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Privates Fachklinikum für interdisziplinäre Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin
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Emotionale Wunden heilen

von: Marketingabteilung | Datum: 25. November 2018

Mehrstufiges Behandlungskonzept im Sigma-Zentrum

Wenn ein Mensch etwas erlebt, das seine Anpassungs- und Bewältigungsstrategien überfordert, wird automatisch sein Stresssystem aktiviert. Bei einer „Posttraumatischen Belastungsstörung“ (PTBS) dauern die seelischen Schmerzen an – oft über Jahre und Jahrzehnte – und ziehen massive, z. T. auch akute Symptome nach sich wie z. B. Unfähigkeit, Reize zu verarbeiten, Desorientierung in bestimmten Situationen (Dissoziation), Rückzug, innere und äußere Unruhe. Vor einer Trauma-Bearbeitung gilt es unbedingt, die betroffenen Personen psychisch zu stabilisieren und u. a. eine Ressourcenaktivierung einzuleiten. Das Sigma-Zentrum Bad Säckingen hat dazu ein mehrstufiges Behandlungskonzept entwickelt, bei dem die Traumabehandlung so dosiert wird, dass die psychische Verarbeitungsfähigkeit des Patienten nicht überschritten wird.

Stressreaktionen sind ein genetisch verankertes, überlebensnotwendiges und automatisiertes Reaktions- und Verhaltensprogramm, das mit körperlichen Symptomen verbunden ist. Charakteristisch für die Entwicklung eines Posttraumatischen Belastungssyndroms ist u. a. der Umstand, dass die psychische Anspannung des Menschen nach Stunden oder Tagen nicht nachlässt, da die Person nicht in der Lage ist, das Erlebte psychisch zu verarbeiten. In Folge dessen kann es nicht in die Erfahrungswelt integriert werden und in das Langzeitgedächtnis übergehen. Es wird nicht zur Erinnerung. Damit das Erlebte nicht ständig präsent ist, bleibt der Psyche nur die Möglichkeit, das Unverarbeitete abzuspalten.

Die Intensität der Abspaltung variiert. Im extremen Fall ist sie dem Bewusstsein nicht mehr zugänglich. Durch Auslöser (Trigger) kann die unbewusste Erinnerung jedoch plötzlich und unerwartet wieder aktiviert werden. Dies kann über alle Sinnesorgane (Augen, Ohren, Nase, Haut) geschehen. In Folge davon tauchen die Bilder der Ereignisse unvermittelt auf und/oder die damit einhergehenden Gefühle und/oder Körperreaktionen stellen sich ein. Die Person wird dann davon überflutet, da dies unwillkürlich passiert und sie keinen Einfluss darauf hat. Sie hat das Gefühl, als ob der traumatisierende Vorgang „jetzt“ (wieder) passierte. Daher stellen sich dann auch damit einhergehende Stressreaktionen wieder ein, wie beim Erleben des Traumas selbst.

„Bei der Behandlung von Traumafolgestörungen geht es darum, dass die betroffene Person darin unterstützt wird, das traumatische Geschehen zu verarbeiten, damit es integriert werden kann und somit zur Erinnerung wird“, erläutert Prof. Dr. Christoph Bielitz, Ärztlicher Direktor des Sigma-Zentrums Bad Säckingen. Das mehrstufige Behandlungskonzept des Sigma-Zentrums besteht in der Regel aus mindestens zwei 50-minütigen Einzelgesprächen pro Woche, Teilnahme an intensiver Körperpsychotherapie, an einer speziell für traumatisierte Menschen konzipierten Stabilisierungsgruppe sowie ggf. der Teilnahme an Gestaltungstherapie, Musiktherapie, Tanz- und Bewegungstherapie und an Entspannungsverfahren.

Auch Diagnosen wie z. B. Krebs können bei vielen Betroffenen Ängste und Sorgen auslösen und nicht selten auch zu Traumafolgestörungen führen. Der Verlauf der Erkrankung ist oft nicht vorhersehbar, nicht kontrollierbar, sondern oft unberechenbar, eine Zerreißprobe zwischen Hoffnungen und Befürchtungen, eine Achterbahn der Gefühle. Diese anhaltende Bedrohung, die nicht von außen, sondern aus dem eigenen Körper kommt, erleben viele Menschen wie eine tickende Zeitbombe, die jederzeit losgehen kann und der sie sich hilflos ausgeliefert fühlen. Gelingt es nicht, Gedanken und Gefühle mitzuteilen, sind häufig depressive Verstimmungen und Schwankungen des seelischen Gleichgewichts die Folge. Obwohl die Psychoonkologie für eine patientenzentrierte onkologische Versorgung unabdingbar ist, fehlen in Deutschland für sehr junge aber auch für betagte Patienten oft notwendige, etablierte psychoonkologische Versorgungskonzepte. Die Psychoonkologie im Sigma-Zentrum Bad Säckingen unterstützt diese Patientengruppen mit ihren Angehörigen bei der Verarbeitung der Krankheit und hilft ihnen, in belastenden Situationen Mut, Kraft und Hoffnung zu schöpfen.


