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Privates Fachklinikum für interdisziplinäre Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin
Home » Aktuelles

Leben auf der Überholspur – Corona im Alltag

von: Marketingabteilung | Datum: 28. Mai 2020

Gesund ist, wenn Sie sich rundherum wohl fühlen.

Im eigenen Körper. In der eigenen Seele. Im eigenen Leben.

baden.fm und das Sigma Zentrum in Bad Säckingen kümmern sich um Sie und Ihre Gesundheit.

Erfahren Sie wie Sie mit Körper und Seele im Einklang stehen.

Wir bringen Sie auf neue Ideen. Wir erklären Zusammenhänge und zeigen Ihnen einfache Möglichkeiten wie Sie mit Stress und Belastungen fertig werden.

Heute erhalten Sie bei baden.fm einen Gesundheitstipp in der Reihe „Leben auf der Überholspur“ von und mit Prof. Dr. Christoph Bielitz und Lisa – baden.fm. Diesmal zum Thema „Corona im Alltag“, aufgrund der Covid-19-Pandemie in Form eines Videochats. Prof. Bielitz beantwortet u. a. wie sich durch Corona der Klinikalltag als auch der private Alltag verändert haben, welche Langzeitfolgen zu erwarten sind und gibt Tipps, wie man es schafft derzeit positiv zu bleiben und den Alltag zu meistern. Zudem wird das Gefühl der Einsamkeit thematisiert.

 

 


Zwangserkrankungen

von: Marketingabteilung | Datum: 22. April 2020

Wenn die Herdplatte zur Plage wird, dann ist dies ein Indiz für eine Zwangsstörung. Diese sind verbreiteter, als gedacht.

Zwangsstörungen – durch Hollywood- Filme wie „Besser geht’s nicht“ oder „Aviator“ ist dieser Begriff schon lange von der Couch des Psychiaters auf die Fernsehcouch unserer Wohnzimmer umgezogen. Betroffene können durch ihre Störung im wahrsten Sinne des Wortes „gezwungen“ sein, bis zu hundert Mal am Tag Herdplatten, Türschlösser, Gashähne oder Aschenbecher zu kontrollieren. Manche verbringen Stunden damit, Gegenstände wie Bücher, Kleidung oder Nahrungsmittel nach genauen Regeln präzise anzuordnen. Andere können an bestimmten Gegenständen wie z. B. Straßenlaternen nicht vorbeigehen, ohne sie anzufassen, wieder andere können bestimmte Gegenstände wie Türklinken niemals anfassen, und wenn, dann nur mit Gummihandschuhen. Diese Handlungen zu unterlassen, bedeutet für einen Betroffenen, unerträgliche Angstzustände aushalten zu müssen. Denn die Definition eines Zwangs ist – im Gegensatz zu beispielsweise wahnhaftem Verhalten – dass der Betroffene die Zwänge selbst als unsinnig und unangenehm erlebt, ihnen aber nicht widerstehen kann. Das macht diesen Zustand umso qualvoller.

Was tun, wenn ich selbst betroffen bin?
Wer zu den 3,8 % der Deutschen gehört, die an einer Zwangserkrankung leiden, muss nicht daran verzweifeln: Bundesweit gibt es ca. 17.000 Praxen von Psychotherapeuten und ca. 2.600 psychiatrische Kliniken. Diese sind verbreiteter, als gedacht. Im Wandel der Zeit sind psychische Krankheiten von einem Dasein hinter geschlossenen Türen längst schon in die Welt der Hochglanzmagazine vorgedrungen. Hollywood-Ikonen wie Charlize Theron thematisieren öffentlich ihre Zwangsstörung, David Beckham erzählt in Interviews, dass er es nicht aushält, wenn Gegenstände in ungerader Anzahl vorliegen. Was einst ein tabuisierter Makel war, ist heute im Auge der Öffentlichkeit zu einem Feature geworden, das der Popularität Menschlichkeit hinzufügt. Auch im Bekanntenkreis wird mittlerweile nicht nur mit Selfies vom Infinity-Pool des letzten Bali-Urlaubs geprahlt oder mit glänzenden Augen von Outdoor-Abenteuern der letzten Backpack-Reise in Neuseeland erzählt. Längst haben der Speiseplan der letzten Privatklinik, die intensiven Erfahrungen mit den Therapiegruppenmitgliedern oder die Frisur des attraktiven Therapeuten bisweilen die ehemals üblichen Gesprächsthemen abgelöst. Offensichtlich ist festzustellen, dass es nicht mehr mit den gleichen gesellschaftlichen Vorurteilen wie vor 20 Jahren behaftet ist, sich Hilfe zu holen. Bleibt die Frage: Wie sieht die Hilfe aus, die ich mir holen kann?

