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Privates Fachklinikum für interdisziplinäre Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin
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Emotionale Wunden heilen

von: Marketingabteilung | Datum: 25. November 2018

Mehrstufiges Behandlungskonzept im Sigma-Zentrum

Wenn ein Mensch etwas erlebt, das seine Anpassungs- und Bewältigungsstrategien überfordert, wird automatisch sein Stresssystem aktiviert. Bei einer „Posttraumatischen Belastungsstörung“ (PTBS) dauern die seelischen Schmerzen an – oft über Jahre und Jahrzehnte – und ziehen massive, z. T. auch akute Symptome nach sich wie z. B. Unfähigkeit, Reize zu verarbeiten, Desorientierung in bestimmten Situationen (Dissoziation), Rückzug, innere und äußere Unruhe. Vor einer Trauma-Bearbeitung gilt es unbedingt, die betroffenen Personen psychisch zu stabilisieren und u. a. eine Ressourcenaktivierung einzuleiten. Das Sigma-Zentrum Bad Säckingen hat dazu ein mehrstufiges Behandlungskonzept entwickelt, bei dem die Traumabehandlung so dosiert wird, dass die psychische Verarbeitungsfähigkeit des Patienten nicht überschritten wird.

Stressreaktionen sind ein genetisch verankertes, überlebensnotwendiges und automatisiertes Reaktions- und Verhaltensprogramm, das mit körperlichen Symptomen verbunden ist. Charakteristisch für die Entwicklung eines Posttraumatischen Belastungssyndroms ist u. a. der Umstand, dass die psychische Anspannung des Menschen nach Stunden oder Tagen nicht nachlässt, da die Person nicht in der Lage ist, das Erlebte psychisch zu verarbeiten. In Folge dessen kann es nicht in die Erfahrungswelt integriert werden und in das Langzeitgedächtnis übergehen. Es wird nicht zur Erinnerung. Damit das Erlebte nicht ständig präsent ist, bleibt der Psyche nur die Möglichkeit, das Unverarbeitete abzuspalten.

Die Intensität der Abspaltung variiert. Im extremen Fall ist sie dem Bewusstsein nicht mehr zugänglich. Durch Auslöser (Trigger) kann die unbewusste Erinnerung jedoch plötzlich und unerwartet wieder aktiviert werden. Dies kann über alle Sinnesorgane (Augen, Ohren, Nase, Haut) geschehen. In Folge davon tauchen die Bilder der Ereignisse unvermittelt auf und/oder die damit einhergehenden Gefühle und/oder Körperreaktionen stellen sich ein. Die Person wird dann davon überflutet, da dies unwillkürlich passiert und sie keinen Einfluss darauf hat. Sie hat das Gefühl, als ob der traumatisierende Vorgang „jetzt“ (wieder) passierte. Daher stellen sich dann auch damit einhergehende Stressreaktionen wieder ein, wie beim Erleben des Traumas selbst.

„Bei der Behandlung von Traumafolgestörungen geht es darum, dass die betroffene Person darin unterstützt wird, das traumatische Geschehen zu verarbeiten, damit es integriert werden kann und somit zur Erinnerung wird“, erläutert Prof. Dr. Christoph Bielitz, Ärztlicher Direktor des Sigma-Zentrums Bad Säckingen. Das mehrstufige Behandlungskonzept des Sigma-Zentrums besteht in der Regel aus mindestens zwei 50-minütigen Einzelgesprächen pro Woche, Teilnahme an intensiver Körperpsychotherapie, an einer speziell für traumatisierte Menschen konzipierten Stabilisierungsgruppe sowie ggf. der Teilnahme an Gestaltungstherapie, Musiktherapie, Tanz- und Bewegungstherapie und an Entspannungsverfahren.