Alles nur Einbildung?

von: Marketingabteilung | Datum: 20. November 2018

Psychosomatische Erkrankungen werden gerne als Spinnerei abschätzig abgetan. Wir sprachen darüber mit Prof. Dr. Christoph Bielitz, Ärztlicher Direktor im Sigma-Zentrum Bad Säckingen.

Die Zahl der psychischen Erkrankungen in Deutschland ist aufgrund gesellschaftlicher und beruflicher Veränderungen seit Jahren angestiegen. Welche Rolle spielen dabei psychosomatische Erkrankungen?

Prof. Dr. Christoph Bielitz: „Man kann davon ausgehen, dass fast jeder Dritte einmal in seinem Leben an psychischen und/oder psychosomatischen Störungen erkrankt. Davon sind etwa 11 Prozent psychosomatische Störungen. Zur Behandlung setzt das Sigma-Zentrum Bad Säckingen auf ein multimodales und multiprofessionelles Therapiekonzept.“

Welches sind die häufigsten und in der Bevölkerung am meisten verbreiteten psychosomatischen Krankheitsbilder?

Prof. Dr. Christoph Bielitz: „Das sind die schmerzhaften Erkrankungen des Muskel-, Bindegewebs- und Skelettapparates, speziell der Wirbelsäule, häufig assoziiert mit sogenannten Verspannungen und Spannungskopfschmerzen. Die hiermit verbundenen, zum Teil großflächig auf den ganzen Rücken projizierten Schmerzen können im Zusammenhang mit psychischen Belastungen oder Erkrankungen dann zum Teil schwere Ausmaße annehmen.“

Mit welchem Therapiekonzept begegnet man diesen Erkrankungen?

Prof. Dr. Christoph Bielitz: „Psychische oder psychosoziale Faktoren sind in unterschiedlichem Ausmaß an der Auslösung oder Verschlimmerung solcher Erkrankungen bzw. ihrer Beschwerden beteiligt. Beim multimodal-multiprofessionellen Therapiekonzept ist es wichtig, neben einer guten Ausstattung im Bereich der Psychotherapie u. a. ein umfangreiches allgemeinmedizinisch-diagnostisches und körperlich-therapeutisches Angebot vorzuhalten. Im Sigma-Zentrum stehen u. a. erfahrene Allgemeinmediziner und Internisten zur Verfügung, die im Bedarfsfall z. B. mit den benachbarten Radiologen und dem benachbarten spezialisierten Schmerzzentrum intensiv zusammenarbeiten.“

Können Sie mehr zu diesem Therapiekonzept sagen?

Prof. Dr. Christoph Bielitz: „Das spezielle interdisziplinäre, multimodale Konzept des Sigma-Zentrums stellt für unsere Patientinnen und Patienten ein breit gefächertes therapeutisches Angebot sicher, etwa sowohl aus dem Bereich der Schmerztherapie wie der Schmerzpsychotherapie bis hin zur spezialisierten Körpertherapie, Bewegungstherapie und zum Biofeedback, das unbewusst ablaufende körperliche Vorgänge erlebbar und verstehbar macht. So können in diesen Fällen neben schulmedizinischen Verfahren auch komplementärmedizinische Ansätze verfolgt werden.“

Welche Rolle spielt dabei, dass sich Psyche und Körper gegenseitig in starkem Maße beeinflussen?

Prof. Dr. Christoph Bielitz: „Dieser Zusammenhang wird sehr schön sichtbar am Beispiel des Darms. Nach dem Gehirn findet sich im Darm die mit Abstand größte Anzahl von Nervenzellen im Körper. Interessanterweise verlaufen bis zu 90% der Nervenbahnen zwischen Verdauungstrakt und Gehirn nach »oben«, also zum Gehirn. Dort bestehen u. a. enge Verknüpfungen zum Limbischen System, welches zentral für die Verarbeitung von Emotionen verantwortlich ist, also über eine Schnittstelle, die unmittelbar mit den Darmnervenfasern interagieren kann. Gleichzeitig ist der Darm intensiv mit dem Hormonsystem verbunden, welches vom Gehirn gesteuert wird. Dazu kommt das Immunsystem, das ebenfalls insbesondere beim Darm eine große Rolle spielt.“

Was ist die Voraussetzung für eine effektive Diagnostik und Behandlung psychosomatisch bedingter Darmerkrankungen?

