Skip to main content

Behandlungsfelder

Als privates Akutkrankenhaus behandeln wir das gesamte Spektrum an psychischen und psychosomatischen Erkrankungen bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 16 Jahren. Unser Behandlungsspektrum reicht von A wie Abhängigkeitserkrankung bis Z wie Zwangsstörung.

Als Akutkrankenhaus arbeiten wir leitliniengerecht nach anerkannt evidenzbasierten Verfahren und weisen ein turnusgemäß konsequentes Qualitätsmanagement mit kontinuierlicher Ergebnisevaluation nach.

Arztgespräch

Entdecken Sie unsere Behandlungsfelder

Abhängigkeitserkrankungen (wie u. a. auch Internet- und Mediensucht) sind heute eine gesicherte Diagnose, deren Ursachen erforscht werden und deren Behandlung mit Psychotherapie und falls indiziert, mit medikamentöser Unterstützung wirksam und kostengünstig durchgeführt werden kann. Vielen Menschen gelingt dadurch eine deutliche Besserung der Lebensumstände, und ein leidvolles Schicksal mit privaten und beruflichen Problemen kann merklich gemindert werden.

Symptome

Abhängigkeitserkrankungen zeigen sich durch ein zwanghaftes Verlangen, die Droge zu konsumieren (Craving) bzw. die Unfähigkeit, darauf zu verzichten. Darüber hinaus durch Kontrollverlust über den Konsum, Toleranzbildung, Entzugserscheinungen und durch Fortsetzen des Drogenkonsums trotz bekannter negativer Folgen.

Therapie

Die Einzeltherapie umfasst verhaltenstherapeutische und psychodynamische Aspekte. Zur Förderung der Einsicht in die Problematik und deren Behandlung sieht das Konzept zudem die Teilnahme an der psychoedukativen Gruppe „Suchtprävention“ vor. Der soziale Rückzug wird thematisch in der interaktionellen Gruppentherapie aufgegriffen und bearbeitet. Um den bisher in der „Zweitwirklichkeit“ errungenen Selbstwert auch im oft frustrierenden Alltag zu fördern, können im Training selbstsicheren Verhaltens selbstwertsteigernde Verhaltensweisen in Rollenspielen geübt werden. Zudem werden durch die angepasste körperliche Aktivierung, je nach Bedarf, die Gesundheit gefördert und eine Bewältigungsressource aufgebaut. Individuellen Besonderheiten trägt die passende Zuteilung in das breite zur Verfügung stehende Spektrum aus psychoedukativem, interaktionellem und fachtherapeutischem Angebot Rechnung. Auf diese Weise wird der Patient sowohl in der Störung erkannt, anerkannt und behandelt als auch in seiner Einzigartikeit gesehen und respektiert.

Den Konzeptflyer über Internet- und Mediensucht können Sie hier oder mit Klick auf das Bild downloaden.

Titelbild des Konzeptflyers zur Internet- und Mediensucht der psychosomatischen Privatklinik Sigma-Zentrum im Südschwarzwald

Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität sind Hauptmerkmale der Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS). ADHS gehört zu den häufigsten psychischen Störungen in der Kindheit und beeinträchtigt neben der schulischen und beruflichen Leistungsfähigkeit die sozialen Kontakte. Die Störung, die sich im Kindes- und Jugendalter herausbildet, bleibt bei etwa 60 Prozent der Betroffenen bis ins Erwachsenenalter bestehen.

Symptome

Innere Unruhe, Vergesslichkeit und "Schusseligkeit" sind typische Merkmale von ADHS und Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS). Auch Symptome, wie impulsives Verhalten und unüberlegte Handlungen gehören zu dem Beschwerdebild, das sich in den unterschiedlichen Altersstufen verändert. So ist die motorische Hyperaktivität im Erwachsenenalter meist nicht mehr so ausgeprägt wie bei Kindern und Jugendlichen.

Therapie

Auch wenn sich ADHS nicht heilen lässt, ist bei ausgeprägten Störungen eine Kombination aus Medikamenten und Psychotherapie sinnvoll. Verhaltenstherapeutisch können ADHS-Patienten durch ein sogenanntes "Selbstinduktionstraining" lernen, wie sie ihre Impulsivität besser kontrollieren und Verhaltensweisen einüben, die den Alltag mit den Kollegen, der Familie oder dem Partner erleichtern. Medikamentös kommen in allen Altersgruppen in erster Linie Medikamente mit den Wirkstoffen Methylphenidat und Atomoxetin zum Einsatz.

