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Privates Fachklinikum für interdisziplinäre Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin
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Qualität unserer medizinisch-therapeutischen Intervention ist messbar

Therapieraum Sigma-ZentrumErstes und wichtigstes Ziel einer medizinisch-therapeutischen Intervention ist es immer, den Verlauf einer Krankheit oder Störung günstig zu beeinflussen und Symptome zu reduzieren. Dabei darf aber die subjektive Einstellung des Arztes, des Therapeuten oder des Patienten nicht allein zur Bewertungsgrundlage der Wirksamkeit einer Intervention herangezogen werden, denn unabhängig von der subjektiven Einschätzung sollen medizinisch-therapeutische Interventionen objektivierbar zu einer Besserung des Krankheitsgeschehens beitragen.

Nur auf der Basis einer klar definierten, transparenten und wissenschaftlich fundierten Überprüfung kann eine Beurteilung der Behandlungsqualität erfolgen.

Zur Sicherstellung der hohen Behandlungsqualität wird im Σ Sigma-Zentrum evidenzbasiert und nach anerkannten Leitlinien gearbeitet. Hierfür finden für Ärzte und Therapeuten intern und extern regelmäßige Fortbildungen, Workshops, Intervisionen und Fallbesprechungen.

Darüber hinaus haben wir zur Überprüfung der Qualität unserer Behandlung unsere Patienten sowohl vor als auch nach der Behandlung mit international anerkannten und in vielen klinischen Studien verwendeten Instrumenten zur Einschätzung der Symptomstärke untersucht. Als störungsunabhängiges Symptomschweremaß haben wir die SCL90 (Symptom-Checklist-90 [1]) mit dem  Global Severity Index verwendet.

Im nächsten Schritt haben wir überprüft, ob sich eine Änderung der Symptomstärke durch die Behandlung nachweisen lässt. Im letzten Schritt haben wir zur Abschätzung, ob die nachgewiesene Symptomreduktion nur statistisch oder aber tatsächlich klinisch signifikant ist, die Effektstärke der Behandlung berechnet.

 

Ergebnisse unserer Qualitätsstudie:

Unsere in der Studie untersuchten 1429 Patienten (konsekutive Aufnahme; 50,9% weiblich, 49,1% männlich) zeigten

1. bei Aufnahme im Durchschnitt eine mittlere bis starke Symptombelastung,
2. bei Entlassung im Durchschnitt eine vernachlässigbare Symptombelastung.

Qualitöätsmessung Behandlungserfolg Sigma-KlinikDie Überprüfung der Änderung der Symptombelastung durch die Behandlung ergibt einen statistisch höchst signifikanten Unterschied zwischen Anfang und Ende der Behandlung (p<0,0001). Zum Vergleich: p<0,05 gilt als signifikant, p<0,01 als hoch und p<0,001 als höchst signifikantes Ergebnis.

Die zur Abschätzung der Stärke des Behandlungseffekts errechnete Effektstärke beträgt d=1,38. Dabei gilt: Eine Effektstärke von d≥0,2 bedeutet nach Cohen [2] einen kleinen Effekt, d≥0,5 einen mittleren und d≥0,8 einen starken Effekt.

Die Behandlung im Sigma-Klinikum führte bei den untersuchten Patienten zu einer statistisch höchstsignifikanten und klinisch extrem deutlichen Verbesserung der Symptomatik. Durch die fortlaufende Überprüfung der Behandlungsqualität mit wissenschaftlich fundierten Methoden wird eine Sicherung und Verbesserung unseres hohen Standards auch in Zukunft garantiert.
Durch die Veröffentlichung unserer Studienergebnisse [3] in internationalen peer-reviewed Fachzeitschriften sichern wir die Einhaltung wissenschaftlicher und ethischer Standards unserer Qualitätsforschung.

>>> Interview mit Studienleiter Alexander Georgi

1. Franke GH. SCL-90-R. Symptom-Checkliste von L. R. Derogatis. Zweite, vollständig überarbeitete und neu normierte Auflage. Göttingen, Bern: Testzentrale; 2002.
2. Cohen J. Statistical power analysis for the behavioral sciences. 2nd ed. Hillsdale, N.J: L. Erlbaum Associates; 1988.
3. Brandt WA, Bielitz CJ, Georgi A. The Impact of Staff Turnover and Staff Density on Treatment Quality in a Psychiatric Clinic. Front Psychol. 2016;7. doi:10.3389/fpsyg.2016.00457