Prof. Dr. Christoph Bielitz: „Eine Verzahnung der somatischen mit der psychiatrisch- psychotherapeutisch-neurologischen Medizin und ein möglichst individuelles, ganzheitliches Behandlungskonzept. Dazu gehören falls erforderlich darmspezifische Medikamente, andererseits Psychotherapie und weitere, multimodale psychotherapeutisch wirksame Verfahren wie Entspannungstherapie, Kreativtherapie, Sport- und Bewegungstherapie u.a. Auch gezielt eingesetzte Psychopharmaka zeigen je nach Grunderkrankung oder Problematik eine gute Wirkung. Trotz des hohen Leidensdrucks fühlen sich Betroffene oft nicht ernst genommen. Um den Betroffenen gerecht werden zu können, ist es wichtig, dass neben körperlichen auch seelische Ursachen in Betracht gezogen werden und eine umfassende psychologische Begleitung erfolgt.“

Erschienen in OTC & Visite, Ausgabe November 2018


Psyche und Darm

von: Marketingabteilung | Datum: 14. November 2018

Dass sich Psyche und Körper gegenseitig in starkem Maße beeinflussen zeigt sich oft auch am Beispiel des Darms. Lesen Sie, was es im Detail damit auf sich hat.

Psyche und Körper beeinflussen sich gegenseitig in starkem Maße. Dies zeigt sich oft auch am Beispiel des Darms. Eine effektive Diagnostik und Behandlung psychosomatisch bedingter Darmerkrankungen setzt eine Verzahnung der somatischen mit der psychiatrisch-psychotherapeutisch- neurologischen Medizin und ein möglichst individuelles, ganzheitliches Behandlungskonzept voraus, wie es z. B. im Sigma-Zentrum Bad Säckingen angeboten wird. Dazu gehören falls erforderlich darmspezifische Medikamente, andererseits Psychotherapie und weitere, multimodale psychotherapeutisch wirksame Verfahren wie Entspannungstherapie, Kreativtherapie, Körpertherapie, Sport- und Bewegungstherapie u.a. Auch gezielt eingesetzte Psychopharmaka zeigen je nach Grunderkrankung oder Problematik eine gute Wirkung.

Körpersymptome als Signal der Psyche
Bei manchen Formen der Depression beispielsweise kommt es häufig zu  Verstopfung. Angststörungen zeigen sich am Darm oft mit Durchfall, krampfartigen Schmerzen oder anderen Stuhlunregelmäßigkeiten. Nicht umsonst sagt der Volksmund etwa »Ich hab‘ Schiss!« oder »Das schlägt mir auf den Magen!« Das gleiche gilt für erhöhten Stress. Traumafolgestörung, Somatoforme Störungen, Essstörungen, Chronic-Fatigue-Syndrom, Fibromyalgiesyndrom sind weitere Beispiele (psychischer) Erkrankungen, die häufig mit Beschwerden des Magen-Darm-Traktes einhergehen.

Zusammenhang von Psyche und Darm
Dass sich Psyche und Körper gegenseitig in starkem Maße beeinflussen zeigt sich oft auch am Beispiel des Darms. ,Nach dem Gehirn findet sich im Darm die mit Abstand größte Anzahl von Nervenzellen im Körper (ca. 100 Millionen, das sind etwa 4 bis 5 mal mehr Neuronen als im Rückenmark), sodass heute manchmal bereits vom »Darmhirn« gesprochen wird. Interessanterweise verlaufen bis zu 90% der Nervenbahnen zwischen Verdauungstrakt und Gehirn nach »oben«, also zum Gehirn. Dort bestehen etwa enge Verknüpfungen zum Limbischen System, welches zentral für die Verarbeitung von Emotionen verantwortlich ist. Gleichzeitig ist der Darm intensiv mit dem Hormonsystem verbunden, welches vom Gehirn gesteuert wird. Dazu kommt das Immunsystem, das ebenfalls insbesondere beim Darm eine große Rolle spielt. Ca. 70% der Abwehrzellen befinden sich im Darm. In den letzten Jahren sind immer mehr dieser Zusammenhänge zutage getreten, sodass man heute von der Psycho-Neuro-Immunologie spricht und diese intensiv erforscht. Andersherum kann eine Darmerkrankung zu psychischen Belastungen führen. Andererseits sind chronisch entzündliche Darmerkrankungen oft mit Depressionen vergesellschaftet, wobei sie u. a. die Lebensqualität so stark beeinträchtigen können, dass das Maß des Erträglichen bei vielen Betroffenen überschritten wird. Erkrankungen wie Diabetes oder Rheuma wirken sich sogar sowohl auf den Darm als auch auf die Psyche des Menschen aus. Bekannt sind der Reizmagen und der Reizdarm als definierte Störungen, die sehr häufig psychische Ursachen haben oder mit psychischen Krankheiten zusammen auftreten können. „Trotz des hohen Leidensdrucks fühlen sich Betroffene oft nicht ernst genommen“, weiß Prof. Dr. med. Christoph Bielitz, Ärztlicher Direktor des Sigma-Zentrums Bad Säckingen, aus der Praxis zu berichten.