Angst kann gesund und nützlich sein, wenn sie den Menschen vor Gefahren warnt und das Gehirn zur Hormonausschüttung für besondere Taten befähigt. Wenn es aber keinen Grund für sie gibt, macht Angst krank und führt zu Depressionen, Psychosen. Angststörungen treten zwar äußerlich grundlos auf, aber nie ohne Ursache. Sie herauszufinden, ist Aufgabe der Therapeuten.

Symptome

Meist haben die Patienten eine unklare Symptomatik. Im Gefolge von krankmachender Angst stellen sich körperliche Beschwerden wie Herz-, Magen- und Rückenschmerzen ein. Depressionen und soziale Isolation können die Reaktion auf eine lähmende, unbewältigte Angst sein. Ein Teufelskreis von weiterer Isolation, aggressivem Verhalten, weiteren Phobien und/oder Suchtneigung kann entstehen.

Therapie

Um einen individuellen Ausweg aus dem inneren Käfig zu finden, versucht der Therapeut, die Angst zu analysieren und das psycho-somatische Geflecht zu entwirren. Ziel jeder Therapie ist es, die individuellen Ressourcen zu beleben und die inneren Kräfte neu zu steuern.

Menschen, die unter einer bipolaren Erkrankung oder Psychosen leiden, erleben ein ständiges Auf und Ab der Gefühle und lässt Betroffene zwischen langanhaltenden Stimmungsextremen pendeln. Sie fühlen sich zeitweise sehr niedergeschlagen, dann aber auch euphorisch, "aufgedreht" und hyperaktiv. Auch wenn über die Ursachen der bipolaren Störung wenig bekannt ist, stehen wirksame Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Symptome

Über die Hälfte der manisch-depressiven Patienten zeigt am Beginn der Erkrankung eine depressive Phase, die dann im weiteren Verlauf in eine manische oder hypomane (leicht manische) Phase übergeht. Typische Symptome sind ein Wechsel zwischen depressiven Symptomen und Phasen übersteigerten Hochgefühls, Risikoverhalten, Größenwahn, vereinzelt auch Halluzinationen.

Therapie

In der Therapie bipolarer Störungen kommen neben der medikamentösen Therapie, die die meisten Patienten den Rest ihres Lebens begleitet, auch Verfahren der Psychotherapie sowie Wach- und Elektrokrampftherapie zum Einsatz. Dabei stehen im Vordergrund die Auseinandersetzung mit Ursachen und Auslösern der Erkrankung sowie das gezielte Einüben neuer Verhaltensweisen. Beim Abbruch der Behandlung besteht ein hohes Rückfallrisiko.

Das Borderline-Syndrom ist eine schwere Persönlichkeitsstörung, die sich durch Impulsivität und Instabilität in zwischenmenschlichen Beziehungen, starke Stimmungsschwankungen und ein gestörtes Selbstbild äußert. Bei einer solchen Störung sind bestimmte Bereiche der Gefühle, des Denkens und des Handelns beeinträchtigt, im Zwischenmenschlichen wirkt das Verhalten paradox. Die BPS (Borderline-Persönlichkeitsstörung) tritt oft zusammen mit dissoziativen Störungen, Depressionen und Selbstverletzungen auf.

Symptome

Das Leben mit der Borderline-Störung ist von Impulsivität und Instabilität gekennzeichnet. Entsprechend vielfältig sind die Borderline-Symptome. Patienten leiden unter ihrem impulsiven Verhalten und ihrer instabilen emotionalen Welt. Viele sind aggressiv und können nur schwer stabile Beziehungen aufbauen. Typisches Merkmal sind auch Schwankungen zwischen Idealisierung und Herabwertung von Mitmenschen, Angst vor Nähe und Angst verlassen zu werden. Folgen der Persönlichkeitsstörung können selbstverletzendes Verhalten und Suizidversuche sein.

Therapie

Mit Psychotherapie, insbesondere mit speziellen Formen der Verhaltenstherapie, kann die Borderline-Persönlichkeitsstörung heute gut behandelt werden. Spezielle psychodynamische Therapien wie die Übertragungsfokussierte Psychotherapie (Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) reduzieren selbst-destruktive Handlungen; sie ermöglichen das symptomorientierte Durcharbeiten eingelernter, sich wiederholender, selbstschädigender Muster im Hier und Jetzt.

