Diese Seite verwendet Cookies, um Ihnen ein optimales Webseiten-Erlebnis zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung.

Akut-Telefon für Patienten:

+49 (0)7761 / 5566-0

Für Ärzte:

+49 (0)7761 / 5566-300

Rückruf anfordern:

Gerne können Sie einen Rückruf anfordern. Geben Sie hier einfach Ihre Rufnummer ein und optional Ihren Namen.




Danke - wir werden uns bei Ihnen telefonisch melden
 
 
 
 
 
Privates Fachklinikum für interdisziplinäre Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin
Home » Gäste Forum für Patienten » Therapien » Körpertherapie und Körperpsychotherapie

Körper, Geist und Seele sind ein Dreiklang.

Körper, Geist und Seele werden oft als untrennbare Einheit beschworen, aber in ihrer tiefen inneren Wahrheit und unter dem Druck alltäglicher Erfordernisse jedoch nicht selten vernachlässigt. Sehr schön drückt dies der Schriftsteller und Fotograf Ulrich Schaffer (* 1942) aus: „»Geh Du voran«, sagt die Seele zum Körper, »auf mich hört er nicht«. „Ich werde krank werden, dann wird er Zeit für Dich haben, sagt der Körper zur Seele.«“.
Seelische Krisen, körperliche Erkrankungen und Ihre gewachsene Persönlichkeit mit Ihren Erfahrungen, Erkenntnissen und Deutungen sind untrennbar miteinander verwoben. In den psychotherapeutisch fundierten Körpertherapien im  Σ Sigma-Zentrum binden wir die elementaren Grundbedürfnisse des Menschen und seines Körpers, funktionale wie seelisch-emotionale, ein. Bewegung, Ausdruck und Berührung,  sinnhaft Erlebtes und innerlich Gefühltes erleben Sie in diesen Therapien als ein Gesamtes, das eine bezieht sich auf das andere. Ihr Selbst-Bild erfährt eine neue, eine umfassendere Dimension. Sie erleben im tiefen Sinne, über welche Ressourcen Sie verfügen. Die verschiedenen Körpertherapien werden in Einzel- sowie Gruppensitzungen angeboten.

Tanztherapie:

Tanztherapie Sigma-ZentrumTanz und Bewegung lassen Sie den Raum neu erleben; im tiefen Sinne werden Sie zu „raumgreifendem“ Handeln motiviert. Dabei ist die Tanztherapie eine bewegungsorientierte und künstlerische Therapieform, die Wege zu einem befreienden Selbstausdruck und einem tieferen Selbstverständnis aufzeigt, um Sie in Ihrer speziellen Lebenssituation zu unterstützen und zu stärken. Ziel ist die eigenverantwortliche und kreative Auseinandersetzung mit sich selbst und der Umwelt. Dem liegt auch ein ganzheitliches Menschenbild zugrunde: Über die eigene, individuelle Erfahrung im Tanz werden Sie nicht nur in Ihrem körperlichen, sondern auch in ihrem emotionalen, seelischen und geistigen Erleben angesprochen. Auch die verstandesmäßige Verarbeitung des Tanzerlebens hat ihren Stellenwert; nämlich durch verbale Rückmeldungen und aufarbeitende Gespräche innerhalb der verschiedenen Tanzprozesse.

Elemente innerhalb der Tanztherapie sind:

  • Sensibilisierung für die körperlichen Signale und Ausdrucksmittel, um zu größerem Selbstvertrauen und mehr Selbstsicherheit im Umgang mit sich und der Umwelt zu gelangen
  • Erweitern der Bewegungs- und Ausdrucksmöglichkeiten
  • Arbeiten an der Wahrnehmungsfähigkeit
  • Stärkung der Achtsamkeit gegenüber eigener Befindlichkeit und Bedürfnisse
  • Entwickeln von Kreativität und der Fähigkeit, Gefühle mit und über den Körper auszudrücken
  • Erarbeiten oder Stärken der Kontaktfähigkeit
  • Raum geben um Freude an der eigenen Bewegung und der Musik zu erleben

Sie haben die Möglichkeit, Tanztherapie innerhalb einer Gruppe oder in Einzelarbeit zu erleben.

Schwertarbeit:

G3.9a TextIm Mittelpunkt der Schwertarbeit stehen einfache Übungen mit einem Holzschwert bzw. Bambusschwert. Dies ist kombiniert mit Elementen aus der Körperarbeit (Atem, Haltung, Zentrierung, und Wahrnehmungsschulung etc.) und fördert Qualitäten wie Klarheit, Konzentration auf das Wesentliche, Entschlossenheit und die Fähigkeit, „nein“ zu sagen und für sich einzustehen. Sie bieten wertvolle Hilfen dabei, zu mehr Selbstbewusstsein zu finden, mit Aggression und mit Ängsten umzugehen, sich auf die eigene Mitte zu besinnen und besser bei sich zu bleiben.

