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Therapieangebote

Im Sigma-Zentrum bieten wir sogenannte verbale und nonverbale Einzel- und Gruppentherapien an.
Das Therapieangebot ist schulenübergreifend und multimodal, d. h. bestehend aus einer interdisziplinären Kombination aus:

  • medizinischen Therapien
  • psychotherapeutischen Verfahren
  • personenindizierten Konzepte
  • fachtherapeutischen Verfahren
  • Spezialsprechstunden

Über die einzelnen Schritte und die Verordnung der verschiedenen Therapien stimmen sich die Abteilungsteams in täglichen Teamsitzungen ab. Der jeweilige Einzeltherapeut informiert den Patienten eingehend und plant darauf mit ihm im Dialog den persönlichen Behandlungsplan, der für den Patienten individuell im Verlauf der Therapie modifiziert werden kann.

Wie wichtig uns die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Ihnen ist, zeigt sich auch in der Option, während der medizinisch-therapeutischen Behandlung mögliche Kurskorrekturen vorzunehmen und bei Bedarf, andere Schwerpunkte zu setzen. So können sich bestimmte therapeutische Verfahren als weniger oder für Sie besonders sinnvoll herausstellen. Stellt sich im Verlauf der Therapie heraus, die Beziehung mit dem fallführenden Einzeltherapeuten ist nicht tragfähig, kann in Absprache auch hier eine Veränderung stattfinden.

Medizinische Therapien

Im Sigma-Zentrum werden Patienten in einem akutpsychiatrischen Rahmen rundum medizinisch versorgt. Dies schließt zunächst die Diagnostik ein, die sowohl den Körper als auch die Psyche in den Fokus nimmt und eine entsprechende Therapie auf den erhobenen Befunden aufbaut. Um die Diagnose zu differenzieren, stehen uns diverse somatische Diagnostikverfahren wie Laboruntersuchungen und apparative Diagnostik zur Verfügung. Bei unklaren somatischen Symptomen (wie z. B. Schmerz, Adynamie, Schwindel, Atemnot, Schlafstörungen, Alopezie, Hyperhidrosis, Palpitationen, Diarrhoe, Inappetenz, Übelkeit, Untergewicht, Adipositas, u. a.) erfolgt die psychosomatische und somatische Diagnostik auch in enger Kooperation mit niedergelassenen Fachärzten.

Fachbereiche Medizin
  • Psychiatrie und Psychotherapie
  • Psychosomatik
  • Innere Medizin
  • Allgemeinmedizin
  • Naturheilverfahren
  • Neurologie
  • Schlafmedizin
  • Sozialmedizin und Suchtmedizin
  • Akupunktur

Allgemeinmedizinische/Internistische Versorgung mit u.a.:

  • Alternativmedizinische Supplementierung
  • Angiologie (Doppler- und Duplexuntersuchung der Gefäße)
  • Biofeedback
  • Diätetische Beratung
  • EKG und Langzeit-EKG
  • Herzfrequenzvariabilitätsmessung
  • Langzeit-Blutdruckmessung
  • Laboranalytik
  • Lichttherapie
  • Pharmakologisches Monitoring
  • Schlafdiagnostik/Schlafmedizin
  • Sonographie (Abdomen und Schilddrüse)
  • Spirometrie (Lungenfunktion)

Psychiatrische/neurologische Versorgung:

  • EEG
  • Klinisch-psychiatrische Diagnostik
  • Prophylaxe psychischer Störungen
  • Psychopharmakologische Therapie
  • Sozialpsychiatrische Beratung
  • Testpsychologisches Monitoring

Dies erfolgt durch intensiven persönlichen Kontakt, z. B. in Visiten durch den betreuenden Chefarzt und Oberarzt sowie durch die somatischen Ärzte und das Pflegepersonal.

Sowohl bei der Psychotherapie, als auch bei der Arzneimitteltherapie wird das Gehirn neurobiologisch verändert: Bei der Psychotherapie durch die Interaktion mit dem Therapeuten und bei der Arzneimitteltherapie durch ein Medikament. So wirkt häufig die Kombination aus Medikamenten und Psychotherapie besonders gut. Psychopharmaka können in Akutphasen die Anspannung und Schlaflosigkeit lösen und den Weg bereiten für weitere psychotherapeutische Maßnahmen.