Behandlung
Eine effektive Diagnostik und Behandlung psychosomatisch bedingter Darmerkrankungen setzt eine Verzahnung der somatischen mit der psychiatrisch-psychotherapeutisch-neurologischen Medizin und ein möglichst individuelles, ganzheitliches Behandlungskonzept voraus. Um den Betroffenen gerecht werden zu können, ist es wichtig, dass neben körperlichen auch seelische Ursachen in Betracht gezogen werden und eine umfassende psychologische Begleitung erfolgt.

 


Ausgeglichen in den Wechseljahren

von: Marketingabteilung | Datum: 20. Februar 2018

Spezialsprechstunde des Früherkennungszentrums zur Diagnostik und Beratung in der Menopause

Die Mitte des Lebens und die natürliche Umstellung ihres Körpers erfahren Frauen sehr unterschiedlich. Psychische Störungen bis hin zu Depressionen sind in der Zeit der Menopause aber keine Seltenheit. Viele Frauen erleben in den Wechseljahren Gemütsschwankungen, Niedergeschlagenheit oder auch Ängstlichkeit. Eine einfühlsame Beratung tut dann oft Not. Mit dem vor einem Jahr eröffneten Früherkennungszentrum für psychische Störungen hat das Sigma-Zentrum Bad Säckingen eine Anlaufstelle geschaffen für alle, die einen diskreten Zugang zur Beratung im Bereich psychischen und psychosomatischen Unwohlseins suchen. Gerade bei Beschwerden in der Zeit der Menopause ist es wichtig, den Ursachen für die Beschwerden auf den Grund zu gehen und auszuschließen, dass über die normalen körperlichen Veränderungen hinaus eine ernstzunehmende somatische oder eine psychische Ursache vorliegt. Immer mehr Patientinnen nehmen die Kompetenz des in den Räumen einer Jugendstilvilla untergebrachten Kompetenzzentrums in Anspruch, in dem Fachärzte verschiedener Fachrichtungen für eine interdisziplinäre Diagnostik und die Bahnung von therapeutischen Schritten oder Überweisungen sorgen und Psychotherapeuten eine individuelle Beratung ermöglichen.

Frauen in den Wechseljahren leiden häufig an Stimmungsschwankungen. Neben psychischen Symptomen wie Traurigkeit, Angstgefühlen und Antriebslosigkeit stellen sich bei einer Depression auch körperliche Krankheitsanzeichen wie z. B. Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Schlaf- oder Kreislaufprobleme ein. Dies kann eine normale und vorübergehende Erscheinung sein, es können aber auch behandlungsbedürftige Erkrankungen oder Störungen zugrunde liegen. Um eine passende Therapie zu finden, muss zunächst differenzialdiagnostisch abgeklärt werden, ob es sich um typische allgemeine Beschwerden der Menopause handelt, ob eine körperliche Erkrankung vorliegt oder ob es sich um eine Depression handeln könnte. „Die Depression in den Wechseljahren ist eine Krankheit, die nicht einfach abgetan werden darf. Sie ist ernst zu nehmen und immer zu behandeln.“ betont der Ärztliche Direktor Professor Dr. med. Christoph Bielitz und ergänzt: „Zu Beginn kann meist noch sehr leicht und rasch geholfen werden. Treten entsprechende Beschwerden auf, ist es Zeit, sich Rat für Prävention oder eine Frühintervention zu holen; je früher, desto besser hilft dies effektiv, die Heilungsprognose bestmöglich zu gestalten“.

Die typischen Beschwerden der Wechseljahre sind nicht allein das Ergebnis der hormonellen Umstellung, die den weiblichen Zyklus einstellt und gynäkologische Störungen verursachen kann. Auch durch zahlreiche biochemische Veränderungen und Änderungen im Hirnstoffwechsel sowie durch psychosoziale Faktoren kommt oftmals das seelische Gleichgewicht aus den Fugen. Deshalb wird in der eigens eingerichteten Spezialsprechstunde die persönliche gesundheitliche und psychische Situation aufgenommen und gegebenenfalls die Abklärung körperlicher Ursachen angebahnt. Das Früherkennungszentrum ist bestimmt durch einen aus dem Sigma-Konzept abgeleiteten ganzheitlichen und interdisziplinären Ansatz, nach dem der Mensch in einer stetigen Wechselbeziehung von biologischen und sozialen Einflüssen, physikalischem Umfeld, seelischem und geistigem Erleben verstanden wird. Die Herangehensweise ist daher in jedem Fall höchstindividuell.