Was aber wirkt nun gegen Zwänge?
Escitalopram, Sertralin, Paroxetin oder Fluoxetin: Diese sogenannten Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) sind im eigentlichen Sinne Antidepressiva, entfalten aber durch ihren Einfluss auf hirneigene Botenstoffe auch eine Wirkung gegen Zwänge. Noch immer sind starke Vorurteile gegenüber Psychopharmaka in unserer Gesellschaft verankert. Ängste vor Nebenwirkungen oder vor Abhängigkeit werden durch das ohnehin schon verbreitete Misstrauen gegenüber der Pharmaindustrie noch geschürt. Dabei gelten vor allem SSRI der zweiten Generation als besonders nebenwirkungsarm und werden daher nicht ohne Grund zu den sogenannten „Clean Drugs“ gezählt. Ebenso ist bei diesen die Abhängigkeitsgefahr reiner Mythos; SSRI greifen in das serotonerge System des Hirnstoffwechsels ein, haben dadurch keinen Einfluss auf das Belohnungszentrum des Gehirns. Letzteres ist für eine Suchtentwicklung unabdingbar. Deshalb machen Antidepressiva nicht abhängig, weder körperlich noch psychisch.

Multimodales Vorgehen
Auch das Argument, dass man mit Tabletten die eigene Persönlichkeit auf unnatürliche Weise verändere, ist nicht mehr zeitgemäß. Ein Mensch, der sich ein Bein bricht, verzichtet auch nicht auf den Gips, weil dieser nicht natürlicherweise im Körper vorkommt. SSRI haben dem Gips aber voraus, dass sie dem Körper keinen Botenstoff hinzufügen, sondern so wirken, dass sie die hirneigenen Botenstoffe wieder aktivieren. Wer dennoch skeptisch bleibt und eine medikamentöse Behandlung lieber vermeiden möchte, hat trotzdem weitere mögliche Therapieoptionen. Im Sigma-Zentrum Bad Säckingen, einer Privatklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin, wird einem multimodalen, interdisziplinären Ansatz Rechnung getragen. Neben der oben genannten Kombination aus Psychotherapie und medikamentöser Behandlung bietet die Klinik eine Bandbreite an kreativen und körperorientierten Therapieverfahren an. Die dort vertretene Grundhaltung, dass nicht die Krankheit, sondern der Mensch im Mittelpunkt steht, kann ein wichtiges Fundament zur Reaktivierung eigener Ressourcen des Betroffenen bedeuten. Letzten Endes ist jedes therapeutische Bestreben darauf ausgerichtet, dass Menschen ihren eigenen Weg wiederfinden, den sie mit ihren eigenen Füßen gehen. Auf die Bewältigung einer Zwangsstörung übertragen, bedeutet dies die Rückeroberung eines wichtigen Stücks eigener Freiheit. Um es mit Jean-Jacques Rousseaus Worten abzuschließen: Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will.


Ambulanz und Früherkennungszentrum in Freiburg

von: Marketingabteilung | Datum: 12. März 2020

Im Freiburger Sigma-Institut wird für jeden privatversicherten Ratsuchenden und Privatpatienten individuell eine integrative Beratung und ggf. Therapie angeboten. Ambulanz und Früherkennungszentrum bieten einen diskreten Zugang und tragen der Tatsache Rechnung, dass die Grenzen von einfacher, vorübergehender und ernster psychischer Beeinträchtigung oft fließend sind.

Zu den Indikationen gehören beispielsweise

  • Schlafstörungen
  • Essstörungen
  • Depressionen
  • Belastungsstörungen („Burnout“)
  • Psychosen
  • Angst-, Zwangs- und Suchterkrankungen
  • Traumafolgestörungen
  • Internet- bzw. Mediensucht
  • lange anhaltende oder häufig wiederkehrende Schmerzen mit und ohne klar ersichtliche körperliche Ursache
  • ADHS im Erwachsenenalter
  • und weitere

Bei Bedarf arbeitet das Sigma-Institut gemeinsam mit den bewährten Teams des Sigma-Zentrums individuelle methodenintegrative Therapien aus.