Psychotherapie-Verfahren

Das schulenübergreifende und methodenintegrative Konzept des Sigma-Zentrums umfasst sämtliche evidenzbasierte psychotherapeutische Verfahren, vor allem:

Psychologisches Gespräch

Die systemische Therapie nimmt eine Analyse des bio-psychosozialen Kontextes vor. Im systemischen Verständnis bedeutet dies, die Einbeziehung der eigenen Person in Interaktion mit anderen Systemen wie Familie, Freundes- und Kollegenkreis und das Verständnis der Funktion der vorliegenden Symptome in diesen Kontexten.

Dabei geht es um die Erkundung und Deutung von biographisch verankerten Erlebnissen, Kränkungen oder Konflikten, die oft über eine lange Zeitspanne hinweg das heutige Verhalten und Erleben beeinflussen und einer Aufarbeitung bedürfen, um mit dem Patienten Strategien der Bewältigung und Veränderung zu erarbeiten.

Hierbei handelt es sich um eine Form der Psychotherapie, bei dem aus einer Störungsdiagnostik konkrete und operationalisierte Ziele auf den verschiedenen Ebenen des Verhaltens und Erlebens abgeleitet werden. Auf deren Basis werden mit dem Patienten individuell, funktionale Strategien zur eigenständigen Krankheits- und Lebensbewältigung erarbeitet.

Darüber hinaus weisen sich zahlreiche Therapeuten noch mit verschiedenen Zusatzqualifikationen aus, die nach individueller Indikation auf den Patienten abgestimmt zum Einsatz gelangen, z. B. EMDR/NET-Traumatherapie.

Personenindizierte Konzepte

Dieses Behandlungsspektrum kann in Einzeltherapien sowie Gruppentherapien stattfinden, wie auch in indikationsspezifischen Gruppentherapien wie z. B.

Gruppenraum mit Stuhlkreis

Diese Gruppe vermittelt Informationen und praktische Fertigkeiten für die Bewältigung der Angstsymptome. Diese existieren als eine spezielle Phobie (Spinnen, Höhe, Räume, Vortragen, Flug usw.), treten plötzlich und unerwartet als eine Panikattacke, oder häufig auch im Rahmen einer Depression auf. 

Zu Beginn wird der theoretische Teil erörtert. Dabei geht es um die Bedeutung und Funktion der Angst als eine „natürliche“ Emotion. Ferner werden Mechanismen besprochen, wie und warum die Angst zu einer Störung wird. Der Fokus liegt dabei auf dem individuellen Verständnis der Krankheitsgenese und den verhaltenstherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten.

Ein wichtiges Element dieser Gruppentherapie ist die „Hilfe zur Selbsthilfe“. Das bedeutet, dass die betroffenen Personen zum Ende der Behandlung eine effektive persönliche Strategie zur Angstbewältigung entwickeln, einüben und auch weiter selbstständig anwenden, damit sie ihr Leben wieder frei gestalten und genießen können.

Unser geschlechtsspezifisches Gruppenangebot „Frauengruppe“ bzw. „Männergruppe“ bietet begleitend zur störungsspezifischen Behandlung einen sicheren Rahmen, um sich mit den sensiblen Themen der weiblichen und männlichen Identität und den damit verbundenen Rollen auseinanderzusetzen. Dabei wird erarbeitet, welchen Einfluss das geschlechtsspezifische Erleben auf die psychische Verfassung, Verhalten und Gefühle hat. Dabei schaffen die Gruppen eine unterstützende Atmosphäre, von der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von den Erfahrungen der anderen lernen können. So kann das eigene Erleben wieder gefestigt werden und Vergangenes wie Gegenwärtiges produktiv aufgelöst und bearbeitet werden. Durch den sicheren Rahmen eignen sich die Gruppen besonders für sensible Themen, die erstmals in eine Gruppe eingebracht werden sollen.  

Erfahren Sie mehr über unsere Männer-Gruppe im Blog-Artikel.

Die Stabilisierungsgruppe umfasst acht Module, in denen, je nach den Bedürfnissen der Gruppenmitglieder, ausführliche Informationen zum Krankheitsbild der Traumafolgestörungen erläutert werden.

