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Privates Fachklinikum für interdisziplinäre Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin
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Das Mobile unseres Lebens

Dieser Therapieansatz kennzeichnet mehr als einen einzelnen Behandlungsmodus. Im Σ Sigma-Zentrum verstehen wir unser Leben generell und alles, was wir tun, als miteinander verwoben. Unser ganzheitlicher Behandlungsansatz lebt von den gegenseitigen Impulsen in der Zusammenarbeit mit Ihnen, als unseren Patienten und in der interprofessionellen Kooperation zwischen Ärzten, Therapeuten und Pflegenden. Folgerichtig stehen sämtliche Interventionen medizinisch-therapeutischer Natur ebenfalls in einer stetigen Wechselbeziehung. Die Querverweise innerhalb unserer Vorstellung sind nur ein Ausdruck dieses systemischen Geschehens.

Im systemischen Verständnis unseres Seins sind wir als Individuen, mit unseren Gedanken und unseren Handlungen, miteinander verbunden, in der Gegenwart und in unseren Traditionen. Unsere Erziehung, die familiäre Atmosphäre, die Religion, die Kultur unseres Landes und des Landstrichs, in dem wir aufwuchsen, beeinflussen unsere Werte: ob wir beispielsweise eher nach Sicherheit streben oder ob uns die Freiheit das wichtigste ist, auch für den Preis der Ungewissheit. Unser gegenwärtiges Umfeld, unsere Familie, unsere Kollegen am Arbeitsplatz oder unsere Geschäftspartner, unsere Freunde und Bekannte – sie alle verhalten sich zu uns und wir uns zu ihnen. Und jedes Verhalten löst eine Reaktion aus. Unser Leben gleicht einem Mobile, einer stetigen Bewegung, von der wir ein Teil sind, in der wir Impulse setzen.

Manche unserer Beziehungen sind durch Distanz geprägt oder Ablehnung, andere durch Nähe, durch Liebe, durch Vertrauen. Manchmal haben wir innerlich wichtige Beziehungen zu Menschen, die schon gestorben sind, oder wir trauern einer Beziehung hinterher, die es so nicht mehr gibt. Im systemtherapeutischen Ansatz schauen wir auf diese Faktoren, Beziehungen und Konstellationen in Ihrem Leben. Manche psychischen Erkrankungen manifestieren sich speziell in der Beziehung zu einem anderen Menschen, als Abhängigkeit etwa, weil wir uns nicht in gesundem Maße abgrenzen können. Oder wir wünschen uns Nähe, können sie aber zugleich nicht ertragen. Oder wir haben in einer bestimmten Phase unseres Lebens Verhaltensmuster erlernt, die damals hilfreich waren, heute aber nicht mehr passen, im Gegenteil neue Probleme hervorrufen.

Eine körperliche Erkrankung kann ein Warnsignal sein für verborgene, seelische Konflikte, denn auch unser Körper, unsere Psyche und unsere verstandesmäßige Verarbeitung von Geschehenem stehen in einer stetigen Wechselbeziehung. Im Σ Sigma-Zentrum arbeiten und leben wir in dieser Spanne der Zeit, die Sie bei uns sind, im bio-psycho-sozialen Kontext mit Ihnen. Wir arbeiten mit Systemaufstellungen, Partnerschaftsgruppen, Paar- und Familiengesprächen. Sofern dies angeraten ist, binden wir auch Gespräche mit Vorgesetzten und Arbeitgebern in die therapeutische Intervention ein. Eine Systemaufstellung macht Bezüge deutlich zwischen Ihnen und Ihrem Umfeld. Dies kann die Familie, der Freundes- und Kollegenkreis sein. Für die anderen Akteure im Aufstellungsgeschehen (Systemaufstellung) können Mitpatienten die Rollen von bestimmten Bezugspersonen übernehmen oder wir arbeiten mit Gegenständen.
In diesem Übertragungsgeschehen können Verläufe deutlich werden, die Sie so zuvor nicht gesehen und nicht verstanden haben. Die Pionierin der systemischen Familientherapie, Virginia Satir (1916 – 1988), hat die tiefe, die wirkliche Begegnung zwischen Menschen, die ein Verstehen erst ermöglicht, als Geschenk bezeichnet: „Ich glaube, das größte Geschenk, das ich von jemanden bekommen kann, ist, dass er mich sieht, mir zuhört, mich versteht und mich berührt. Das größte Geschenk, das ich einem anderen Menschen machen kann, ist, ihn zu sehen, ihn zu hören, ihn zu verstehen und ihn zu berühren. Wenn dies gelingt, habe ich das Gefühl, das wir uns wirklich begegnet sind.“