Das Früherkennungszentrum in Freiburg ist – wie die Ambulanz auch – angeschlossen an das Sigma-Zentrum in Bad Säckingen, welches in mehreren Abteilungen und der angeschlossenen Tagesklinik die wichtigsten Bereiche integriert:

  • Interdisziplinäre Psychiatrie und Psychotherapie
  • Psychosomatik und Innere Medizin, Allgemeinmedizin mit Naturheilverfahren
  • Neurologie und Schlafuntersuchung
  • Sozialmedizin und Suchtmedizin
  • Gerontopsychiatrie
  • Psychotherapeutische Medizin, Paar- und Familientherapie
  • Systemische Therapie
  • Beschützende Station mit intensiver Betreuung

Kontaktieren Sie uns unverbindlich und ohne Wartezeiten – vollkommene Diskretion ist dabei selbstverständlich >>> Kontakt

www.sigma-institut.de


Sigma-Institut im Ärztehaus beim Diakoniekrankenhaus in Freiburg eröffnet

von: Marketingabteilung | Datum: 1. März 2020

Pressemeldung Sigma-Zentrum
Bad Säckingen, 29. Februar 2020

Mit dem Sigma-Zentrum in Bad Säckingen hat eine der großen Privatkliniken für interdisziplinäre Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin eine Freiburger Anlaufstelle für Patienten mit psychischen Erkrankungen geschaffen. Das Sigma-Institut im neuen Ärztehaus (Wirthstraße 9) beim Diakoniekrankenhaus in Freiburg bietet mit Ambulanz, Früherkennungszentrum und Spezialsprechstunden für privatversicherte Ratsuchende und Patienten einen persönlichen und diskreten Zugang zu Beratung im Bereich psychischen und psychosomatischen Unwohlseins. Auch spezielle Behandlungskonzepte für Indikationen wie chronische Schmerzstörungen, Traumafolgestörungen und Internet- bzw. Mediensucht sind Bestandteile des neuen Angebots, mit dem das Sigma-Zentrum auf die immer größere Nachfrage aus dem Raum Freiburg reagiert. Weiterführende Informationen und Kontakt: www.sigma-institut.de

Im 20. Jubiläumsjahr des in Bad Säckingen entwickelten – bundesweit nachgefragten und ursprünglich als Kybernetische Therapie bezeichneten – Konzeptes bleibt das Sigma-Zentrum der höchstindividualisierten Therapie mit dem Patienten als Partner im Behandlungsprozess treu. „Ein persönlicher Ansprechpartner (Bezugs-Psychologen-System) nimmt sich die erforderliche Zeit, um auch über die Aktivierung vorhandener Ressourcen des Patienten und die Integration aller patientenwirksamen Modelle/Methoden den nachhaltigen Therapieerfolg zu sichern“, betont der Geschäftsführende Ärztliche Direktor Professor Dr. Christoph Bielitz. Das Sigma-Institut soll auch dazu beitragen, Skepsis bei Betroffenen zu überwinden und Vertrauen in die Kompetenz der Psychiatrie und Psychotherapie zu entwickeln. Im Vordergrund steht der Patientennutzen, also die Frage: „Was hilft dem Patienten wirklich?“. Dazu gehört auch ganz wesentlich, die stationäre, teilstationäre und ambulante Versorgung aufeinander abzustimmen, Sektorengrenzen zu überwinden und Vernetzung im Sinne des Patienten anzupassen.

Im Freiburger Sigma-Institut wird für jeden privatversicherten Ratsuchenden und Patienten individuell eine integrative Beratung und gegebenenfalls eine entsprechende Therapie angeboten. Ambulanz und Früherkennungszentrum bieten einen diskreten Zugang und tragen der Tatsache Rechnung, dass die Grenzen von einfacher, vorübergehender und ernster psychischer Beeinträchtigung oft fließend sind. Zu den Indikationen gehören beispielsweise somatoforme Schmerzstörungen, Schlafstörungen, Essstörungen, Depressionen und Belastungsstörungen (auch „Burnout“), Psychosen, Angst-, Zwangs- und Suchterkrankungen, Traumafolgestörungen, lange anhaltende oder häufig wiederkehrende Schmerzen mit und ohne klar ersichtliche körperliche Ursache, ADHS im Erwachsenenalter und weitere. Das Früherkennungszentrum in Freiburg ist – wie die Ambulanz auch – angeschlossen an das Sigma-Zentrum in Bad Säckingen, welches in mehreren Abteilungen und der angeschlossenen Tagesklinik die wichtigsten Bereiche integriert: Interdisziplinäre Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik, Innere Medizin, Allgemeinmedizin mit Naturheilverfahren, Neurologie und Schlafmedizin, Sozialmedizin und Suchtmedizin, Gerontopsychiatrie, Psychotherapeutische Medizin, Systemische Therapie, Paar- und Familientherapie sowie Intensivbetreuung in geschützter Station.