Zu den Symptomen der Traumafolgestörungen gehören u.a. ein unkontrolliertes Wiedererleben der traumatisierenden Ereignisse, eine permanente Übererregung und Anspannung, Vermeidung der an das Trauma erinnernden Reize, Probleme im Umgang mit starken und belastenden Gefühlen wie Wut und Angst. Sehr oft kommt es bei Betroffenen bedauerlicherweise zu erheblichen Konflikten in privaten Beziehungen und im beruflichen Kontext. Gehäuft finden sich auch Zusammenhänge mit einem anhaltenden Schmerzleiden, Angsterkrankungen und Depression.

Das hauptsächliche Ziel dieser Gruppe ist, den betroffenen Personen einen effektiven Umgang mit den belastenden Symptomen zu vermitteln.

Themen der Gruppe sind u.a. Ressourcenaktivierung, Umgang mit Anspannung, Techniken zur Selbstberuhigung, heilsame Trauerarbeit, Umgang mit Schmerz, Angst und Depression, Innere Kind-Arbeit, Symbolarbeit und Anleitung zur Versorgung verletzter „jüngerer Anteile“.

Begleitend zu psychischen Erkrankungen, beispielsweise Depression oder Traumafolgestörungen finden sich häufig Suchterkrankungen. Unser Suchtkonzept richtet sich an Menschen, die unter einer suchtbezogenen Begleiterscheinung leiden oder eine Entwicklung in diese Richtung befürchten.

Die spezifische Symptomatik wird nicht losgelöst betrachtet, sondern eingebettet in einen multimodalen Ansatz, bei dem neben der Einzel- und Gruppenpsychotherapie auch verschiedene nonverbale Verfahren zum Tragen kommen.

Durch Psychoedukation in der Suchtgruppe werden Fragen beantwortet wie:
Welche Arten von Sucht gibt es? Was haben diese gemeinsam? Was ist wichtig bei der Entwicklung individueller Behandlungsziele?

Die suchtspezifische Gruppe soll die Möglichkeit geben, diese Ziele zu konkretisieren und die Motivation zu stärken. Ressourcen können gestärkt werden und Therapieerfolge werden wahrgenommen. Es geht darum, das eigene Leben wieder auf gesunde Weise zu genießen und sich aktiv gestaltend zu erleben.

Unser Therapiekonzept für junge Menschen im Alter von 16 bis ca. 25 Jahren.
In diesem sogenannten „Youngster-Konzept“ legen wir unseren Behandlungsfokus auf die speziellen Bedürfnisse und Themen dieser Altersgruppe. Das Konzept umfasst den medizinisch-therapeutischen und pflegerischen Bereich. Dem Behandlungsfokus auf die individuellen Störungsbilder liegt immer der therapeutische Blick auf Förderung und Entwicklung der Ich-Identität zu Grunde, wie auch die Selbst-Stärkung im Ablösungsprozess und der Autonomieentwicklung. Ebenso das Einbeziehen des sozialen Kontextes, sowie die Förderung und das Erlernen der Selbstregulation im interaktiven Beziehungsverhalten, besonders auch im Gruppenkontext.
Das Youngster-Konzept ermöglicht den jungen Patienten auch neue, korrigierende Peergroup-Erfahrungen, eingebunden in die gesamte Patientenschaft.

Fachtherapeutische Verfahren

Der Erfolg unserer medizinischen und psychotherapeutischen Behandlungen beruht auch auf der komplementären Einbeziehung verschiedener Fachtherapien sowie der Bewegungs- und Sporttherapie. Diese bieten zusätzliche Wege, die spezifische Krankheitsthematik zu erfassen und zu bearbeiten. Es handelt sich hierbei um therapeutische Verfahren, die vor allem die Erlebensebene ansprechen, die Wahrnehmungssinne des Körpers miteinbeziehen, sowie den Ausdruck und die Aktivierung über den Körper fördern.

Die meisten Therapien werden sowohl im Einzelsetting als auch im Gruppensetting angeboten. Die jeweilige Auswahl trifft der fallführende Einzeltherapeut in Abstimmung mit dem Patienten.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass Veränderungen des Therapieangebots aufgrund der jeweils aktuellen Coronalage möglich sind.

Walkinggruppe im Wald

Körperpsychotherapien

Die Therapie mit dem Atem berücksichtigt psycho-vegetative Wechselwirkungen und macht über gezielte Atemübungen und -techniken Bewusstseinsvorgänge, Empfindungen und Gefühle zugänglich.

Eskrima ist vom Ursprung her eine philippinische Stock-Kampf-Kunst. Im klinischen Kontext wird Eskrima in therapeutischer, abgewandelter Form genutzt.