Auch Diagnosen wie z. B. Krebs können bei vielen Betroffenen Ängste und Sorgen auslösen und nicht selten auch zu Traumafolgestörungen führen. Der Verlauf der Erkrankung ist oft nicht vorhersehbar, nicht kontrollierbar, sondern oft unberechenbar, eine Zerreißprobe zwischen Hoffnungen und Befürchtungen, eine Achterbahn der Gefühle. Diese anhaltende Bedrohung, die nicht von außen, sondern aus dem eigenen Körper kommt, erleben viele Menschen wie eine tickende Zeitbombe, die jederzeit losgehen kann und der sie sich hilflos ausgeliefert fühlen. Gelingt es nicht, Gedanken und Gefühle mitzuteilen, sind häufig depressive Verstimmungen und Schwankungen des seelischen Gleichgewichts die Folge. Obwohl die Psychoonkologie für eine patientenzentrierte onkologische Versorgung unabdingbar ist, fehlen in Deutschland für sehr junge aber auch für betagte Patienten oft notwendige, etablierte psychoonkologische Versorgungskonzepte. Die Psychoonkologie im Sigma-Zentrum Bad Säckingen unterstützt diese Patientengruppen mit ihren Angehörigen bei der Verarbeitung der Krankheit und hilft ihnen, in belastenden Situationen Mut, Kraft und Hoffnung zu schöpfen.


Alles nur Einbildung?

von: Marketingabteilung | Datum: 20. November 2018

Psychosomatische Erkrankungen werden gerne als Spinnerei abschätzig abgetan. Wir sprachen darüber mit Prof. Dr. Christoph Bielitz, Ärztlicher Direktor im Sigma-Zentrum Bad Säckingen.

Die Zahl der psychischen Erkrankungen in Deutschland ist aufgrund gesellschaftlicher und beruflicher Veränderungen seit Jahren angestiegen. Welche Rolle spielen dabei psychosomatische Erkrankungen?

Prof. Dr. Christoph Bielitz: „Man kann davon ausgehen, dass fast jeder Dritte einmal in seinem Leben an psychischen und/oder psychosomatischen Störungen erkrankt. Davon sind etwa 11 Prozent psychosomatische Störungen. Zur Behandlung setzt das Sigma-Zentrum Bad Säckingen auf ein multimodales und multiprofessionelles Therapiekonzept.“

Welches sind die häufigsten und in der Bevölkerung am meisten verbreiteten psychosomatischen Krankheitsbilder?

Prof. Dr. Christoph Bielitz: „Das sind die schmerzhaften Erkrankungen des Muskel-, Bindegewebs- und Skelettapparates, speziell der Wirbelsäule, häufig assoziiert mit sogenannten Verspannungen und Spannungskopfschmerzen. Die hiermit verbundenen, zum Teil großflächig auf den ganzen Rücken projizierten Schmerzen können im Zusammenhang mit psychischen Belastungen oder Erkrankungen dann zum Teil schwere Ausmaße annehmen.“

Mit welchem Therapiekonzept begegnet man diesen Erkrankungen?

Prof. Dr. Christoph Bielitz: „Psychische oder psychosoziale Faktoren sind in unterschiedlichem Ausmaß an der Auslösung oder Verschlimmerung solcher Erkrankungen bzw. ihrer Beschwerden beteiligt. Beim multimodal-multiprofessionellen Therapiekonzept ist es wichtig, neben einer guten Ausstattung im Bereich der Psychotherapie u. a. ein umfangreiches allgemeinmedizinisch-diagnostisches und körperlich-therapeutisches Angebot vorzuhalten. Im Sigma-Zentrum stehen u. a. erfahrene Allgemeinmediziner und Internisten zur Verfügung, die im Bedarfsfall z. B. mit den benachbarten Radiologen und dem benachbarten spezialisierten Schmerzzentrum intensiv zusammenarbeiten.“

Können Sie mehr zu diesem Therapiekonzept sagen?

Prof. Dr. Christoph Bielitz: „Das spezielle interdisziplinäre, multimodale Konzept des Sigma-Zentrums stellt für unsere Patientinnen und Patienten ein breit gefächertes therapeutisches Angebot sicher, etwa sowohl aus dem Bereich der Schmerztherapie wie der Schmerzpsychotherapie bis hin zur spezialisierten Körpertherapie, Bewegungstherapie und zum Biofeedback, das unbewusst ablaufende körperliche Vorgänge erlebbar und verstehbar macht. So können in diesen Fällen neben schulmedizinischen Verfahren auch komplementärmedizinische Ansätze verfolgt werden.“

Welche Rolle spielt dabei, dass sich Psyche und Körper gegenseitig in starkem Maße beeinflussen?