Auch wenn die Ursachen vielfältig sind, stehen Burnout und Leistungsgesellschaft in einem unmittelbaren Zusammenhang: Hohe Ziele und Produktivitätsanforderungen, geringe Selbstwirksamkeit in entrückten digitalen Sphären, oftmals schwindender Rückhalt im Privatleben und Kontrollverlust über die eigene Lebensplanung machen aus uns oft Stress-Getriebene, die ihren inneren Mittelpunkt aus dem Auge verlieren. Es folgen das Gefühl, öfter und schneller „platt“ zu sein, Verhaltensveränderungen, Antriebslosigkeit, Angstzustände oder körperliches Unwohlsein. Stress versetzt den Körper in gesundheitlichen Daueralarm.

Symptome

Auch die Burnout-Symptome sind sehr vielfältig und jeder Betroffene zeigt ein individuelles Muster von Beschwerden und Symptomen. Burnout zeigt sich durch eine tiefe emotionale, körperliche und geistige Erschöpfung. Betroffene können sich oft nur schlecht konzentrieren und ihr Handeln ist entsprechend fehleranfällig. Auch psychosomatische Beschwerden können auftreten.

Therapie

Eine zielgerichtete Therapie wird individuell auf die Probleme und Persönlichkeit des Patienten abgestimmt und setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen. Wenn Techniken aus dem Bereich Stressbewältigung, Zeitmanagement und Entspannung keine Linderung bringen erweist sich Psychotherapie, insbesondere auch Verhaltenstherapie, als hilfreicher Therapieansatz. Wenn schwerere depressive Symptome auftauchen, können auch Medikamente ein wichtiger Baustein in der Therapie sein.

In einem Podcast-Interview mit einem unserer Psychologen erfahren Sie was eine Burnout-Erkrankung für eine Führungskraft bedeutet, welche Folgen diese hat und was man dagegen tun kann.

Im Gegensatz zu Gefühlen wie Erschöpfung, Mutlosigkeit und Trauer, die als Reaktion auf konkrete Probleme entstanden sind, bessert sich eine unbehandelte Depression in der Regel nicht von selbst. Betroffene leiden unter einer anhaltenden tiefen Herabgestimmtheit, aus der sie sich in der Regel nicht mehr selbst befreien können. Die Ursachen sind oft vielfältig und die Erkrankung kann völlig unabhängig von äußeren Umständen auftreten.

Symptome

Betroffene leiden unter einer anhaltenden tiefen Niedergeschlagenheit, empfinden weder Freude noch andere Gefühle und sind geistig sowie körperlich erschöpft. Hoffnungslosigkeit, innere Leere und ein Desinteresse an sozialen Kontakten verstärken das Gefühl, sodass einige den Willen zum Leben verlieren. Darüber hinaus gibt es typische Nebensymptome, wie Selbstzweifel, Schuldgefühle, Konzentrationsstörungen und Schlafstörungen.

Therapie

In der Regel werden Depressionen mit einer Psychotherapie, Medikamenten (Antidepressiva) oder einer Kombination aus beidem behandelt. Die Kombinationstherapie ist sowohl bei chronischen und wiederkehrenden Depressionen als auch bei schweren Depressionen Bestandteil des Behandlungskonzeptes. Der individuelle Therapieplan ist von der Schwere der Krankheit abhängig.

Lesen Sie unser Interview mit Prof. Bielitz zum Thema Saisonale Depression

Nicht selten werden heute Essstörungen als launisches Essverhalten verharmlost und aufgrund mangelnder Akzeptanz der psychischen Ursache als Krankheit verleugnet. Das mündet häufig in folgenreiche Chronifizierungsspiralen, die langwierige Therapien erfordern. In der medizinischen und psychotherapeutischen Versorgung kommt es vor allem auf eine frühe Intervention an, um die tieferliegenden Ursachen der Störung zu erkennen und Lösungsstrategien mit dem Patienten zu erarbeiten.

Symptome

Essstörungen zeichnen sich durch ein problematisches Essverhalten, eine negative Körperwahrnehmung sowie tiefgreifende psychische und zwischenmenschliche Probleme aus. Sie können zu schweren körperlichen Folgeschäden führen.