Es werden mit zwei circa 65cm langen Rattanstöcken unterschiedliche Bewegungssequenzen und Schlagabfolgen durchgeführt. Sie stimmen sich ein durch vorbereitende Dehn- und Achtsamkeitsübungen, um den Körper geschmeidig zu machen und sich zu erden. Mit Übungen zur Atem- und Stimmentfaltung bereiten Sie sich darauf vor „wach und präsent“ zu sein. Schwungvolle und rhythmisierte Bewegungssequenzen lassen Sie Ihre Kraft und Präzision erfahren. Im Erlernen verschiedener Schlagabfolgen trainieren Sie Ihr Konzentrations- und Koordinationsvermögen. Im Zusammenspiel mit einem Partner entsteht ein gemeinsamer “Tanz“ der Partner und Ihrer Stöcke. Dabei erfahren Sie sich in folgenden Themenbereichen: Standfestigkeit, Klarheit, Führen und Führen lassen, Dosierung der eigenen Kraft, Abgrenzung, Flexibilität, Entscheidungsfähigkeit u. v. m. Sie stärken dadurch Ihr Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Sie kommen vom „Opferverhalten“ zum aktiven Handeln.

Sich mit Präsenz und Kraft zu spüren macht Freude!

In den psychotherapeutisch fundierten Körpertherapien werden Bewegung, Ausdruck und Berührung, sinnhaft Erlebtes und innerlich Gefühltes als ein Gesamtes erlebt. Auch über den Körper werden psychisch-seelische Themen angesprochen, das Selbst-Bild kann neu erfahren werden, umfassender und dem Menschen selbst entsprechender. Patienten erfahren in tieferem Sinne, über welche individuellen Ressourcen sie verfügen, und vertiefen in sich ihre Selbsterfahrung. Die Ausdrucksmöglichkeiten sowie ihre Wahrnehmungsfähigkeit für den eigenen inneren Lebensraum erweitern sich.

Es gibt auch eine Körperwahrnehmungsgruppe. In der Körperwahrnehmungsgruppe lernen die Patienten ihren Körper besser zu verstehen und auf dessen Bedürfnisse einzugehen. Hier nutzen wir die Möglichkeiten des körperlichen Ausdrucks wie z. B. Bewegungen, Schmerzen, Wohlbefinden, Gefühle, Spannung und Entspannung. Die Übungen werden individuell an die körperlichen Möglichkeiten und die momentane Verfassung der Übenden angepasst.

Die Gruppe bietet Raum für gemeinsames Erleben und Reflektieren.

Folgende Fragen können hier beispielsweise Antworten finden:
Wo stoße ich an meine Grenzen, wo überschreite ich sie und wo meide ich sie?
Wie finde ich zu einem respektvollen und wertschätzenden Umgang mit mir selbst und meiner Umwelt?

Therapeutin hält Patientin in Körperpsychotherapie

Zentrale Aspekte wie Selbstbewusstsein, Umgang mit eigenen Aggressionskräften und Ängsten, werden durch das Führen eines Holzschwertes herausgearbeitet. Dabei werden Qualitäten wie Klarheit, Konzentration auf das Wesentliche, Entschiedenheit und die Fähigkeit, „ja“ zu sich zu sagen, bei sich selbst zu bleiben, entwickelt.

Weitere Informationen zu Schwertarbeit

Übung in der Schwertarbeit

Tanztherapie ist eine bewegungsorientierte und künstlerische Therapieform, die sich die Heilkraft des Tanzes zunutze macht. Sie zeigt Wege zu einem befreienden Selbstausdruck und einem tieferen Selbstverständnis auf, um Sie in Ihrer speziellen Lebenssituation zu unterstützen und zu stärken. Ziel ist die eigenverantwortliche und kreative Auseinandersetzung mit sich selbst und der Umwelt.

Im freien Tanzen werden Sie nicht nur in Ihrem körperlichen, sondern auch in Ihrem emotionalen, seelischen und geistigen Erleben angesprochen. Sie kommen mit bewussten und unbewussten Anteilen in Kontakt, lernen diese kennen, respektieren und akzeptieren und können Ihr Erleben vor dem Hintergrund Ihrer individuellen Lebensgeschichte verarbeiten.

