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Privates Fachklinikum für interdisziplinäre Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin
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Beispiele Psychosomatischer Erkrankungen

Seelische Krisen

Seelische Krisen und chronisch belastende Gefühle können zu zahlreichen weiteren psychosomatischen Beschwerden wie genannt führen. Die Auswirkungen sind auf den gesamten Organismus ausgerichtet und werden deshalb nicht alle aufgeführt.

 

Somatoformer Schmerz Sigma-ZentrumSomatoforme  Schmerzstörung

Bei einer somatoformen  Schmerzstörung handelt es sich um eine Form der somatoformen Störung, die sich durch einen subjektiv empfundenen, mindestens 6 Monate andauernden, intensiven und quälenden Schmerz in einem Körperteil, der nicht ausreichend durch eine körperliche Störung oder ein physiologisches Geschehen erklärt werden kann, äußert. Das Auftreten dieses Schmerzes ist gekoppelt mit schwerwiegenden emotionalen und/oder psychosozialen Belastungen beziehungsweise Konflikten oder Traumatisierungen, die in einem entscheidenden ursächlichen Zusammenhang zu dessen Genese stehen. Verstärkte  persönliche Zuwendung und medizinische Betreuung folgen daraus als möglicher Krankheitsgewinn. Verglichen mit Somatisierungsstörungen zeigen sich diese Schmerzen als anhaltend und im Fokus der Aufmerksamkeit des Betroffenen stehend. Differentialdiagnostisch besteht bei Schmerzsyndromen die Schwierigkeit im Hinblick auf die Trennung histrionischer Verarbeitung organisch bedingter körperlicher Schmerzen. Siehe auch Traumasprechstunde und -therapie sowie Beitrag „Psyche und unklarer Schmerz“ im Sigma-Downloadbereich.

 

Tanztherapie Sigma-ZentrumDissoziative Störung    

Dissoziative Störungen der Bewegung: Verlust oder Veränderung von Bewegungsfunktionen ohne körperliche Ursache, oftmals erklärbar als Ausdruck eines intrapsychischen Konfliktes – beispielsweise auftretend als psychogene Lähmung, Koordinationsstörungen, Tremor, Myoklonie (Muskelzuckungen).

 

Behandlung Depression Sigma-ZentrumLarvierte Depression

Eine latente oder larvierte Depression ergreift den ganzen Körper – auch den Stoffwechsel und den Bewegungsapparat. Es kommt zur Inaktivität bzw. Schmerzsyndromen. Die Schmerzsymptomatik führt zu Bewegungsmangel, sozialem Rückzug, z.B. auch zur Verstärkung von Rauchgewohnheiten und Fehlernährung.
Zum Arzt kommt der Patient seiner somatischer Beschwerden wegen, da die Depression als solche gar nicht erkannt hat: Es handelt sich also um kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern um eine Diagnose, die eigentlich nur im Rückblick gestellt werden kann.  In neurobiologischen Untersuchungen konnte der Nachweis erbracht werden, dass somatische Symptome mit Hirnfunktionsstörungen korrelieren, die auch für die Depression verantwortlich sind. So konnte in MRT-Untersuchungen gezeigt werden, dass psychischer und emotionaler Schmerz zu einer Aktivierung der gleichen Regionen wie physische Schmerzreize führen.
Untersuchungen der Stressachse dokumentieren sowohl bei der Depression, als auch bei Schmerzen eine  neuroendokrine Dysregulation der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse mit Überproduktion des Corticotropin freisetzenden Hormons (CRH), was die Parallelität funktioneller Veränderungen in der Depression und bei Schmerzzuständen belegt. Des Weiteren ist bekannt, dass der Mangel an den Monoaminen Serotonin und Noradrenalin in den absteigenden, inhibitorischen Schmerzbahnen eine wesentliche Rolle spielt und für die Entstehung von somatischen Beschwerden in der Depression von Bedeutung sind.
Begleitsymptome (Komorbide Symptome) einer larvierten Depression sind vielfältig: Beschwerden von Seiten des Urogenitaltrakts: Brennen beim Wasserlassen, schmerzhafter Harn- und Stuhldrang, funktionelle Prostata-Beschwerden (Prostatopathie), Stotterblase, bei Frauen auch Fluor genitalis, Oberbauchbeschwerden, Blähungen und kolikartige Leibbeschwerden, Magendruck bzw. Völlegefühl, Verstopfung.