Therapie

Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung sind wesentlich. Manchmal ist es jedoch nicht einfach, ein vorübergehendes Diätverhalten von einer beginnenden Essstörung zu unterscheiden. Die Therapie von Essstörungen ist durch die Ambivalenz der Betroffenen und die ausgelösten Gegenübertragungsprozesse herausfordernd und erfordert die Zusammenarbeit verschiedener Behandler (z. B. Hausarzt, Psychotherapeut, Ernährungsberater, Familientherapeut). Im Therapieverlauf können – vor allem bei der Anorexia nervosa – wiederholt stationäre Behandlungsepisoden erforderlich sein.

Ein kranker älterer Mensch leidet häufig sowohl unter psychischen als auch unter körperlichen Erkrankungen. Treten Symptome wie Schlaf-, Appetit-, Antriebs- und Stimmungsstörungen auf, kann das ein Hinweis auf eine psychische Erkrankung sein, die einen ganzheitlichen bio-psycho-sozialen Behandlungsansatz erfordert. Die Gerontopsychiatrie befasst sich mit der diagnostischen Abklärung und Behandlung psychischer Erkrankungen im Alter (meist ab 65 Jahren). Die therapeutischen Maßnahmen sollten dann alle drei Aspekte gleichermaßen berücksichtigen. Die häufigsten Krankheitsbilder sind Demenzerkrankungen und leichte bis schwere depressive Störungen; Ziele der gerontopsychiatrischen Behandlung sind die Erhaltung und Steigerung der geistigen und körperlichen Fähigkeiten, die Förderung sozialer Netzwerke und die Verbesserung der Lebensqualität. Die Wahrung der Würde, des Willens, der Rechte und der Eigenverantwortlichkeit der Patienten und die damit zusammenhängende Förderung der Selbständigkeit ist uns ein zentrales Anliegen.

Schlafstörungen sind weit verbreitet und dadurch gekennzeichnet, dass über einen längeren Zeitraum eine anhaltende Abweichung von der normalen Qualität, Dauer oder Rhythmik des Schlafprozesses vorliegt. Gleichzeitig werden die Leistungsfähigkeit und das psychische Wohlbefinden am Tage spürbar beeinträchtigt.

Symptome

Schlafstörungen sind komplex und haben verschiedene Ausprägungen und können sich überschneiden. Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen, frühmorgendliches Erwachen und chronisch nicht erholsamer Schlaf sind typische Symptome der Insomnie, die zusammen mit Schlafwandeln (Form von Parasomnie) und schlafbezogener Atmungsstörungen wie Schlafapnoe auftreten können. Bei Hypersomnie zentralnervösen Ursprungs leiden die Betroffenen in erster Linie unter übermäßiger Schläfrigkeit während des Tages. Zu den verschiedenen Schlafstörungen gehören auch Schlaf-Wach-Rhythmusstörungen, Parasomnien (episodische Unterbrechungen des Schlafes durch Verhaltensweisen wie Schlafwandeln), schlafbezogene Bewegungsstörung wie das Restless-Legs-Syndrom (RLS).

Therapie

Die kognitive Verhaltenstherapie ist eine wirksame Behandlungsmöglichkeit für Schlafstörungen. Sie ist im Gegensatz zu Schlafmitteln eine kausale Therapieform, die auch die Ursache der Schlafstörung bekämpft. Im Akutfall entwickelt sie eine gute Wirkung und hat den Vorteil, dass sie auch nach Beendigung der Therapie dem Patienten weiter zu einem besseren Schlaf verhilft.

Wird eine Schlafstörung vermutet, kann während eines stationären Aufenthaltes im Sigma-Zentrum eine umfangreiche klinische und technische Untersuchung des Schlafes (Polysomnographie) durchgeführt werden. Die nötigen Geräte und Verkabelungen werden am Vorabend angebracht. Der Patient schläft damit in seinem eigenen Zimmer, die Auswertung erfolgt am folgenden Tag. Gegebenenfalls notwendige Therapien wie Schlafhygiene, medikamentöse Behandlung, Schlafrucksack oder die Vorbereitung einer Maskenbeatmung, können besprochen und auf Wunsch eingeleitet werden.