Die integrierte Sigma-Akademie fördert den interdisziplinären Dialog und leistet mit Veranstaltungen für Patienten einen Beitrag zur gesundheitlichen Aufklärung; schließlich ist eine umfassende Aufklärung und Information von Betroffenen mit deutlich besseren Therapieergebnissen verbunden. Zudem sind Weiterbildungsangebote für Ärzte und Psychologen geplant.

Eine Gutachtenstelle, geleitet von Prof. Dr. Christoph Bielitz, bündelt die gutachterliche Expertise in etlichen Bereichen: Unterbringungsrecht, Betreuungsrecht, Strafrecht, Testierfähigkeit, Geschäftsfähigkeit, Familienpsychologie, Gutachten für die Sozialgerichtsbarkeit bei Rentenfragen und Einstufung nach Schwerbehindertenrecht, Gutachten nach Fahrerlaubnisverordnung, für die PKV auch Klärung der Arbeitsunfähigkeit / Berufsunfähigkeit. Die Auftraggeber sind beispielsweise Amts- und Landgerichte in Südbaden, Sozialgerichte in Baden-Württemberg, Landessozialgerichte Bayern und Baden-Württemberg, Privatpersonen, Krankenversicherungen, Rechtsanwälte und Notare, Landratsämter und der Medizinische Dienst der privaten Krankenversicherungen.

www.sigma-institut.de

 

Prof. Dr. med. Christoph Bielitz
Geschäftsführender Ärztlicher Direktor
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Naturheilverfahren, Suchtmedizin

Dr. med. Olaf Windmüller
Leitender Oberarzt und Direktor Sigma-Akademie
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Neurologie

 


Leben auf der Überholspur – Abhängigkeiten / Süchte

von: Marketingabteilung | Datum:

Gesund ist, wenn Sie sich rundherum wohl fühlen.

Im eigenen Körper. In der eigenen Seele. Im eigenen Leben.

baden.fm und das Sigma Zentrum in Bad Säckingen kümmern sich um Sie und Ihre Gesundheit.

Erfahren Sie wie Sie mit Körper und Seele im Einklang stehen.

Wir bringen Sie auf neue Ideen. Wir erklären Zusammenhänge und zeigen Ihnen einfache Möglichkeiten wie Sie mit Stress und Belastungen fertig werden.

Heute erhalten Sie bei baden.fm einen Gesundheitstipp in der Reihe „Leben auf der Überholspur“ von und mit Prof. Dr. Christoph Bielitz und Lisa – baden.fm. Diesmal zum Thema „Abhängigkeiten / Süchte„.

 

 


ABGESAGT: Fortbildung: Psychopharmakologische und psychotherapeutische Behandlung der Schizophrenie

von: Marketingabteilung | Datum: 27. Februar 2020

DIESE VERANSTALTUNG FINDET LEIDER NICHT STATT!

Mittwoch, 25. März 2020, 15.45 – 18.00 Uhr, Sigma-Zentrum Bad Säckingen, Weihermatten 1

Die Schizophrenie ist nicht nur eine schwere psychische Störung mit enormer Einschränkung der Lebensqualität und sozialen Integrität der Betroffenen, sondern auch eine Erkrankung mit einer deutlichen Einschränkung der Lebenserwartung. Im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung versterben betroffene Patienten bis zu 20 Jahre früher. Patienten im Alter von 18 bis 20 Jahren (Erstmanifestation) haben gegenüber gesunden Gleichaltrigen ein zwölffach erhöhtes Mortalitätsrisiko. Sind es im Verlauf der Erkrankung somatische Komorbiditäten, die zu einem früheren Tod führen, so stehen bei den jungen Erwachsenen Drogenmissbrauch und suizidale Handlungen im Vordergrund.