Die Körperwahrnehmung wird vertieft und der Körper wird in seiner tänzerischen Ausdrucks- und Erfahrungsform ernst genommen und sensibilisiert für die eigenen Signale. Sich zeigen dürfen „mit allem was zu einem gehört“ wirkt sehr Ich-stärkend und stabilisierend. Das körperlich-sinnliche Erleben der eigenen Person ist ein wichtiger Ansatzpunkt des therapeutischen Prozesses. Sich mit Kreativität und Lebendigkeit zu erfahren macht Freude!

Kreative Ausdrucksformen

Ergotherapie bedeutet „Gesundung durch Handeln und Betätigung“. Im psychosozialen Behandlungskontext werden über eine Erweiterung der motorischen, manuellen, sinnlichen und kognitiven Fähigkeiten alltags- und berufspraktische sowie soziale und emotionale Kompetenzen gefördert. Dabei wird mit verschiedenen Materialien wie Ton, Peddigrohr, Speckstein, Papier und Pappe, Holz oder Seide gearbeitet. Darüber hinaus bieten wir eine spezielle Ergotherapien für den „beruflichen Kontext“ an.

Korbflechten in der Ergotherapie

Über den gestalterischen Umgang mit unterschiedlichen Materialien wie beispielsweise Papier, Farbe, Stein und Ton können Gefühle wahrgenommen und ihnen Gestalt verliehen werden. Für die kreative Gestaltung sind keine Vorkenntnisse erforderlich, viel mehr soll der Einzelne die Zeit und den Raum als Spiel- und Entwicklungsraum erfahren. Es können Freude am kreativen Gestalten erlebt, als auch neue Sichtweisen entwickelt werden.

Neben den kreativen Gruppen, kommen in der Einzeltherapie verschiedene kunsttherapeutische Methoden zum Einsatz, wie beispielsweise die „Arbeit am Tonfeld®“.

Arbeit am Tonfeld®
Ein flacher Holzkasten, ausgestrichen mit Tonerde: das Tonfeld.
Es gibt keine spezifische Handlungsanweisung, sondern die Anregung das Tonfeld mit den Händen wahrzunehmen. Das formbare Material lädt ein zu Erprobungen, es nimmt jede Bewegung auf und stellt sich zur Verfügung für unendliche Möglichkeiten des Tastens, des Spürens, des Gestaltens.
Der Tonfeld-Therapeut hilft, den Bewegungsprozess der Hände zu vermitteln und zu verstehen und mit biografischen Bezügen, Verhinderungen und neuen Möglichkeiten zu verbinden.

Kreativtherapie Palette mit FarbenHände kreieren etwas bei Arbeit am Tonfeld

Als ein erlebniszentriertes psychotherapeutisches Verfahren, mit Musik und Stimme als kreatives Ausdrucksmedium, werden Selbst- und Fremdwahrnehmung, die Unterstützung eines Zugangs zu eigenen Emotionen und Bedürfnissen und deren Ausdruck sowie das Erwerben neuer Handlungskompetenzen gefördert. Im Mittelpunkt steht der expressive und spielerische Umgang mit Musik, für den keine Vorerfahrungen notwendig sind. Als Sonderform der Musiktherapie wird im Sigma-Zentrum die neurologische Musiktherapie als Indikationsgruppe angeboten. Auch für Patienten mit Tinnitus gibt es in der Klinik ein entsprechendes Angebot.

Patienten in der Musiktherapie beim Xylophon und Gitarre spielen

Im Mittelpunkt dieser Therapieform stehen die Förderung von Sinneswahrnehmungen und Genussfähigkeit. Unterschiedliche Naturerlebnisse sowie das aktive Arbeiten in unserem Therapiegarten bieten vielfältige Transfermöglichkeiten zur eigenen Person und zur Bearbeitung zentraler Lebensthemen, wie z. B. (Eigen-)Verantwortung, (Selbst-)Fürsorge und Wachstum.

Weitere Informationen zur Natur- und Gartentherapie

Natur- und Gartentherapie beim Blumendruck

Sport, Entspannung und Selbstzentrierung

Dabei handelt es sich um ein Morgenprogramm aus Achtsamkeitsübungen, Bodyscan und Meditationssequenzen.
Mit diesen leichten Übungen lernt der Patient den Fokus auf sich und den jeweiligen Moment zu richten.

Verschiedene Entspannungsverfahren schulen die Wahrnehmung für körperliche und psychische Spannungen, um im Alltag Entspannung bewusst und eigenständig herbeiführen zu können. Während des Aufenthaltes erleben Patienten dies über verschiedene Verfahren wie Progressive Muskelrelaxation, Bodyscan oder Autogenes Training.