Unser Behandlungskonzept für somatoforme Störungen und die chronische Schmerzstörung verhilft vielen, teils resignierten Patienten zu mehr Kontrolle, zu signifikantem Nachlassen der Schmerzintensität und damit einhergehender zu einer Verbesserung der Lebensqualität und Lebensfreude.

Bei vielen chronischen Schmerzpatienten und Ärzten besteht auch heute noch die Vorstellung, dass Schmerz nur infolge einer Gewebsschädigung entstehen kann. Inzwischen ist es wissenschaftlich gesichert, dass insbesondere kindliche Traumatisierungen, aber auch spätere Traumatisierungen die Entstehung einer somatoformen Störung und chronischen Schmerzstörung begünstigen.

Symptome

Das Hauptmerkmal für eine somatoforme Störung sind körperliche Symptome. Diese treten oft im Herz-Kreislauf-System (Brustschmerz, Druckgefühl, Herzstechen oder Herzstolpern), im Magen-Darm-Trakt (Bauchschmerzen, Verdauungsprobleme mit Verstopfung und/oder Durchfall, Übelkeit, Völlegefühl), im urogenitalen Bereich (Schmerzen beim Wasserlassen, häufiges Wasserlassen, Unterbauchschmerzen), im Bereich der Atmung (Gefühl der Luftnot, Kurzatmigkeit) oder im Bereich der Muskeln und Gelenke (Rückenschmerzen, Schmerzen in Armen und Beinen) auf. Somatoforme Schmerzstörungen zeichnen sich dadurch aus, dass über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten chronische, starke Schmerzen ohne ausreichende körperliche Erklärung bestehen.

Therapie

Die Therapie somatoformer Störungen, insbesondere der chronischen Schmerzstörung, bedarf einer multimodalen Behandlung. Unser Behandlungskonzept beinhaltet 2 bis 3 Einzelgespräche pro Woche beim fallführenden Psychologen und darüber hinaus je eine Sitzung Körperpsychotherapie, eine Biofeedbackbehandlung pro Woche, des Weiteren die Teilnahme an einer speziell für somatoforme Störungen und chronisch Schmerzkranke konzipierten Psychoedukationsgruppe, sporttherapeutische Maßnahmen, Entspannungsverfahren und Kunsttherapie, fakultativ die Teilnahme u. a. an der Musiktherapie und der Tanz- und Bewegungstherapie.

In Zusammenarbeit mit dem Schmerzzentrum Hochrhein:
  • Akupunktur, therapeutische Lokalanästhesie, Neuraltherapie
  • Manuelle Therapie / Chirotherapie
  • Hypnose / Hypnotherapie
  • Kryoneurolysen, Denervierungen, Prolotherapie
  • Galileo Vibrationstraining
  • Cranio-Sacral-Therapie, PNF
  • Kinesiotaping und osteopathische Therapie

Den Konzeptflyer über Schmerzstörungen können Sie hier oder mit Klick auf das Bild downloaden.

Titelbild des Konzeptflyers zur Schmerzstörung der psychosomatischen Privatklinik Sigma-Zentrum im Südschwarzwald

Somatoforme Störungen sind körperliche Beschwerden, die nicht ausreichend durch somatische Ursachen erklärt werden können. Die Patienten empfinden erheblichen Leidensdruck und haben oft schon eine Odyssee von Arztbesuchen hinter sich, in der eine körperliche Ursache ausgeschlossen werden konnte, die Beschwerden aber nicht abklangen. Die Ratlosigkeit ist hoch, aber es besteht zugleich ein Widerstand, eine psychische Ursache in Betracht zu ziehen. Die Akzeptanz eines psycho-somatischen Zusammenhangs fällt allerdings sehr viel leichter, wenn man weiß, dass somatoforme Störungen zu den typischen Langzeitfolgen schwerer Traumatisierungen gehören. Die Ursache liegt dann nicht im Patienten selbst, sondern war ein Erlebnis von außen, das noch nicht ausreichend verarbeitet ist.

Symptome

Patienten klagen vorwiegend bei ihrem Hausarzt über vielfältige funktionelle Beschwerden wie z. B. Schlaflosigkeit, Albträume, Herzrasen, Rücken-, Bauch- oder Kopfschmerzen, Tinnitus, Verdauungsprobleme, Atembeschwerden, Hyperventilation, Schluckbeschwerden und Sehstörungen. Häufig werden auch pseudoneurologische Symptome angesprochen.