Dem Folge leistend stellt die neue S3-Leitline Schizophrenie aktualisierte Empfehlungen zur Früherkennung und -intervention sowie zur Verlaufs- und Langzeitbehandlung in den Mittelpunkt. Hierbei stehen neben pharmakotherapeutischen Optionen insbesondere auch psycho- und soziotherapeutische Maßnahmen im Mittelpunkt der Neufassung.

Der Vortrag von Dr. Tobias Hornig, Chefarzt einer Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Nordrach (Franz-Alexander-Klinik), geht auf die wichtigsten Änderungen der Therapieempfehlungen ein und stellt die Akutbehandlung mit Antipsychotika der dritten Generation sowie die depotbasierte Langzeitbehandlung dar. Zudem wird Dr. Hornig auf die spezifischen psychotherapeutischen Herausforderungen der Behandlung schizophrener Störungen eingehen.

Referent ist Dr. med. Tobias Hornig, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Chefarzt in der MEDIAN Franz-Alexander-Klinik Nordrach.

Die Fortbildung richtet sich an Ärzte, Psychologen, Fachtherapeuten und Pflegepersonal. Es sind bei der Landesärztekammer Baden-Württemberg 4 CME-Punkte beantragt. Im Anschluss dürfen wir Sie wieder zu einem Stehimbiss einladen, der auch Gelegenheit zum weiteren Gedankenaustausch bietet.

Für die Fortbildung sind bei der Landesärztekammer Baden-Württemberg 4 CME-Punkte beantragt.

Anmeldung per Fax +49 7761 5566-1079 oder per E-Mail. Gerne können Sie zur Anmeldung auch das Faxformular verwenden.
Bitte tragen Sie Ihre E-Mail-Adresse unter www.sigma-zentrum.de/newsletter ein, um per Newsletter regelmäßig über die Sigma-Fortbildungen informiert zu werden.

Download Flyer >>>

DIESE VERANSTALTUNG FINDET LEIDER NICHT STATT!


Erfolgsfaktor psychische Gesundheit

von: Marketingabteilung | Datum: 14. Februar 2020

Gesundheit beginnt im Kopf. Ein Interview mit Prof. Dr. Christoph Bielitz klärt diese These.

Wer darauf achtet, auch mental leistungsfähig zu sein und mögliche psychische Störungen frühzeitig zu erkennen, tut Gutes. Denn: Gerade psychische Beeinträchtigungen führen vielfach zu Motivationslosigkeit von Mitarbeitern, innerer Kündigung, steigenden Fehlzeiten, schwerwiegenden psychischen Erkrankungen und dann auch hohen Frühverrentungszahlen.

Welche Bedeutung hat diese Feststellung für Unternehmensführer?
CB: Diese erkennen zunehmend den Stellenwert psychischer Erkrankungen und beziehen Aspekte der bio-psycho-soziale Gesundheit in ihre Führungskonzepte ein. Dieses umfasst ein breites Themenspektrum bezüglich körperlicher und sozialer Bedingungen am Arbeitsplatz sowie gleichermaßen die seelische Befindlichkeit bei der Arbeit selbst und im gesamten Arbeitsumfeld. Die individuelle Betrachtung des einzelnen Mitarbeiters als Mensch stellt sich dabei als entscheidender Produktivitäts- und Entwicklungsfaktor heraus.

Welche Methoden stehen hierfür zur Verfügung?
Integrative Konzepte setzen auf Früherkennung von psychischen Störungen. Für Unternehmen und Menschen, die den Zusammenhang zwischen psycho-sozialer Gesundheit und dem beruflichen Erfolg erkannt haben, ist ein Früherkennungszentrum wie es das Sigma-Zentrum Bad Säckingen betreibt ein diskreter Beratungspartner, um gesunderhaltende Arbeitsbedingungen, Motivation und Leistungskraft optimal zu entwickeln und neue Denk- und Handlungsoptionen im privaten und beruflichen Lebensumfeld zu entdecken.

Wie definieren Sie Gesundheit?
CB: Nach ganzheitlichem Verständnis ist Gesundheit dabei mehr als die Abwesenheit von Krankheit, sondern schließt das Wohlbefinden und möglichst optimale psycho-soziale Bedingungen für eine erfolgreiche Gestaltung von Arbeit und Leben ein. Der interdisziplinäre Ansatz bezieht medizinische Behandlungen, Psychotherapien und ergänzende Fachtherapien ein und schafft in der Regulation und Gegenregulation von fünf Dimensionen ein tiefes Verständnis für das Leben und Erleben des Menschen: geistig, sozial, emotional sowie biologisch und physikalisch- ökologisch.