Prof. Dr. Christoph Bielitz: „Dieser Zusammenhang wird sehr schön sichtbar am Beispiel des Darms. Nach dem Gehirn findet sich im Darm die mit Abstand größte Anzahl von Nervenzellen im Körper. Interessanterweise verlaufen bis zu 90% der Nervenbahnen zwischen Verdauungstrakt und Gehirn nach »oben«, also zum Gehirn. Dort bestehen u. a. enge Verknüpfungen zum Limbischen System, welches zentral für die Verarbeitung von Emotionen verantwortlich ist, also über eine Schnittstelle, die unmittelbar mit den Darmnervenfasern interagieren kann. Gleichzeitig ist der Darm intensiv mit dem Hormonsystem verbunden, welches vom Gehirn gesteuert wird. Dazu kommt das Immunsystem, das ebenfalls insbesondere beim Darm eine große Rolle spielt.“

Was ist die Voraussetzung für eine effektive Diagnostik und Behandlung psychosomatisch bedingter Darmerkrankungen?

Prof. Dr. Christoph Bielitz: „Eine Verzahnung der somatischen mit der psychiatrisch- psychotherapeutisch-neurologischen Medizin und ein möglichst individuelles, ganzheitliches Behandlungskonzept. Dazu gehören falls erforderlich darmspezifische Medikamente, andererseits Psychotherapie und weitere, multimodale psychotherapeutisch wirksame Verfahren wie Entspannungstherapie, Kreativtherapie, Sport- und Bewegungstherapie u.a. Auch gezielt eingesetzte Psychopharmaka zeigen je nach Grunderkrankung oder Problematik eine gute Wirkung. Trotz des hohen Leidensdrucks fühlen sich Betroffene oft nicht ernst genommen. Um den Betroffenen gerecht werden zu können, ist es wichtig, dass neben körperlichen auch seelische Ursachen in Betracht gezogen werden und eine umfassende psychologische Begleitung erfolgt.“

Erschienen in OTC & Visite, Ausgabe November 2018


Erfolgreiches Therapiekonzept mit pferdegestützter Therapie

von: Marketingabteilung | Datum: 22. Oktober 2018

Pferdegestützte Therapie im Sigma-Zentrum Bad Säckingen

Im Mai diesen Jahres hat das Sigma-Zentrum Bad Säckingen sein Therapiekonzept um die pferdegestützte Therapie erweitert. Schon heute hat das in dieser Form seltene Therapieangebot eine sehr hohe Anziehungskraft: Eine große Zahl von Patienten aus ganz Deutschland hat unter fachtherapeutischer Leitung im Stall und auf der Koppel unweit der Klinik diese Zusatzleistung der Privatklinik bereits in Anspruch genommen. Indem Patienten dem Pferd Orientierung geben, erfahren gerade sie Selbstwirksamkeit und bauen Sicherheit, innere Klarheit und Selbstbewusstsein auf.

„Die speziell auf die Arbeit mit Patienten ausgebildete Stute Amy wird zum Beispiel bei Patienten mit Burnout, Depression, Traumafolgestörungen oder Angststörungen eingesetzt“, erläutert der Ärztliche Direktor Professor Dr. Christoph Bielitz und ergänzt: „Da die in der Natur stattfindende pferdegestützte Therapie den Menschen in seiner momentanen Situation abholt und ganzheitlich auf emotionaler, körperlicher und kognitiver Ebene fordert, ist sie schon heute ein wichtiges Zusatzangebot in unserem höchstindividualisierten Therapierepertoire mit dem Patienten als Partner im Behandlungsprozess.“

Über den begrenzten Rahmen der Angebote gesetzlicher Krankenversicherungen hinaus, nimmt sich im Sigma-Zentrum Bad Säckingen ein persönlicher Ansprechpartner (Bezugs-Psychologen-System) die erforderliche Zeit, um über die Aktivierung vorhandener Ressourcen des Patienten und die Integration aller patientenwirksamen Modelle und Methoden den nachhaltigen Therapieerfolg abzusichern. „Zu den Therapiezielen im Umgang und in der Kommunikation mit dem Pferd gehört das Erfahren von sozialen Kompetenzen und Handlungskompetenzen; aber auch Beziehungsarbeit, Erlernen von Entspannung und Selbstwirksamkeitserfahrungen zur Persönlichkeitsentwicklung und Stärkung des Selbstvertrauens gehören zum Therapieansatz bei der Arbeit mit Pferden“, betont Fachtherapeutin Dorothea Kundel. Waren es zum Start des Therapieangebotes überwiegend weibliche Patienten, sind heute über die Hälfte der Patienten männlich. Auch der Anteil Jugendlicher ist überproportional hoch.