>>> Spezialsprechstunde


Mitten im Leben: Zeit des Wechsels

von: Marketingabteilung | Datum: 15. Januar 2018

Früher oder später kommen sie auf jede Frau zu: Die Wechseljahre markieren vielfältige Veränderungen im Körper, in der Seele und in den Lebensumständen. Für die bio-psycho-soziale Gesundheit und das individuelle Wohlbefinden vieler Frauen stellt diese Lebensphase eine große Herausforderung dar. Eine einfühlsame ärztliche Begleitung klärt somatische Erkrankungen ab und kann Sorgen um die Veränderungen und ihre Folgen entlasten.

Die Wechseljahre sind eine Lebensphase, die man weder aufhalten noch verhindern kann. Jede Frau erlebt diese Phase je nach geistiger und körperlicher Verfassung und Aktivität unterschiedlich, aber manchmal sind die Beschwerden ohne Therapie nicht zu lindern. Betroffene Frauen sollten sich an einen professionellen Gesprächspartner wenden, der sich Zeit für sie nimmt. In jedem Fall ist bei auftretenden Beschwerden in den Wechseljahren eine multimodale ärztliche Abklärung sinnvoll. Zunächst sind differenzialdiagnostisch somatische Ursachen auszuschließen, wie z.B. gynäkologische Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Schilddrüsenfehlfunktionen, Herz-/Kreislauferkrankungen oder Osteoporose. Psychiater oder psychologische Psychotherapeuten wie im Sigma-Früherkennungszentrum Bad Säckingen können dann behandlungsbedürftige Depressionen abgrenzen. Das Sigma-Zentrum Bad Säckingen kooperiert hierzu mit einem interdisziplinären Netzwerk von Spezialisten aller in Frage kommenden Fachrichtungen, um betroffenen Frauen eine ganzheitliche und individuelle Diagnostik und Behandlung mzu bieten. Zudem besteht die Möglichkeit zur unverzüglichen Einleitung hilfreicher Behandlungspfade. Denn es ist bekannt, dass eine Frühintervention meist effektiv hilft: einerseits zum beruhigenden Check, ob überhaupt eine Behandlungsbedürftigkeit vorliegt, andererseits um eindeutige Symptome richtig zu diagnostizieren und um professionell helfen zu können.

>>> ganzer Artikel Sigma-Akademie


Women’s Health: Bio-psycho-sozialer Checkup

von: Marketingabteilung | Datum: 22. Dezember 2017

Die Zeitschrift Women’s Health wirbt für die HealthRegion Freiburg mit einem Aufenthalt in Bad Säckingen inklusive einem Checkup zur psychischen Gesundheit von Frauen im Sigma-Früherkennungszentrum:  >>> Zum Online-Artikel

Viele Menschen erleben die Terminfülle und Anforderungen von Job und Freizeit als immer stressiger. Das gilt insbesondere auch für Frauen mit Doppelbelastungen, für die das Sigma-Zentrum ein spezielles Diagnostik- und Präventionsprogramm „Frauenpower wiedergewinnen“ entwickelt hat. Der Mensch ist nur dann richtig gesund ist, wenn sowohl der Geist als auch der Körper stark sind und somit Resilienz gegen äußere und innere Anfechtungen zeigt. Dies wird dem Begriff der bio-psycho-sozialen Gesundheit beschrieben.

Um mental richtig aufzutanken und Ihre Energiespeicher zu füllen, verlost Women’s Health zusammen mit der HealthRegion Freiburg folgendes Paket:

  • Bio-psycho-sozialer Präventions-Checkup durch das Kompetenzteam des Sigma-Früherkennungzentrums Bad Säckingen
  • 1 Übernachtung für 2 Personen im Doppelzimmer (z.B. im traditionsreichen Hotel zum Schwarzen Walfisch) entweder von Freitag auf Samstag oder von Samstag auf Sonntag
  • Stadtführung durch die romantische Altstadt von Bad Säckingen mit barockem Münster, Trompetermuseum und historischer Holzbrücke
  • Eintritt in den „Kammermusikabend“ oder „Kultur im Kursaal“ (abhängig vom Reisezeitpunkt)
  • Eine individuelle Terminvereinbarung mit der Gewinnerin erfolgt mit 6 bis 8 Wochen Vorlaufzeit

So können Sie gewinnen: Einfach das Teilnahmeformular hier ausfüllen und mit etwas Glück gewinnen Sie Zeit für Ihre Seele mit Sigma in Bad Säckingen.