Warum ist die psycho-soziale Gesundheit heute so wichtig?
CB: In der modernen Arbeitswelt geht es immer stärker darum, Wissen breit zu vernetzen und für den betrieblichen Alltag nutzbar zu machen. Im Idealfall gelingt es, die Energie und Innovationskraft junger Fachkräfte harmonisch und gegenseitig befruchtend mit den besonderen Qualitäten älterer Mitarbeitender zu verbinden, deren Erfahrungswissen ebenso unersetzbar ist: Dies reicht von der Organisation sinnstiftender, effizienter Abläufe, über die Fähigkeit, Situationen richtig einzuschätzen, das Finden von individuellen Lösungsansätzen bis zur Routine in der Bewältigung von Stresssituationen. Um dabei bestmögliche Effektivität zu gewinnen, bedarf es einer Führungskultur, in der „Werte der Verantwortlichkeit“ definiert und in Bezug auf die psycho-soziale Gesundheit ernsthaft berücksichtigt werden.

Was ist Ihr Rat für Betroffene?
CB: Sich beraten und helfen zu lassen. So vielschichtig die Auslöser für psychische Erkrankungen sind, so empfehlenswert ist es, dass man sich im Bedarfsfall frühzeitig an Profis, z.B. auch ein spezialisiertes Früherkennungszentrum wenden sollte. Diese bieten nicht nur Führungskräften eine diskrete Anlaufstelle zur Reflexion des eigenen Wirkens und Beratung im Bereich psycho-sozialer Gesundheitsförderung und zum Stressmanagement. Für jeden Ratsuchenden und Patienten erfolgen eine individuelle und ausführliche Anamnese und eine bedarfsgerechte Diagnostik. Abgeleitete Diagnostik, medizinische Behandlungen und psychologische Therapien sollten unbedingt evidenzbasiert sein. Sie tragen damit den organischen und seelischen Aspekten einer Erkrankung ebenso Rechnung wie den Umwelt-, Arbeits- und Lebensumständen des Patienten. Dadurch werden synergetische Heilungsprozesse ermöglicht. Besonders wichtig: Die Probleme müssen umfassend und ganzheitlich betrachtet werden, anstatt die Behandlung selektiv auf nur einen bestimmen Auslöser auszurichten. Psyche und Körper müssen ins Gleichgewicht kommen und eine gesunde Basis für ein glückliches Leben und ein erfolgreiches berufliches Wirken bereiten.


Leben auf der Überholspur – Pflege von Angehörigen

von: Marketingabteilung | Datum: 29. Januar 2020

Gesund ist, wenn Sie sich rundherum wohl fühlen.

Im eigenen Körper. In der eigenen Seele. Im eigenen Leben.

baden.fm und das Sigma Zentrum in Bad Säckingen kümmern sich um Sie und Ihre Gesundheit.

Erfahren Sie wie Sie mit Körper und Seele im Einklang stehen.

Wir bringen Sie auf neue Ideen. Wir erklären Zusammenhänge und zeigen Ihnen einfache Möglichkeiten wie Sie mit Stress und Belastungen fertig werden.

Heute erhalten Sie bei baden.fm einen Gesundheitstipp in der Reihe „Leben auf der Überholspur“ von und mit Prof. Dr. Christoph Bielitz und Lisa – baden.fm. Diesmal zum Thema „Pflege von Angehörigen„.

 

 


Behandlungsmöglichkeit Reflecting Team

von: Marketingabteilung | Datum: 9. Dezember 2019

Ein besonderes Kennzeichen der Behandlung im Sigma-Zentrum ist, dass über viele verschiedene Fachbereiche hinweg Ärzte, Pflege und therapeutisches Personal eng zusammen arbeiten und in regem, intensivem Austausch miteinander stehen. Die Rückmeldungen aus den Fragebögen zur Behandlungszufriedenheiten zeigen, wie sehr dies von den zu behandelnden Menschen geschätzt wird.

Die systemische Therapie trägt diesem Umstand schon seit langem Rechnung, indem sie alle Beteiligten einer Behandlung zur aktiven Teilnahme und Auseinandersetzung einlädt. Ursprünge finden sich bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts in dem Versuch, die Vielfalt der Perspektiven mehr zu nutzen. Seit einigen Jahren integriert das Sigma-Zentrum diesen Ansatz in das eigene multimodale Behandlungskonzept, das auch systemische Sichtweisen und Interventionen berücksichtigt, durch die Anwendung des sogenannten Reflecting Teams.