Eskrima:

Ursprünglich handelt es sich es hier um eine philippinische Stockkampfkunst. Im therapeutischen Kontext arbeiten wir mit einer abgewandelten Form. Mit zwei ca. 80 cm langen Rattanstöcken werden verschiedene Bewegungs- bzw. Schlag-Abfolgen ausgeführt. Die Bewegungen sind direkt und kontrolliert. Durch das Zusammenspiel mit dem Partner entstehen rhythmische Sequenzen — ein „Tanz“ der Partner und Stöcke. Wir verbinden die Abfolgen und Stocktechniken mit verschiedenen Rhythmen und Schrittfolgen.

In der therapeutischen Arbeit von Eskrima nutzen wir die Klarheit der Bewegungsabfolgen mit den Stöcken, um selbst in die Klarheit zu kommen: direkt und zielgerichtet zu sein, fest auf dem Boden zu stehen und präsent zu sein. Die Arbeit mit den Stöcken ermöglicht und unterstützt Erdung, Zentrierung und Aufrichtung im Körper. Sie schult Koordination und Konzentrationsvermögen. Durch das Gegenüber des Partners erkenne ich meine eigenen Grenzen besser und kann mit den Themen Kontakt und Abgrenzung „spielen“.

Begleitend zur Stockarbeit helfen Atem- und Stimmarbeit, sich selbst zu spüren, sich auszudrücken und hörbar zu machen. Immer wieder geht es darum die eigene Kraft zu spüren (äußerlich und innerlich), zu sich zu stehen, um daraus  Vertrauen und Sicherheit in sich selbst (wieder) zu finden. Da zu sein, aufgerichtet und fest auf dem Boden zu stehen, gibt Kraft und macht Freude!

Meditation:

Meditation Sigma-ZentrumDas bewusste Wahrnehmen Ihres Atmens, die Konzentration auf das Ein- und Ausatmen sind Bestandteil meditativer Übungen zur Achtsamkeit und beeinflussen Verarbeitungsprozesse im Gehirn nachweislich. Indem Sie Ihre gesamte Aufmerksamkeit, Ihr Denken und Fühlen auf etwas Bestimmtes lenken, kurbeln Sie in Ihrem Gehirn die Aktivierung der zerebralen Nervenzellen an.

Berührung:

Therapie im Sigma-ZentrumMenschen, die beispielsweise einen Missbrauch erlitten haben oder andere Formen körperlicher Gewalt, empfinden oft jede Berührung als bedrohlich; sie haben das Empfinden für den eigenen Körper verloren, dieses Bewusstsein abgespalten, um sich vor erneuter Verletzung zu schützen. In speziellen Körpertherapien lernen Sie, Berührungen wieder zu tolerieren, in einer Atmosphäre von Behutsamkeit und größter Achtung voreinander. In diesem vorsichtigen Prozess ist ein schrittweises Zurückgewinnen eines natürlichen Körperempfindens möglich: eine maßgebliche Komponente Ihres Selbst und Ihrer Beziehungen zu anderen.

Entspannungsverfahren:

Sigma-Zentrum SchwimmbadIhr Körper hilft Ihnen: Sie kennen es kaum mehr anders? Die Nervosität, das stetige angespannt Sein? Geistig und körperlich? Ihre Gedanken flattern umher wie Vögel in einem Käfig? Körperlich quält Sie der  Schmerz durch eine Krankheit, Ihr Herz beginnt bei der geringsten Aufregung zu rasen, Ihr Blutdruck ist zu hoch und Ihre  Muskulatur verkrampft?

Entspannungsverfahren können dazu beitragen, dass Sie sich erstmals nach womöglich langer Zeit  wieder bewusster wahrnehmen: Ihren Körper als einen Teil Ihres Selbst spüren, schmerzfrei und tröstlich und Ihre Gedanken zur Ruhe kommen. Die Herzfrequenz senkt sich, der Blutdruck normalisiert sich. Auch bei Schlafstörungen können Entspannungsverfahren sehr hilfreich sein.
Im Σ Sigma-Zentrum arbeiten wir mit Progressiver Muskelrelaxation nach Jacobson, Body-Scan und autogenem Training. Im Einzelgespräch mit Ihrem behandelnden Psychotherapeuten wählen Sie individuell das für Sie angemessene Verfahren aus.