 

 


Weihnachten bringt Freud und Leid

von: Marketingabteilung | Datum: 30. November 2017

Wegen des wegweisenden methodenintegrativen Konzeptes mit einer Vielzahl medizinischer und fachtherapeutischer Verfahren wird das Sigma-Zentrum von Patienten aus ganz Deutschland aufgesucht. Gerade in der Zeit vor und um Weihnachten sowie Silvester ist die Klinik besonders gefragt. Warum dies so ist, fragten wir den Ärztlichen Direktor Herrn Prof. Dr. Christoph Bielitz.

Für viele Menschen ist Weihnachten eher ein Fest der unerfüllten Hoffnungen und Wünsche. Manche haben gar Angst vor den Festtagen. Woran liegt das?
Aus psychotherapeutischer Sicht ist die Weihnachtszeit vor allem Stress. Nicht nur die Zeit der Liebe, der Hoffnung und des Lichts bricht an. Statt Stille und Familienidylle, erleben viele eine Zeit der Maximalbelastung mit Krise. Der Weihnachtsfriede stellt sich nicht überall ein, stattdessen eskaliert um Weihnachten oft ein Streit.

Zu Weihnachten werden Ängste und Einsamkeit besonders bedrückend erlebt. Welche Gründe gibt es dafür?
Das Fest der Hoffnung und des Lichts fällt in die Zeit des zu Ende gehenden Jahres, in der erfahrungsgemäß möglichst viel erledigt werden muss, sei es verordnet oder selbst so gewollt. Schon das stresst. Parallel werden unerfüllte Hoffnungen und Wünsche deutlich. Menschliche Grundbedürfnisse wie Ruhe, liebevolle Zuwendung, Geborgenheit, emotionale Nähe und Angenommensein werden aktiviert. Die Realität ist aber oft eine ganz andere: Zeitmangel, Trennungen oder belastende Familienverhältnisse sind häufig. Die Fähigkeit, sich selbst und anderen gegenüber einfühlsam zu sein, geht im hektischen Treiben unter. Es fehlt die Kraft, sich einander liebevoll zuzuwenden und Konflikte miteinander wohlwollend auszutragen. Gleichzeitig halten sich romantisierte Erwartungen von einer Idylle oder starre Rituale ohne Freiraum für persönliche Bedürfnisse äußerst hartnäckig. Zudem ist das Jahresende eine Zäsur, über den Jahresverlauf Bilanz zu ziehen, nicht nur steuerlich. Das geht nicht selten mit Frustrationen, Problemen und Sorgen einher. Aufgestaute Aggression entlädt sich. Zur Eskalation ist es dann nur noch ein kurzer Schritt.

Hinzu kommen vermutlich auch saisonale Phänomene in der dunklen Jahreszeit. Wie kann man dem eigentlich Unvermeidlichen vorbauen?
Es ist bekannt, dass die lichtärmeren Zeiten viele Menschen psychisch bedrücken. Im Herbst nimmt die Anzahl der von saisonaler Depression Betroffenen zu. Schon Goethe wusste um den Zusammenhang. Viele Menschen, denen das Phänomen bewusst ist, verreisen und machen Urlaub im Licht sozusagen. Wer nicht reisen kann, dem bleibt nur der Aufenthalt im Freien oder eben Lichttherapie mit medizinischen Lichtquellen, wenn sie verordnet ist.

Und das gemeinsame Fest hilft dann genauso wenig wie eine Reise, wenn die Beziehung ohnehin kriselt?
Oft ist das so. Es kann aber auch gut gehen, wenn man sich dessen bewusst ist, dass überzogene Harmonieerwartungen an Weihnachten oft enttäuscht werden. Enttäuschungen kommen indes immer wieder vor. Es stellt sich somit die Frage nach dem eigenen Festentwurf. Wie kann ich feiern, sodass es für mich und meine Familie feierlich und wohltuend ist? Wer sollte dabei sein, wer besser nicht? Schwieriger ist das für Menschen, die einsam sind und somit Angst vor der Stille und dem Vergleich zu anderen, scheinbar fröhlich Feierenden haben.

Wenn Selbsthilfe nicht genügt: Was kann das Sigma-Zentrum etwa mit seinem Früherkennungszentrum beitragen?
Bleibt der Weihnachtsfriede trotz achtsamer Vorbereitung und ehrlicher Auseinandersetzung mit sich selbst dennoch gänzlich aus bzw. eskalieren die Situationen, kann es hilfreich sein, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das ist besonders dann der Fall, wenn Angst und Depression um sich greifen. Dafür gibt es psychosoziale Notdienste und Beratungsstellen. Auch das Sigma-Früherkennungszentrum in Bad Säckingen steht parat. Hier nimmt man sich auch gerade in der gefühlsbeladenen Zeit vor Weihnachten und um Silvester Zeit für die Seele.