Therapie

Psychotherapie hilft dem Patienten zu lernen, wie er mit seinen körperlichen Beschwerden umgehen und ihren Alltag wieder besser bewältigen kann. Auch Medikamente (Psychopharmaka) können unter bestimmten Voraussetzungen helfen. Entscheidend für den behandelnden Arzt ist zunächst der Aufbau einer tragfähigen Beziehung, um den Patienten auch nach belastenden biografischen Erlebnissen  fragen zu können, wie z.B. der plötzliche Verlust eines vertrauten Menschen durch Suizid, eigene Gewalterlebnisse, Zeuge von Gewalterlebnissen, Herabwürdigungen am Arbeitsplatz, Kränkungen im Zusammenhang mit chronischer körperlicher Erkrankung (z. B. chronische Schmerzerkrankung und Fibromyalgiesyndrom) und das Mittragen schwerer körperlicher und psychiatrischer Erkrankungen von Angehörigen (z. B. Demenz, Tumorerkrankungen, Depressionen und Psychosen) etc.

Lesen Sie unser Interview mit Prof. Bielitz zum Thema Psychosomatische Erkrankungen.

Den Konzeptflyer über Somatoforme Störungen mit Schwerpunkt chronische Schmerzstörung können Sie hier oder mit Klick auf das Bild downloaden.

Titelbild des Konzeptflyers zur Schmerzstörung der psychosomatischen Privatklinik Sigma-Zentrum im Südschwarzwald

Die schonende Behandlung von Traumafolgestörungen ist ein Schwerpunkt unserer stationären Behandlung, insbesondere für

  • posttraumatische Belastungsstörung im weitesten Sinne
  • komplexe posttraumatische Belastungsstörung
  • traumainduzierte
    • Angststörungen
    • Depressionen
    • Somatisierungsstörungen
    • chronische Schmerzstörungen
  • Traumafolgestörungen
    • nach körperlichen Erkrankungen und medizinischen Eingriffen
    • nach lebensbedrohlichen Erkrankungen, intensivmedizinischen Behandlungen oder Eingriffen im Zusammenhang mit Hilflosigkeitserleben
  • traumatisierte Angehörige lebensbedrohlich und chronisch Erkrankter

Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

Wenn ein Mensch etwas erlebt, das seine Anpassungs- und Bewältigungsstrategien überfordert, wird automatisch sein Stresssystem aktiviert. Stressreaktionen sind ein genetisch verankertes, überlebensnotwendiges und automatisiertes Reaktions- und Verhaltensprogramm, das mit körperlichen Symptomen verbunden ist.

Symptome

Charakteristisch für die Entwicklung eines Posttraumatischen Belastungssyndroms ist u. a. der Umstand, dass die psychische Anspannung des Menschen nach Stunden oder Tagen nicht nachlässt, da die Person nicht in der Lage ist, das Erlebte psychisch zu verarbeiten. In Folge dessen kann es nicht in die Erfahrungswelt integriert werden und in das Langzeitgedächtnis übergehen. Es wird nicht zur Erinnerung. Bei einer „Posttraumatischen Belastungsstörung“ (PTBS) dauern die seelischen Schmerzen an – oft über Jahre und Jahrzehnte – und ziehen massive, zum Teil auch akute Symptome nach sich wie z. B. Unfähigkeit, Reize zu verarbeiten, Desorientierung in bestimmten Situationen (Dissoziation), Rückzug, innere und äußere Unruhe.

Therapie

Bei der Behandlung von Traumafolgestörungen geht es darum, dass die betroffene Person darin unterstützt wird, das traumatische Geschehen zu verarbeiten, damit es integriert werden kann und somit zur Erinnerung wird. Das Sigma-Zentrum Bad Säckingen hat dazu ein mehrstufiges Behandlungskonzept entwickelt, bei dem die Traumabehandlung so dosiert wird, dass die psychische Verarbeitungsfähigkeit des Patienten nicht überschritten wird. Zur Traumabearbeitung kommen spezielle traumaspezifische Techniken zum Einsatz. Dabei legen wir Wert auf eine schonende Behandlung, welche vielen, teils über Jahre leidenden Patienten neue Hoffnung und sinnvolle Lebensperspektiven eröffnen kann.

