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Privates Fachklinikum für interdisziplinäre Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin
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Ihrer Vergangenheit und dem Bogen zum Jetzt auf der Spur

Möglicherweise haben Sie etwas Ähnliches schon einmal erlebt? Sie sitzen in einer fröhlichen Runde mit anderen zusammen, kleine Scherze fliegen hin- und her. Irgendjemand erzählt einen Witz über einen ungeschickten Menschen und Sie spüren, wie sich alles in Ihnen zusammenkrampft, Ihre gute Stimmung ist mit einem Schlag verschwunden. Sie drängen sich so rasch wie möglich aus der Runde heraus, damit keiner etwas bemerkt. Vergebens, der Bruch in der Stimmung ist schon aufgefallen, verlegenes Tuscheln: „Was ist bloß mit ihm (oder ihr) los?“

Dies ist nur ein Szenario für das Aufbrechen innerer Konflikte, deren Ursache Ihnen selbst nicht bewusst sein muss, die Sie verdrängt haben. In unserer kleinen Geschichte muss niemand aus dieser Runde auch nur im Mindesten auf Sie angespielt haben. In Ihnen aber hat sich so vieles angestaut, Kränkungen, seelische Übergriffe – vielleicht in Ihrer Kindheit und Jugend. Und Sie „wittern“ nun in jeder Situation, die Ihnen ähnlich zu sein scheint wie früheres Erleben, die Zurückweisung; Sie reagieren auf die Vergangenheit, nicht auf das aktuelle Geschehen. Ihre Mitmenschen sind verwirrt, irritiert, dann auch ärgerlich, und Sie geraten zunehmend ins Abseits. Hier hat sich eine Dynamik entwickelt, die sich verselbständigt – und die Sie nur stoppen können, wenn Sie der Ursache Ihres Empfindens und Verhaltens auf die Spur kommen.

In den psychodynamischen Psychotherapien (tiefenpsychologisch fundierte und analytische Psychotherapien / Psychologien) behandeln wir solche dem Verhalten zugrundeliegenden Dynamiken. Hier wird der Gegensatz zur Verhaltenstherapie deutlich, im Rahmen derer wir an den Symptomen ansetzen und ein anderes Verhalten trainieren. Die psychodynamischen Psychotherapien bezeichnen die Psychoanalyse und alle aus ihr hervorgegangenen Behandlungsverfahren. Gemeinsam ist diesen Therapieformen die Grundannahme unbewusster Prozesse, die Bedeutung der Kindheit und die Beziehung zu elterlichen Objekten bzw. der Vorstellung derselben in der Erinnerung. Die Beziehung als Grundpfeiler menschlicher Entwicklungen deckt sich mit den Erkenntnissen moderner Hirnforschung.

Im Vergleich mit der Psychoanalyse und analytischen Psychologie, die die Vergangenheit mehr betonen, („Deutung“) fokussieren die tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapien eher die Erklärungen von inneren Konflikten, die das Denken und Tun eines Menschen in der Gegenwart steuern („Arbeit im Hier und Jetzt“).

Grundsätzlich finden Konflikte in der Gegenwart und in der Lebensgeschichte in allen psychodynamischen Behandlungsverfahren Aufmerksamkeit. Nur die Fokussierung dieser ist allen Behandlungen verschieden. Psychodynamische Therapien finden sowohl im Einzel- wie auch im Gruppensetting statt.

Es geht immer um die Einsicht, dass unsere Psyche in gewisser Weise ein „Eigenleben“ führt, dass wir bei einem tieferen Verständnis unserer selbst eine größere Freiheit und Bewusstheit im Umgang mit uns selbst und anderen gewinnen. Zugleich spielt die therapeutische Beziehung in tiefenpsychologisch fundierten und analytischen Therapien eine zentrale Rolle, da sich in ihr unbewusste Konflikte und Vertrauen zur therapeutischen Erkenntnis verbinden, lässt sich Heilung optimal ermöglichen. Auch deshalb vertreten wir im Σ Sigma-Zentrum die Meinung, dass sich die individuelle Beziehung zum Einzeltherapeuten nicht vollständig durch Gruppenangebote ersetzen lässt. Empirische Studien weisen auf die  besondere Bedeutung der Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Therapeuten für den Erfolg der Intervention hin.