Bei dieser Intervention setzt sich das ganze Behandlungsteam mit der Patientin oder dem Patienten im Kreis zusammen und reflektiert den therapeutischen Prozess. Dabei tauschen sich zunächst alle Behandler miteinander über den Patienten aus – so als wäre dieser nicht anwesend. Nach einem ersten Durchgang von circa 15 bis 20 Minuten, in denen alle Perspektiven zusammengetragen und kommentiert worden sind, hat der Patient die Möglichkeit, einige Minuten zum Gehörten Stellung zu beziehen, während alle an der Behandlung Beteiligten der Schilderung seiner Perspektive zuhören. Je nach Bedarf kann in einer dritten Runde noch ein gemeinsamer Austausch über das Gehörte stattfinden. So dauert ein Reflecting Team in der Regel ungefähr eine halbe Stunde. Aufgrund der Vielfalt der Perspektiven und Informationen hat es sich bewährt, diese Zeit als Maßstab zu nehmen, um Überforderung zu vermeiden. Im Anschluss können die verschiedenen Aspekte in den einzelnen Therapien weiter vertieft werden.

Reflecting Team als Intervention möglichst effizient zu gestalten, haben sich einige Spielregeln bewährt, die zwar selbstverständlich sind, aber doch besser erläutert werden. Umso weniger Angst die Beteiligten haben, desto besser. Zunächst soll das Gespräch vom selben Wohlwollen und derselben Wertschätzung des Menschen getragen sein, die auch in den Teamsitzungen herrschen. Das heißt nicht, dass Kritisches nicht angesprochen werden darf oder soll, sondern dass es wohlwollend und wertschätzend angesprochen wird. Zudem gilt, dass während des Reflecting Teams alle Perspektiven gleichwertig sind – vom Chefarzt zur Pflege und zwischen Behandlern und Behandelten. Umso mehr Perspektiven, desto besser. Dies entspricht dem Grundsatz der systemischen Therapie, dass es nicht nur eine Wahrheit gibt, sondern viele Wahrheiten. In diesem Sinne sollen unnötige Verstrickungen dadurch vermieden werden, dass alle Beteiligten inklusive des Patienten angehalten werden, auf Neues und Anregendes zu achten und Verschiedenartiges nebeneinander bestehen zu lassen, anstatt Ansichten anderer zu korrigieren.

Reflecting Team ist eine Intervention, die auf Beschluss des ganzen Teams stattfindet. Aufgrund des hohen damit verbundenen Aufwandes, bedarf es einer speziellen Indikation und kann nicht standardmäßig angeboten werden. Zudem ist besonders wichtig, dass der Patient einverstanden ist und die Maßnahme als zielführend erachtet. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass besonders Menschen vom Reflecting Team profitieren, die sich vor dem Austausch des Behandlungsteams fürchten, da sie z.B. aufgrund schlechter Erfahrungen erwarten, dass schlecht über sie gesprochen wird. Auch profitieren Menschen, die das Gefühl haben, ihr therapeutischer Prozess stagniert und sie kommen nicht mehr vorwärts – oder, dass sie „tausend Baustellen“ haben. Wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass diese Intervention hilfreich ist, wenn jemand mit „der Klinik“ Schwierigkeiten hat und das Gefühl hat, dass seine Perspektive nicht gesehen oder ernstgenommen wird. So können verschiedene Perspektiven zusammengeführt werden. Manchmal hilft es auch, wenn Menschen vor der Entlassung fürchten, dass sie alles Gute, das sie erfahren haben, verlieren könnten. So erfahren sie nochmal eine Stärkung.

In diesem Sinne möchten wir alle Beteiligten auffordern, die Idee des Reflecting Teams aufzugreifen und gemeinsam zu diskutieren, ob die Anwendung sinnvoll ist. Pflege, Patienten, Fachtherapeuten, Psychologen, Psychiater und diejenigen, die wir hier womöglich leider übersehen haben. Systemische Therapie heißt eben vor allem auch die Integration verschiedener Perspektiven zu einem mehr oder weniger stimmigen Gesamtbild.

