EMDR-Therapie - Wirksame Methode zur Behandlung psychischer Traumata
EMDR-Therapie - Definition & Einordnung
EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing (deutsch: Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen) und ist eine wissenschaftlich fundierte therapeutische Methode der Traumatherapie zur Behandlung psychischer Traumata aller Art, insbesondere die der Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS). Es ist ein hoch wirksames, ganzheitliches therapeutisches Verfahren, bei dem die Selbstheilungskräfte stark und nachhaltig aktiviert werden.
Ablauf einer EMDR-Behandlung
Zunächst werden das Trauma und die auslösende belastende Situation aus der Vergangenheit besprochen und analysiert. Hauptbestandteil der EMDR-Therapie ist die Bearbeitung von nicht ausreichend verarbeiteten Erinnerungen, die durch bilaterale Stimulation (beidseitige Stimulation des Gehirns) erfolgt. Der Zweiklang aus Erinnerungsarbeit und abwechselnden Augenbewegungen von links nach rechts zur gleichen Zeit kennzeichnet EMDR. Dadurch können belastende Erfahrungen verarbeitet und integriert werden. Es kann eine deutliche Stabilisierung und eine verbesserte Lebensqualität erreicht werden.
Dauer und Umfang einer EMDR-Therapie
Eine EMDR-Therapie dauert etwa 60 bis 90 Minuten. Zu Beginn erklärt der Therapeut den Ablauf der Sitzung und des Verfahrens. Die Anzahl der Sitzungen ist abhängig vom Schweregrad des Störungsbildes.
Anwendungsgebiete der EMDR-Therapie
Besonders häufig wird die EMDR-Therapie bei posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) angewandt. Darüber hinaus kann EMDR bei folgenden psychischen Beschwerden und Krankheitsbildern eingesetzt werden:
- Akute Traumatisierungen
- Angst- und Panikstörungen
- Anpassungsstörungen
- Depressionen
- Dissoziative Störungen
- Phobien
- Schmerzstörungen
- Selbstwertstörungen
- Starke Trauer, insbesondere nach Verlusterlebnissen
- Stoffgebundene Abhängigkeit (besonders im Zusammenhang mit einer Traumafolgestörung)
Wirkweise und Wirksamtkeit der EMDR-Therapie
Die Behandlung mit der EMDR-Therapie unterstützt die traumatische Bewältigung belastender Erlebnisse, indem die erneute und weiterführende Verarbeitung des Erlebten sowie eine Reorganisation der Abspeicherung im Gehirn angeregt wird.
Die Wirksamkeit von EMDR ist durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt. International zählt EMDR zu den wirksamsten Methoden in der Behandlung der posttraumatischen Belastungsstörung.
Häufige Fragen zur EMDR-Therapie
EMDR wird besonders häufig bei posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) angewandt. Darüber hinaus kann die EMDR-Therapie auch bei weiteren psychischen Beschwerden wie z.B. Angst- und Panikstörungen, Depressionen oder Anpassungsstörungen eingesetzt werden.
Eine EMDR-Sitzung dauert in der Regel etwas 60 bis 90 Minuten. Die Anzahl der Sitzungen richtet sich nach dem individuellen Beschwerdebild und dem Schweregrad der Belastung.
Die Wirksamkeit von EMDR ist durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt. International gilt EMDR als eine der wirksamsten Methoden zur Behandlung traumabezogener psychischer Störungen.
Die EMDR-Therapie im Sigma Zentrum erfolgt durch erfahrene und entsprechend qualifizierte Therapeuten im Rahmen eines integrativen therapeutischen Gesamtkonzepts.