Hintergrundinformationen zur Pferdetherapie
Von den eleganten und gutmütigen Tieren geht für den Menschen eine unmittelbare Wirkung aus. Mensch und Pferd sind schon seit Tausenden von Jahren eng verbunden. Bereits der Arzt Hippokrates berichtete im 4. Jahrhundert vor Christus „über den heilsamen Rhythmus des Reitens und die Stärkung des Menschen beim Umgang mit Pferden“. Pferde werden auch mit Gefühlen wie Freiheit, Stärke, Unabhängigkeit, Sanftmut, Schönheit, Treue, Freundschaft assoziiert. Als Herdentiere leben sie in festen Familienstrukturen und sind an Kontakten interessiert. Sie sind äußerst soziale Tiere und gehen wertfrei auf jeden Menschen zu, unabhängig von Bildungsstand, Lebenssituation, Aussehen oder sozialem Status. Darin liegt der therapeutische Ansatz für das Erfahren von Sozialkompetenzen, Interaktionen, Kommunikation und Beziehungsarbeit. Weil sie über Körpersprache kommunizieren, reagieren sie nonverbal auch beim Menschen äußerst fein und direkt. Sie nehmen „versteckte“ oder unterdrückte Emotionen wahr und spiegeln diese über ihr eigenes Verhalten und ihre Reaktion. Der Therapeut fungiert dabei anfangs als „Übersetzer“ zwischen Pferd und Patient, die eine zunehmend direktere Beziehung miteinander aufbauen. Dies ermöglicht so ein direktes Reflektieren ohne Fremdbewertung, das auch „therapiemüde“ Patienten sehr gut auffängt. Unter pferd.sigma-zentrum.de ist ein aktuelles Erklärvideo abrufbar.


WHO-Welttag der seelischen Gesundheit

von: Marketingabteilung | Datum: 10. Oktober 2018

Sigma-Zentrum setzt auf Somatopsychisches Modell

Rund um den Welttag der seelischen Gesundheit der WHO am 10. Oktober steht die seelische Gesundheit deutschlandweit im Fokus der Aufmerksamkeit. Organisationen und Initiativen in ganz Deutschland sind vom Aktionsbündnis Seelische Gesundheit aufgerufen, ihre Angebote einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Tatsächlich ist die Zahl der psychischen Erkrankungen in Deutschland aufgrund gesellschaftlicher und beruflicher Veränderungen seit Jahren angestiegen. Man kann davon ausgehen, dass fast jeder Dritte einmal in seinem Leben an psychischen und/oder psychosomatischen Störungen erkrankt. Davon sind etwa 11 Prozent psychosomatische Störungen. Diese können sich in einer Vielzahl von Symptomen äußern. Zur Behandlung setzt das Sigma-Zentrum Bad Säckingen auf ein multimodales und multiprofessionelles Therapiekonzept.

Die häufigsten und in der Bevölkerung am meisten verbreiteten psychosomatischen Krankheitsbilder sind die schmerzhaften Erkrankungen des Muskel-, Bindegewebs- und Skelettapparates, speziell der Wirbelsäule, häufig assoziiert mit sogenannten Verspannungen und Spannungskopfschmerzen. Die hiermit verbundenen, zum Teil großflächig auf den ganzen Rücken projizierten Schmerzen können im Zusammenhang mit psychischen Belastungen oder Erkrankungen dann zum Teil schwere Ausmaße annehmen.

Psychische oder psychosoziale Faktoren sind in unterschiedlichem Ausmaß an der Auslösung oder Verschlimmerung solcher Erkrankungen bzw. ihrer Beschwerden beteiligt. Beim multimodal-multiprofessionellen Therapiekonzept ist es wichtig, neben einer guten Ausstattung im Bereich der Psychotherapie u. a. ein umfangreiches allgemeinmedizinisch-diagnostisches und körperlich-therapeutisches Angebot vorzuhalten. Im Sigma-Zentrum stehen u.a. erfahrene Allgemeinmediziner und Internisten zur Verfügung, die im Bedarfsfall z. B. mit den benachbarten Radiologen und dem benachbarten spezialisierten Schmerzzentrum intensiv zusammenarbeiten.