 

Schwächung ImmunsystemSchwächung Immunsystem

Negative Gefühle wie Angst und Ärger schwächen auf Dauer das Immunsystem und unsere Abwehrkräfte enorm. Das Risiko, an Infektionskrankheiten wie an einer Grippe zu erkranken, ist um ein Vielfaches höher, Wunden heilen schlechter und langsamer.

 

Schlafstörungen im Sigma-Zentrum behandelnGestörter Schlaf

Schlafmangel ist häufig, wenn Schmerz  entsteht. Die Schlaflosigkeit beeinflusst den Tag und die Leistungsfähigkeit. Depressionen oder Unfälle (Ermüdung) werden möglich. Die Schlafstörungen selbst sind verschieden: Nicht einschlafen können, häufiges Kurzerwachen, langes nächtliches Wachliegen, unruhiger, flacher Schlaf, lautes unregelmäßiges Schnarchen, Bewegungsunruhe meist im Bereich der Beine, Früherwachen am Morgen, Gedankenkreisen mit Problemgrübeln oder Planungsgedanken. Dazu kommen dann noch Ärger und Verzweiflung über den gestörten Schlaf.
In den letzten Jahrzehnten hat man entdeckt, dass beim Schlafen unser Gehirn auf eine ganz besondere Weise aktiv ist. Unser Gehirn mit seinen ca. 100 Milliarden Nervenzellen sendet rund um die Uhr Impulse aus, produziert Wirkstoffe, verschlüsselt und speichert Daten. Das Gehirn profitiert am meisten von einem guten Schlaf. Dies wird daran deutlich, dass das Leistungsvermögen unseres Gehirns kontinuierlich abnimmt, wenn wir über längere Zeit zu wenig schlafen. Erste Anzeichen dafür sind, dass wir uns nur schwer konzentrieren können, es uns an Aufmerksamkeit mangelt und es uns schwer fällt, koordinierte Bewegungen wie etwa das Autofahren auszuführen. Wir werden gereizt und leiden unter einer fast schon qualvollen Müdigkeit. Siehe auch Beitrag „Psyche und Schlaf“ im Sigma-Downloadbereich.

 

Schlafmedizin Sigma-ZentrumSchlafapnoe

10 – 30 % der Erwachsenen schnarchen im Schlaf. In den meisten Fällen ist das nicht gefährlich. Atempausen während des Schlafes sind jedoch Hinweis auf ein Schlafapnoesyndrom, an dem alleine in Deutschland bis zu 3 Millionen Menschen leiden. Häufigste Form ist die sogenannte „obstruktive Schlafapnoe“. Weil die Rachenmuskeln zu stark erschlaffen und keine Luft mehr durchlassen, kommt es während des Schlafes immer wieder zu Atempausen. Bis zu 2 Min. dauern diese Atemaussetzer, bevor der Schläfer mit einem oft explosionsartigen Schnarchgeräusch nach Luft ringt und weiteratmet. In schweren Fällen können sich diese Atempausen Nacht für Nacht hunderte Male wiederholen. Kein Wunder, dass die so um ihren Tiefschlaf gebrachten Patienten tagsüber wie gerädert sind und nicht selten bei jeder Gelegenheit einnicken. Am häufigsten tritt die Schlafapnoe im Alter zwischen 30 und 60 Jahren auf.

Entscheidende Hinweise auf ein Schlafapnoesyndrom liefert bereits das Gespräch mit dem Patienten und dessen Angehörigen. Erhärtet sich dabei der Verdacht auf eine Schlafapnoe, ist der nächste Schritt eine Schlaflaboruntersuchung. Dabei verbringen die Patienten mindestens eine komplett „verkabelte“ Nacht: Elektroden messen EKG und Blutdruck, registrieren die Gehirnströme, überwachen Augen und Beinbewegungen, gemessen wird der Sauerstoffgehalt des Blutes und jedes Schnarchgeräusch sowie jede Atempause werden genauestens aufgezeichnet. Siehe auch Beitrag „Psyche und Schlaf“ im Sigma-Downloadbereich.