>>> Information für Einweiser

 


Depression und Blutzucker

von: Marketingabteilung | Datum: 20. November 2017

In der Novemberausgabe der Zeitschrift OTC & Visite hat das Sigma-Zentrum einen Artikel zum Thema „Depression und Blutzucker“ veröffentlicht:

„Psychische Erkrankungen sind häufig mit Diabetes assoziiert. Depressive Störungen kommen bei Diabetikern deutlich häufiger vor als in der Allgemeinbevölkerung. Die Therapie mit Neuroleptika, einigen Antidepressiva und die depressionsbedingte Inaktivität gehen häufig mit verstärktem Übergewicht bzw. Adipositas einher, was die Blutzuckereinstellung verschlechtert. Diabetiker mit einer psychiatrischen Begleiterkrankung bilden eine Hochrisikogruppe hinsichtlich Diabeteskomplikationen. Deshalb ist gerade bei psychiatrischen Kliniken eine fächerübergreifende Kompetenz auch in der Behandlung der Nebendiagnose Diabetes wichtig.“

Zum ganzen Artikel >>>


Wenn der Stress Schmerzen bereitet

von: Marketingabteilung | Datum: 27. Oktober 2017

Schmerz wurde sehr lange ausschließlich als Warnsignal für eine Gewebe- oder Nervenschädigung verstanden. Wir wissen inzwischen aber, dass chronische Schmerzen auch durch Stress oder biographisch ungünstige Bedingungen ausgelöst werden können. Über das Phänomen der Stress induzierten Hyperalgesie (SIH) sprachen wir anlässlich einer Fortbildung im Sigma-Zentrum Bad Säckingen mit Herrn Prof. Dr. Ulrich T. Egle, Universitätsprofessor für Psychosomatische Schmerzdiagnostik und Schmerztherapie, und dem Leitenden Arzt der Somatischen Medizin des Sigma-Zentrums Herrn Dr. Johannes Bauer.

Viele Patienten leiden unter Schmerzen, für die sie oder ihre Ärzte keine greifbare körperliche Ursache finden können. Wie kann man sich den psycho-somatischen Zusammenhang vorstellen?

Prof. Egle: Die vorherrschende Vorstellung der Schmerzverarbeitung im zentralen Nervensystem hatte und hat bis heute viel Ähnlichkeit mit einer Art „Telefonkabel“, das Aktionspotentiale von einem Ort zu einem anderen leitet, in denen Informationen über Beginn, Dauer, Stärke, Lokalisation und Qualität eines Schmerzreizes codiert sind. Erst in den letzten zehn Jahren konnten zentrale Mechanismen nachgewiesen werden, durch die deutlich wurde, dass Schmerz nicht unbedingt peripher bedingt sein muss, sondern durch zentrale Einflussfaktoren im Gehirn wesentlich moduliert werden kann.

Bis heute werden diese neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse vielerorts noch nicht zur Kenntnis genommen. Die Schmerzen werden oft als Ausdruck von Übertreibung oder gar Simulation fehlinterpretiert oder es werden Zufallsbefunde hinsichtlich Schmerzverursachung überinterpretiert.

Dr. Bauer: In unserer Klinik sehen wir viele Patienten mit somatoformen Schmerzen oder einem Fibromyalgie-Syndrom. Gut gesichert ist ja inzwischen, dass bei der großen Mehrheit dieser Patienten der Mechanismus einer stressinduzierten Hyperalgesie (SIH) zugrunde liegt, also Stress, Traumatisierungen oder andere psychische Belastungen ursächlich für das Schmerzgeschehen sind.

In der Zeitschrift: „Ärztliche Psychotherapie und Psychosomatik“ haben Sie kürzlich ein Themenheft zu SIH veröffentlicht. Was ist darunter zu verstehen?

Prof. Egle: Unter „Stress induzierter Hyperalgesie“ werden jene Schmerzsyndrome eingeordnet, bei denen Schmerzen im Rahmen einer Stressverarbeitungsstörung auftreten. Bereits 1959 wies der amerikanische Internist und Psychoanalytiker Engel darauf hin, dass bei einer Gruppe chronischer Schmerzpatienten auffallend häufig psychische Vernachlässigung und Traumatisierung in der Kindheit nachgewiesen wurden. Engel sprach bei diesen Patienten von „pain proneness“, also von „Schmerzanfälligkeit“. In Studien konnte eine zeitlich enge Verknüpfung zwischen dem Auftreten einer chronischen Schmerzsymptomatik ohne nachweisbare Gewebsschädigung und einer anhaltend belasteten äußeren Stresssituation nachgewiesen werden. Bei der Untersuchung verschiedener Gruppen chronischer Schmerzpatienten wurde auch deutlich, dass viele bereits lange vor Auftreten der Schmerzsymptomatik unter einer Angsterkrankung litten Besonders bedeutsam sind diese Zusammenhänge bei Patienten mit Schmerzen beispielsweise im Rahmen einer frühkindlichen Bindungsstörung oder einer posttraumatischen Belastungsstörung,

Wie kann man nun die SIH-Patienten von anderen Schmerzpatienten unterscheiden?