Das spezielle interdisziplinäre, multimodale Konzept des Sigma-Zentrums stellt für unsere Patientinnen und Patienten ein breit gefächertes, von unterschiedlichsten Fachleuten gemeinsam erarbeitetes, therapeutisches Angebot sicher, etwa sowohl aus dem Bereich der Schmerztherapie wie der Schmerzpsychotherapie bis hin zur spezialisierten Körpertherapie, Bewegungstherapie und zum Biofeedback, das unbewusst ablaufende körperliche Vorgänge erlebbar und verstehbar macht.

„So können in diesen Fällen neben schulmedizinischen Verfahren auch komplementärmedizinische Ansätze verfolgt werden“, betont Prof. Dr. Christoph Bielitz, Ärztlicher Direktor im Sigma-Zentrum Bad Säckingen.

 

Zum Aktionsbündnis Seelische Gesundheit
Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ist eine bundesweite Initiative, gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit. Zu den rund 100 Mitgliedsorganisationen zählen die Selbsthilfeverbände der Betroffenen und Angehörigen von Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie viele Verbände aus den Bereichen Psychiatrie, Gesundheitsförderung und Politik. Initiiert wurde das Bündnis 2006 von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) gemeinsam mit Open the doors als Partner des internationalen Antistigma-Programms.

 

 

 


Pferdegestützte Therapie im Sigma-Zentrum

von: Marketingabteilung | Datum: 19. Juni 2018

Das jährlich erscheinende Magazin des Instituts für Pferdegestützte Therapie (IPTh) aus Konstanz ist nun online. Darin ist das Sigma-Zentrum mit seinem neuen Leistungsangebot der pferdegestützten Therapie auf einer Doppelseite (Seiten 20/21) vertreten. Dorothea Kundel, unsere Fachtherapeutin für pferdegestützte Therapie, berichtet hier über ihre Arbeit mit der Stute Amy.

>>> Download IPTh-Magazin


Pferdegestützte Therapie im Sigma-Zentrum

von: Marketingabteilung | Datum: 23. Mai 2018

Das multimodale Therapiekonzept des Sigma-Zentrums mit seiner Vielzahl medizinischer, psychotherapeutischer, fachtherapeutischer und adjuvanter Interventionen wird seit diesem Jahr erweitert durch die pferdegestützte Therapie. Neu im Team sind seit einigen Wochen Dorothea Kundel, Fachtherapeutin für tiergestützte Therapien und die auf die Arbeit mit Patienten ausgebildete Stute Amy.

Die pferdegestützte Therapie findet im eigenen Stall und der großzügigen Koppel unweit der Klinik in den Rheinauen statt.

Weitere Informationen zur Pferdegestützten Therapie >>>


Chronische Schmerzen – was nun?

von: Marketingabteilung | Datum: 8. Mai 2018

Psychologische Schmerztherapie im Sigma-Zentrum

Mit der zunehmenden Alterung der Bevölkerung nehmen chronische Schmerzen an Häufigkeit zu. Viele der betroffenen Patienten entwickeln eine Depression, erhöhen damit die Sensibilität gegenüber Schmerzreizen und der Schmerz beginnt sich zu verselbstständigen, unabhängig von der primären Ursache. Die Intensität und das Ausbreitungsgebiet des Schmerzes nehmen zu, wodurch die psychosozialen Folgeprobleme an Bedeutung gewinnen. Es sollte deshalb schon in einem frühen Stadium das Fachgebiet der Psychiatrie und Psychotherapie einbezogen werden. Das Sigma-Zentrum in Bad Säckingen arbeitet mit Methoden der psychologischen Schmerztherapie. Dazu gehören u.a. eine spezielle Schmerzpsychotherapie, gezielte Krankengymnastik, Bewegung und das computergestützte Biofeedback, mit dem man Entspannungsverfahren lernen kann. In einem ambulanten Schmerzzentrum können dann Patienten auch ergänzend mit Akupunktur, Akupressur, manueller Medizin, Osteopathie aber auch mit interventionellen Maßnahmen behandelt werden.

