbezieht. Das kennzeichnet das Sigma-Zentrum. Dessen Kompetenz ist es vor allem, eine Integration der Befunde, Vorerfahrungen der Patienten und der Therapiemethoden zu leisten. Dies ist zwar auf den ersten Blick einleuchtend, bedarf aber genauerer Betrachtung, um zu verstehen, was der Hintergrund ist. Wenn man sich vorstellt, dass in der Medizin überwiegend linear vorgegangen wird, also leitlinienorientiert und ausgerichtet an dem, was Krankenkassen für richtig erachten, ist das basierend auf gesichertem Wissen. Da aber nun jeder weiß, dass dieses Wissen in atemberaubendem Tempo wächst, ist es geboten, sich immer wieder aufs Neue mit Therapiemethoden zu beschäftigen, die womöglich noch nicht dem Patienten zugutekamen. Hierfür müssen wir diesen einbinden und zudem dafür gewinnen, neue Wege zu beschreiten.

Ganzheitliches Verständnis

Dazu gehört nach einem ganzheitlichen Verständnis eine hochdifferenzierte Psychotherapie, die dem Schmerzgeschehen einerseits Aufmerksamkeit widmet und andererseits den Patienten durch Integration anderer Themenfelder und weiterer Therapieverfahren in Gruppen- und Einzelsettings empfänglicher für neue Wege des Denkens und der Schmerzbewältigung macht. Die Analyse der womöglich aufrechterhaltenden Schmerzfaktoren gehört ebenso dazu wie die Entwicklung neuer Bewältigungsstrategien analog der individuellen Belastbarkeit. Erfahrenen Therapeuten gelingt es somit, die Aufmerksamkeit umzulenken und durch Aktivierungs- und Verstärkermethoden die Bewältigung des Schmerzgeschehens zu erleichtern, wofür initial auch die Arbeit an der Bewertung des Schmerzes durch den Patienten selbst wichtig ist. Somit gelingt es, in Verbindung von Medikation mit Schmerzmitteln, Psychopharmaka, Psychotherapie, Physiotherapie, Bewegung, Entspannungsverfahren, Biofeedback, Musik- und Gestaltungstherapie über 90 Prozent der Schmerzpatienten zu helfen. Wichtig ist dabei die Bereitschaft des Patienten, sich auch mit Teilerfolgen arrangieren zu können und Selbstwirksamkeitserleben zu entwickeln. Die Psychotherapie hat dabei eine zentrale Aufgabe, weil hierfür behutsam an Widerständen gegenüber notwendigen Veränderungen gearbeitet werden kann. Geschieht dies in einem wohlwollenden Schutzrahmen, angstfreier Atmosphäre und ohne Zeitdruck, kann Linderung sehr oft gut gelingen.

Prof. Dr. med. Christoph Bielitz


Leben auf der Überholspur – Stress beim Pendeln

von: Marketingabteilung | Datum: 19. August 2019

Gesund ist, wenn Sie sich rundherum wohl fühlen.

Im eigenen Körper. In der eigenen Seele. Im eigenen Leben.

baden.fm und das Sigma Zentrum in Bad Säckingen kümmern sich um Sie und Ihre Gesundheit.

Erfahren Sie wie Sie mit Körper und Seele im Einklang stehen.

Wir bringen Sie auf neue Ideen. Wir erklären Zusammenhänge und zeigen Ihnen einfache Möglichkeiten wie Sie mit Stress und Belastungen fertig werden.

Heute erhalten Sie bei baden.fm einen Gesundheitstipp in der Reihe „Leben auf der Überholspur“ von und mit Prof. Dr. Christoph Bielitz und Lisa – baden.fm. Diesmal zum Thema „Stress beim Pendeln„.


Wirkweise der Therapie mit Pferden – Prof. Bielitz im Interview

von: Marketingabteilung | Datum: 18. August 2019

Passend zum heutigen „Tag des Pferdes“ war Prof. Bielitz im Interview mit Das neue Radio Seefunk und beantwortet Fragen zur Wirkweise der Therapie mit Pferden.


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