Mag. phil. Benedikt Mayer

 


So wird die Weihnachtszeit stressfrei

von: Marketingabteilung | Datum: 6. Dezember 2019

Christoph Bielitz, der ärztliche Direktor des Sigma-Zentrums Bad Säckingen, erklärt, wie der Advent und Weihnachten viel entspannter sein können. Hohe Erwartungen an ein perfektes Fest schaffen demnach unnötigen Druck.

Weihnachten ist ein Fest, mit dem in vielerlei Hinsicht hohe Erwartungen verknüpft sind. Es steht sinnbildlich für familiäre Idylle, Besinnlichkeit und Ruhe. Es ist das Fest des Schenkens und Beschenktwerdens. Viele Menschen fühlen sich jedoch in dieser Zeit des Jahres besonders gestresst und empfinden die Weihnachtszeit alles andere als beschaulich. Warum ist das so, und was lässt sich dagegen tun? Wir haben mit dem ärztlichen Direktor des Sigma-Zentrums Bad Säckingen, Christoph Bielitz, gesprochen.

„Stress ist ein subjektives Empfinden. Wir machen uns oft selbst den Druck, es allen Recht zu machen und die Feierlichkeiten harmonisch gestalten zu wollen“, lautet seine These. Vor allem der „Was wäre, wenn…“-Gedanke sei bei vielen Menschen in der Vorbereitungszeit auf Weihnachten allgegenwärtig und sei laut dem Experten für viele Probleme verantwortlich: „Was ist, wenn mein Geschenk nicht gefällt?“ oder: „Was ist, wenn das Festtagsessen nicht so wird, wie ich mir das vorstelle?“ seien dabei gängige Fragen, die Menschen beschäftigten und für Stress und Verunsicherung sorgten. Das sei bis zu einem gewissen Grad durchaus normal: „Stressempfinden ist bei vielen Menschen mit größeren Ereignissen wie Geburtstagen, Weihnachten oder auch Ostern verbunden“, so Bielitz.

Gerade in der Vorweihnachtszeit häufen sich derweil Verpflichtungen und feierliche Anlässe – betrieblicher und privater Natur. „Statt die Zeit der schönen Rituale genießen zu können, wird die Adventszeit mitunter als lästig empfunden. Dabei liegt es an uns selbst, diesem Empfinden entgegenzuwirken“, erklärt Christoph Bielitz.

Wenn man sich durch die Weihnachtszeit gestresst fühle, helfe es, diese Zeit gelassener zu betrachten. Weniger Pläne, weniger Vorsätze, was alles geleistet werden muss, und generell die Erwartungen herunterschrauben – das alles könne zur Senkung des Stressempfindens beitragen.

Dabei ist es laut Bielitz vor allem wichtig, Prioritäten zu setzen. Das kann so aussehen, dass man eben nur noch drei Sorten Plätzchen statt fünf backt. Oder anstatt zig Weihnachtsbriefe zu verschicken, lasse sich heutzutage auch einfach auf E-Mails zurückgreifen. „Man sollte sich gelassener auf die Rituale vorbereiten und bewusster genießen“, rät der Experte. Machen, auf was man Lust hat, das sei die Devise der Vorweihnachtszeit.

Auch die Suche nach einem passenden Geschenk ist ein Faktor, der viele Menschen stresst. Vereinbarungen, sich keine materiellen Dinge, sondern Zeit zu schenken, seien gute Möglichkeiten, den Stress zu mindern. Allerdings müssten sich dann auch alle Parteien an eine solche Vereinbarung halten. „Ansonsten wird Verdruss erzeugt“, sagt Bielitz.

Alternativ lasse sich auch auf ein Weihnachtsfest im herkömmlichen Sinne verzichten. Stattdessen könne man verreisen oder aber das Fest anders gestalten. „Man kann sich am Abend treffen und jeder bringt eine Kleinigkeit mit und man schaut, was passiert, ohne überzogene Vorbereitung oder Erwartung. Oder aber man schenkt sich Zeit und fährt gemeinsam auf den Weihnachtsmarkt, geht gemeinsam in ein Konzert.“ Der Fantasie seien keine Grenzen gesetzt, sagt der Experte. Entscheidend ist, sich etwas zu entschleunigen und Weihnachten so zu gestalten, dass man die Zeit mit den Liebsten genießen kann, jeder aber auch Gelegenheit erhält, sich in dem Trubel etwas Zeit für sich selbst zu nehmen, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen.

Text: Daniela Seiberle
Quelle: Südkurier, 06.12.2019

 

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