Verschleißerscheinungen der großen und kleinen Gelenke, der Wirbelsäule aber auch Rheuma, rheumatischer Weichteilschmerz, Polymyalgia rheumatica, Fibromyalgie und andere Erkrankungen plagen weite Teile der Bevölkerung. Nicht zu vergessen ist darüber hinaus das Restless-Legs-Syndrom. Hierbei leiden Patienten vor allem nachts an unerträglichen Kribbelphänomenen, teils mit Krämpfen, vornehmlich in den Beinen. Sie müssen dann die Beine bewegen, aufstehen, umhergehen um wenigstens kurzzeitig Linderung zu erfahren. Bei allen chronischen Erkrankungen am Bewegungsapparat stellt sich die Frage nach den richtigen Therapieansätzen. Auch wenn Erkrankungen wie das Restless-Legs-Syndrom mit Medikation gut behandelbar sind, ist es bei vielen Schmerzerkrankungen deutlich effektiver, wenn man multimodal vorgeht. „Es reicht eben oft nicht, sich auf die Schmerzmedikation zu beschränken“, betont Professor Dr. Christoph Bielitz, Ärztlicher Direktor des Sigma-Zentrums.

Besonders wirksam ist die Kombinationstherapie mit Anwendung verschiedener methodischer Ansätze, wobei entscheidend ist, dass diese gut aufeinander abgestimmt sind und stets der Patient mit einbezogen wird. So stellt sich dann oft heraus, dass trotz jahrelanger Schmerzkarriere doch noch Fortschritte erzielbar sind. Hierbei sind nicht selten Psychotherapie und ein sensibler Einsatz von Psychopharmaka zusätzlich heilsam. Was viele nicht wissen: man kann auch mit Psychopharmaka Schmerzsyndrome gut unterstützend behandeln, vor allem mit Antidepressiva. Allerdings kostet das oft viel Überzeugungsarbeit am Patienten und in der Einschleichphase dieser Medikamente ausreichend Geduld.

In den letzten Jahren hat sich zudem die Erkenntnis etabliert, dass Schonung über längere Zeiträume die Schmerzerkrankung ungünstig beeinflusst. Das Sigma-Zentrum setzt deshalb zunehmend auf Aktivierung mit patientenindividuellen Bewegungsplänen. Hierüber müssen die Patienten in der Psychotherapie aufgeklärt werden, um die häufig vorhandenen Bedenken auszuräumen. Denn chronisch Schmerzkranke haben natürlich Angst, sich mehr zu bewegen, weil sie Angst vor Intensivierung der Schmerzen haben. Generell gilt: man kann chronische Schmerzen sehr oft deutlich verringern, wenn man multimodal vorgeht und die Patienten in die Therapieplanung einbezieht. Das kennzeichnet das Sigma-Zentrum.


Unterzuckerung bei Diabetes

von: Marketingabteilung | Datum: 19. April 2018

Im Diabetes Ratgeber Apotheke erschien im Januar 2018 ein Artikel mit Empfehlungen von Dr. Johannes Bauer zum Zusammenhang von Diabetes und Psyche. Das Sigma-Zentrum Bad Säckingen ist das erste Psychiatrische Krankenhaus in Deutschland, das von der Deutschen Diabetes-Gesellschaft DDG als „Klinik für Diabetespatienten geeignet“ zertifiziert ist.

Kontrolle behalten

Unterzuckerungen sind nicht nur für den Körper, sondern auch für die Psyche eine Belastung. „Das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, macht Angst“, erklärt Dr. Johannes Bauer, Diabetologe und Psychotherapeut am Sigma-Zentrum Bad Säckingen. Für Menschen, die berufsbedingt „funktionieren“ müssen, ist eine Hypoglykämie etwa während einer Geschäftsverhandlung eine Horrorvorstellung. „Der größte Angstmacher sind nächtliche Unterzuckerungen“, so Bauer. „Wer sie erlebt hat, legt sich abends schon mit der Sorge ins Bett, dass nachts etwas passieren könnte.“ Und schläft dementsprechend schlecht.

Bauer empfiehlt eine einfache Gegenstrategie: regelmäßig um etwa 22 Uhr den Blutzucker messen. Liegt der Wert unter 100mg/dl (5,6 mmol/l), sollte man vor dem Schlafengehen noch etwas essen. Zur Sicherheit wird der Wecker auf zwei Uhr nachts für einen weiteren Check gestellt. Denn um diese Uhrzeit ist das Risiko für Hypoglykämien am größten. Ist alles in Ordnung, kann man beruhigt wieder einschlafen. Bei wiederholten Zuckertiefs in der Nacht sollten Diabetiker mit ihrem Arzt spreche, wie die Therapie verbessert werden könnte.