Meditation ist gerade für den heutzutage oft von Stress getriebenen Menschen eine gute Möglichkeit, sich für kurze Zeit aus dem Alltagsgeschehen bewusst herauszunehmen und sich zu besinnen, zur Ruhe zu kommen und sich dadurch wieder an innere gesunde und stärkende Lebenskräfte anzuschließen. Im Sigma-Zentrum werden Patienten an diese Fähigkeit herangeführt.

Meditation

Bei der pferdegestützten Therapie steht nicht die reiterliche Ausbildung, sondern die individuelle Lebenssituation und das Bedürfnis der Patienten im Vordergrund. Sie spricht den Menschen in seinen emotionalen Grundbedürfnissen und Sehnsüchten und in seiner Ursprünglichkeit an.

Mit dem Pferd kann Beziehung, Kommunikation und Verbundenheit direkt erlebt und gefühlt werden. Man kann in Wahrnehmung und Kontakt mit sich selbst, sowie mit seinem Gegenüber treten. Ein Bewusstsein für sich und seine Bedürfnisse zu entwickeln sind ebenso große Bereiche in der therapeutischen Arbeit mit dem Pferd wie auch Aktivierung und Entspannung gemeinsam mit den Tieren zu entdecken und direkt zu er-LEBEN.

Weitere Informationen zu pferdegestützter Therapie

Pferdegestützte Therapie

Generell zeigt die Hirnforschung, dass Bewegung einer der wichtigsten die Psyche positiv beeinflussenden Faktoren ist. Durch geschulte Sporttherapeuten werden Patienten im Sigma-Zentrum an verschiedene Aktivitäten indoor und outdoor herangeführt: z. B. bei Frühsport, Zirkeltraining, der Walkinggruppe für Einsteiger und Fortgeschrittene, IDOGO, Qi Gong, Yoga, Rücken-fit, Schmerztherapie, Sport und Bewegung, und individuell abgestimmten Programme in der Einzeltherapie.

Sporttherapie Sportgeräte Bälle und Schläger

Fachtherapien im medizinischen Bereich

Die Zuweisung zur Osteopathie erfolgt durch einen Klinikarzt.

Osteopathie ist eine eigenständige Therapieform, in der für die Behandlung eine manuelle Diagnostik erstellt wird. Voraussetzungen sind hierfür genaue Kenntnisse der Anatomie, Physiologie und Pathologie des menschlichen Körpers, wie auch die Berücksichtigung seines momentan psychischen Befindens.

Die Osteopathie versucht Störungen im Bereich der Leitungsbahnen des Körpers, wie z.B. der Nerven, Faszien oder der Gefäße, durch unterschiedliche manuelle Techniken zu beheben sowie die Beweglichkeit zu verbessern, die verschiedenen Körpersysteme zu harmonisieren, und die Autoregulation des Körpers anzuregen.

Mit der Osteopathie können zahlreiche funktionelle Störungen, wie muskulo-skelettale Beschwerden, Migräne, hormonelle Störungen, Tinnitus, Magen-Darmbeschwerden u.a. gebessert oder heilend reguliert werden. Viele der Störungen sind psychosomatisch bedingt, weshalb die Osteopathie eine sinnvolle Ergänzung zur psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung ist.

Die Zuweisung zur Physiotherapie erfolgt durch einen Klinikarzt.

Neben Physiotherapie wird auch Cranio-Sacral-Therapie im Sigma-Zentrum angeboten. Mit dieser Methode lassen sich Kopfschmerzen, Migräne, Schmerzen und Einschränkungen in Muskel- Skelettsystem sowie Störungen im Bereich des Bindegewebes wie Fibromyalgie behandeln. Auch bei innerer Unruhe, Erschöpfungszuständen und zur emotionalen Regulation findet die Cranio-Sacral-Therapie ihre Anwendung.

Weitere Informationen zu Cranio-Sacral-Therapie

Cranio-Sacral-Therapie

Ergänzende Abend- und Wochenendangebote, wie z. B.

Unseren Therapieangebote-Flyer können Sie hier oder mit Klick auf das Bild downloaden.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass Veränderungen des Therapieangebots aufgrund der jeweils aktuellen Coronalage möglich sind.

Flyer Therapieangebot