 

Atemnot psychischer StressLunge: Atemnot

Bei starkem Stress, Depressionen oder bei Trauer atmen wir eher flach. Die Lunge wird weniger mit Sauerstoff versorgt und kann weniger Sauerstoff an den Organismus abgeben. Dadurch steigt die Infektionsgefahr. Bei Trauernden sind Lungenentzündungen fünfmal häufiger als bei seelisch ausgeglichenen Menschen.


Koronare Herzkrankheit und SomatisierungsstörungStress macht krank - Sigma-Zentrum behandelt

Ca. 30 % aller Patienten entwickeln nach dem Herzinfarkt Somatisieruns­störungen und Schmerzsyndrome.  Der Herzinfarkt wird als „Selbstinfarkt“ erlebt. Häufig werden Arzttermine vermieden und die empfohlene Medikation nicht eingenommen. Hierdurch sowie durch biologische Veränderungen im Stoffwechsel erhöht sich das Risiko, im Folgejahr einen Reinfarkt zu entwickeln auf das 2-4-fache.
Auch das Infarktrisiko erhöht sich um ein Vielfaches. (Die Sterblichkeit an einem Herzinfarkt erhöht sich durch die Depression um das 4-5 fache.). Je schwerer die Somatisierungsstörungen, desto schlechter ist die Prognose der koronaren Herzkrankheit.  Emotionale Belastungen, Unzufriedenheit im Beruf und in der Partnerschaft, Angst und dauerhafter Stress erhöhen das Risiko eines Herzinfarktes – und zwar mehr als die klassischen Risikofaktoren wie Rauchen oder ein hoher Blutdruck. Siehe auch Beitrag „Psyche und Herz“ im Sigma-Downloadbereich.

 

Haarprobleme aus psychische FolgeHaarprobleme

Die Ursache für das Ergrauen liegt in einem Mineralienmangel der Haare und des Haarbodens, der viele Ursachen haben kann: altersbedingtes Nachlassen der Nährstoffzufuhr, ernährungsbedingt durch Übersäuerung oder Mangel und schließlich auch psychisch: angstbedingt bzw. stressbedingt lässt die Versorgung mit Mineralien (in dramatischen Fällen teilweise sehr rasch) nach, so dass wir Haare verlieren oder die Haare sich weiß verfärben.

Haut­verschlechterung und -krankheitenHaut als Spiegel der Seele

Bei Stress verlangsamt sich der Stoffwechsel und der Körper entgiftet schlechter. So entstehen freie Radikale, welche die Zellen angreifen und die natürliche Schutzschicht und Regeneration schwächen. Die Haut altert schneller und Hautunreinheiten häufen sich. Die Physiognomie erscheint gestresst.

 

MagenbeschwerdenDie Psyche schlägt auf den Magen Sigma-Zentrum

Unterdrückte Gefühle, Ärger und Angst sind nur schwer zu verdauen. Bei Stress und Ärger verkrampft sich der Magen und es wird mehr Magensäure ausgeschüttet. Dies führt zu Sodbrennen und kann zu Magengeschwüren, Blähungen, Übelkeit und Krämpfen führen. Viele Menschen leiden unter einem Reizmagen bzw. Reizdarm. Hier spielt die psychische Komponente ebenfalls eine Rolle. Aufregung und Anspannung verstärken die Symptome des Reizmagens bzw. Reizdarms. Siehe auch Beitrag „Psyche und Darm“ im Sigma-Downloadbereich.

 

Beispiele von psychosomatischen Begleiterkrankungen (Komorbiditäten)Artrose

Arthrose 

Die Depression bewirkt einen inneren Dauerstress, erhöht Verspannungen der Muskulatur, was zu Inaktivität, Bewegungsstörungen und Begünstigung von Arthrosen führt. Patienten gehen erst zum Orthopäden, bevor sie einen Neurologen aufsuchen.

 

KnochenbruchFrakturen und Depression

Auch wer länger unter Depressionen leidet, erleidet häufiger Frakturen, da der Mineralgehalt der Knochen sich verringert.
Bei starken Belastungen, insbesondere Trauer, kann sich der Sauerstoffgehalt atembedingt im Blut erheblich reduzieren. Dadurch werden die Zellen schlechter versorgt und können sich schlechter regenerieren. Es kann zu Entzündungen an den Gelenken kommen.