Hilfe annehmen

Eltern, Freunde, Ehepartner – viele von ihnen haben schon schwierige Situationen erlebt: Der offensichtlich unterzuckerte Diabetiker sitzt etwa vor einem Glas Saft, weiß aber nichts damit anzufangen. Gut gemeinte Hilfe wird aggressiv abgewehrt. „Nehmen Sie so etwas nie persönlich und bleiben Sie ruhig!“, rät Psychotherapeut Bauer. „Diskutieren bringt nichts, denn eine Unterzuckerung schaltet das Gehirn quasi aus.“ Es helfe, im Vorfeld klare Absprachen zu treffen oder auch beim Diabetologen gemeinsam die Situation einzuüben. „Sie wissen dann als Angehöriger, was Sie zu tun haben, das stärkt“, sagt Bauer.

Unverzichtbar für Diabetiker und ratsam für ihre Partner sind Schulungen. Der richtige Zeitpunkt dafür ist nach der Diagnose, bei einer Umstellung der Therapie auf Insulin oder auch, wenn das Wissen mal wieder aufgefrischt werden muss. Diabetiker, die ihre Hypoglykämie-Symptome nicht mehr spüren, können von einem speziellen Wahrnehmungstraining profitieren.

Wer seine Mitmenschen über das richtige Verhalten im Notfall informiert, gewinnt im Beruf, der Freizeit oder auf Reisen zusätzliche Sicherheit.

>>> Download Original-Artikel im Diabetes-Ratgeber Apotheke

 


Gesundheitsfalle schnelle Medien

von: Marketingabteilung | Datum: 17. April 2018

Der Ärztliche Direktor Professor Bielitz berichtet in einem Interview des Onlinemagazins Meinungsbarometer.info,

– wie uns die digitale Welt verführt, Entscheidungen zu früh zu fällen,

– wann Überlastung zu einem Burnout führen kann,

– warum achtsames Verhalten und Selbst-Reflexion der beste Schutz gegen ständige Überlastung sind und

– warum man sich digitale Ferien (Digital Detox) möglichst ab und an selbst verordnen sollte.

>>> Zum Artikel


Denken. Spüren. Machen.

von: Marketingabteilung | Datum: 9. April 2018

Wirkfaktoren in der Psychotherapie

Beginnend mit Freuds Psychoanalyse zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten sich in der Folge zahlreiche psychotherapeutische Schulen und Verfahren mit häufig unterschiedlichen Terminologien und Schwerpunktlegungen. Auch heute noch erfolgt die Ausbildung von Psychotherapeuten in Deutschland weitgehend schulengeleitet, wenngleich in Forschung und Praxis eklektische Herangehensweisen üblich sind. In jüngerer Vergangenheit gewannen erfahrungsbezogene Zugänge zunehmend an Bedeutung: Entspannungsverfahren, Achtsamkeitsübungen oder kreative Elemente haben sich mittlerweile auch in überwiegend verbal geführten Psychotherapieformen weitgehend etabliert. In ähnlicher Weise ist eine Zunahme an Wertschätzung verschiedener Co-Therapien, wie Kunsttherapie, Musiktherapie oder Körpertherapie zu beobachten, die ihrerseits wiederum jeweils eigenen theoretischen Verständnissen folgen unter Verwendung verschiedener Begrifflichkeiten.

Brigitte Seiler vermittelte in ihrem Vortrag Einblicke in die Wirkverständnisse unterschiedlicher psychotherapeutischer Ansätze und präsentierte mit dem Modell interaktionaler Veränderungsprozesse (ModiV) und seinen 16 Wirkfaktoren die Ergebnisse ihrer pluridisziplinär angelegten Forschungsarbeit.

Dr. des. Brigitte Seiler MSc MA, Beratungspsychologin, Supervisorin und Kunsttherapeutin, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe sowie Mitautorin des Persönlichkeits- und Motivationstests permOt. Darüber hinaus ist sie in eigener Beratungspraxis in Laufenburg / Deutschland tätig.

>>> Zum Artikel in der Sigma-Akademie

 

 


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