Behandlungskonzept

Unser Behandlungskonzept beinhaltet zwei bis drei 50-minütige Einzelgespräche pro Woche beim fallführenden Therapeuten und darüber hinaus:

  • wöchentlich eine Sitzung Körperpsychotherapie
  • die Teilnahme an der speziellen Stabilisierungsgruppe
  • fakultativ die Teilnahme an

Traumabearbeitung

Zur Traumabearbeitung kommen folgende traumaspezifische Techniken zum Einsatz:

  • Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) (modifiziert nach F. Shapiro)
  • Constant Installation of Present Orientation and Safety (CIPOS)
  • Narrative Expositionstherapie (NET)
  • Imagery Rescripting & Reprocessing Therapy (IRRT) (modifiziert nach M. Smucker)
  • Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie (PITT) (modifiziert nach Luise Reddemann)
  • Symbolarbeit (modifiziert nach M. & G. Wollschläger)
  • Somatic Experiencing®

Traumasprechstunde

Möglicherweise haben Sie in Ihrer Vergangenheit ein sehr verstörendes Erlebnis gehabt, welches sich in Ihrer Erinnerung und in Ihrem Empfinden verankert hat – und welches Ihr Erleben der Gegenwart immer wieder beherrscht. Dann leiden Sie möglicherweise unter einer Traumafolgestörung. Durch die seelische Belastung können auch körperliche Erkrankungen auftreten. Immer stärker beobachten wir im System Psyche-Körper-Psyche auch eine etwas variierte Ursachenkette: Lebensbedrohliche Erkrankungen, wie etwa Krebs oder Herzinfarkt und die hiermit verbundenen medizinischen Eingriffe, können seelische Traumen verursachen.

Eine telefonische Trauma-Sprechstunde bietet die Psychotraumatologin Frau Dr. med. Maria Geisler
jeden Donnerstag von 16:30 bis 18:00 Uhr an

(Tel. für Patienten: +49 7761 5566-0; Tel. für einweisende Ärzte: +49 7761 5566-300).
Ihre Fragen können Sie gerne auch per E-Mail senden.

Den Konzeptflyer über Traumafolgestörungen können Sie hier oder mit Klick auf das Bild downloaden.

Titelbild des Konzeptflyers zur Traumastörung der psychosomatischen Privatklinik Sigma-Zentrum im Südschwarzwald

Betroffene können durch ihre Störung im wahrsten Sinne des Wortes „gezwungen“ sein, bis zu hundert Mal am Tag Herdplatten, Türschlösser, Gashähne oder Aschenbecher zu kontrollieren. Manche verbringen Stunden damit, Gegenstände wie Bücher, Kleidung oder Nahrungsmittel nach genauen Regeln präzise anzuordnen. Diese Handlungen zu unterlassen, bedeutet für einen Betroffenen, unerträgliche Angstzustände aushalten zu müssen. Denn die Definition eines Zwangs ist – im Gegensatz zu beispielsweise wahnhaftem Verhalten – dass der Betroffene die Zwänge selbst als unsinnig und unangenehm erlebt, ihnen aber nicht widerstehen kann. Das macht diesen Zustand umso qualvoller.

Symptome

Bei einer Zwangsstörung führen Betroffene zwanghaft immer wieder die gleichen Rituale aus oder werden von beunruhigenden Gedanken geplagt, denen sie nicht entkommen können. Sie erkennen zwar, dass ihre Handlungen und Ängste irrational sind, können aber ihr Denken und Handeln nicht in den Griff bekommen. Unruhe und Ängste steigen in ihnen auf, sobald sie versuchen, diese abzustellen. Dem zunehmenden inneren Druck können sie auf Dauer nicht standhalten.

Therapie

Sogenannte Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) sind im eigentlichen Sinne Antidepressiva, entfalten aber durch ihren Einfluss auf hirneigene Botenstoffe auch eine Wirkung gegen Zwänge. Eine Kombination aus Psychotherapie und medikamentöser Behandlung ist darauf ausgerichtet, dass Menschen ihren eigenen Weg wiederfinden, den sie mit ihren eigenen Füßen gehen. Auf die Bewältigung einer Zwangsstörung übertragen, bedeutet dies die Rückeroberung eines wichtigen Stücks eigener Freiheit.