 

Stasique FotoliaOrthopädische Schmerzsyndrome

Orthopäden sagen, dass Rückenschmerzen in den meisten Fällen die Folge seelischer Probleme und nicht organischer Probleme sind. Ist die Unzufriedenheit am Arbeitsplatz groß, fühlt man sich überfordert und sieht keine Möglichkeiten, daran etwas zu ändern, dann ist das Risiko, Rückenschmerzen zu bekommen, sehr hoch. Unsere Wirbelsäule reagiert sehr stark auf seelische Belastungen.

 

NeuropathieNeuropathische Schmerzen

Von neuropathischen Schmerzen betroffen sind ca. 6% der Deutschen. Mindestens 20% der an Schmerzzentren erfassten Patienten leiden an neuropathischen Schmerzsyndromen. Periphere Neuropathien sind die Postzosterische Neuralgie und die posttraumatische Neuropathie. Generalisierte Neuropathien sind die Diabetische Neuropathie und die Neuropathie  bei Chemotherapie.

 

Schmerz2Nozizeptoren­schmerz

Unter Nozizeption versteht man die Wahrnehmung von Schmerzen. Die für diesen Vorgang verantwortlichen Rezeptoren nennt man Nozizeptoren. Als freie Nervenendigungen sensibler Neurone des Rückenmarks kommen Nozizeptoren in allen schmerzempfindlichen Geweben des Körpers vor. Abhängig von ihrer Lokalisation sind Nozizeptoren Auslöser unterschiedlicher Schmerzarten:

  • Als Oberflächenschmerz wird der Schmerz bezeichnet, der von oberflächlich in der Haut gelegenen Nozizeptoren wahrgenommen wird. Die Schmerzlokalisation ist eindeutig dem geschädigten Gebiet zuzuordnen.
  • Der Tiefenschmerz untergliedert sich je nach Lage der Nozizeptoren in Muskelschmerzen und Knochenschmerzen (Lokalisation im Periost). Der Tiefenschmerz ist deutlich schlechter lokalisierbar. Dies liegt an der unterschiedlichen Fasercharakteristik und den unterschiedlichen Projektionsgebieten der Schmerzfasern.
  • Bei viszeralen Schmerzen liegt die Lokalisation der Nozizeptoren an inneren Organen. Klassische Beispiele sind Nieren- oder Gallenkoliken, die durch Dehnungsreize der glatten Muskulatur hervorgerufen werden.

Myofaszialer SchmerzMyofaziales

Beim myofaszialen Schmerz liegen lokale Ursachen vor. Es handelt sich mehr um einzelne Muskeln oder gar ganze Muskelgruppen, die von einer chronischen Schmerzentstehung betroffen sind. Hierbei bestehen sogenannte Triggerpunkte, die hochsensitive Herde in der Muskulatur darstellen.
Durch eine Überlastung des Muskels kommt es zu einer lokal begrenzten Sauerstoffunterversorgung, wodurch eine weitere Aufnahme von Calcium und die damit verbundene Muskelentspannung verhindert sind.
Beim myofaszialen Schmerztritt dann eine schwer zu behandelnde Dauerkontraktion ein, so dass die entsprechenden Areale aufgrund der Sensibilität oft bereits schon auf leichte Berührung mit einer Schmerzwahrnehmung reagieren und deshalb als Triggerpunkte bezeichnet werden.

Eine solche Muskelüberlastung kann durch Stress, Muskelschäden, Fehlernährung, hormonelle Störungen, Immobilität, Muskelschwäche, Unterkühlung und Krämpfe oder neurologische Schäden zustande kommen

Myofasziale Schmerzen treten vor allem im Bereich der Gesichtsmuskulatur, Nackenmuskulatur und im Schultergürtel sowie Beckengürtel auf. Spontan oder durch leichte Druckausübung werden die Triggerpunkte aktiviert.

Weitere Informationen zu psychosomatischen Krankheitsbildern und Fragestellungen finden Sie im Σ Sigma-Downloadbereich.