Prof. Egle: Hier ist vor allem eine gute Anamnese hilfreich. Die Erfassung belastender Kindheitserfahrungen spielt dabei eine wichtige Rolle. Exploriert werden sollten ungünstige Umweltfaktoren bis zum 18. Lebensjahr, von denen heute gesichert ist, dass sie über neurobiologische Zusammenhänge zu einer frühen Beeinträchtigung des Stressverarbeitungssystems führen können. Dazu gehören beispielsweise körperliche Misshandlung, emotionale Vernachlässigung, konfliktreiche Scheidungen oder Alkoholprobleme der Eltern. Emotionale und kognitive Einflussfaktoren wirken auf das Schmerzempfinden modulierend. Über längere Zeit einwirkenden negative Emotionen und Disstress führen zu einer Senkung der Schmerzschwelle und damit zu einer verstärkten Schmerzwahrnehmung. Wichtig sind diese Zusammenhänge bei Patienten mit traumatisch bedingter Schmerzstörung im Rahmen einer posttraumatischen Belastungsstörung, bei Fibromyalgiesyndrom, unspezifischen LWS- und Schulter-Nacken-Schmerzen, craniomandibulärer Dysfunktion, Colon iritabile sowie bei Frauen mit Pelvipathie.

Dr. Bauer: In der Diagnostik unserer Schmerzpatienten haben wir gute Erfahrungen mit der Auswertung der Herzratenvariabilität gemacht, die einen guten Einblick gibt in das vegetative Entspannungssystem unseres Körpers. Anhand der Spektralanalyse („Lebensfeuer“), dem Langzeit-EKG und dem Tagesprotokoll können wir gemeinsam mit dem Patienten gut besprechen, wie es aktuell um die Funktionsweise des vegetativen Nervensystems bestellt ist. Bei Schmerzpatienten sehen wir oft eine deutlich eingeschränkte Funktion des Parasympatikus , des vegetativen Entspannungssystems.

Wie wird nun die Stress induzierte Hyperalgesie am besten behandelt?

Prof. Egle: Das Neuropeptid Oxytocin („Kuschelhormon“) hat eine wesentliche Mediatorfunktion zwischen frühem Disstress und späterer Schmerzvulnerabilität. Oxytocin wird aktiviert durch psycho-soziale Bindungen, emotionale Beziehung und das Erleben sozialer Unterstützung, es reduziert Stress, Angst und Depression. Patienten benötigen also emotionale Sicherheit und vertrauensvolle Bezugspersonen. Gerade bei in der Kindheit begründeten somatoformen Störungen steht therapeutisch eine interaktionelle Gruppenpsychotherapie ganz im Vordergrund, bei der es um eine neue Ausbalancierung der psychischen Grundbedürfnisse geht, um neue Verhaltensweisen im Umgang mit sich und anderen im Alltag. Im Fokus steht der Abbau von Vermeidungsschemata und die Besinnung des Patienten auf seine elementaren Grundbedürfnisse: Kontrolle, Selbstwert, Bindung sowie Spaß und Freude. Oft besteht bei diesen Patienten eine hohe Neigung zur Selbstüberforderung und zu Perfektionismus. Hier sollten neben sporttherapeutischen Maßnahmen Achtsamkeitstraining, Musiktherapie und Biofeedback-Training durchgeführt werden. In der Gruppentherapie ist die gegenseitige Fürsorge ebenso wichtig wie die emotionale Stimulation. Gefühle und Affekte sollen wieder wahrgenommen und in Sprache ausgedrückt werden.

Dr. Bauer: Dies entspricht ganz unserem Sigma-Konzept, bei dem es darum geht, den Patienten den erforderlichen Schutzraum zu geben, in dem zum einen frühere Traumata aufgearbeitet und zum anderen neue Verhaltensstrategien erlernt werden können. Ziel ist die Entwicklung von „Resilienz“, d.h. eine zunehmende Widerstandfähigkeit gegen Stressoren des Alltags.

Was geben Sie Ärzten und Schmerzpatienten zum Abschluss als Empfehlung mit?

Prof. Egle: Schmerzpatienten lassen sich nicht nach einem einheitlichen Schema behandeln. Geschulte Ärzte werden sich daher Zeit nehmen für eine ausführliche Anamnese. Alle chronischen Schmerzpatienten sind vor Beginn einer Behandlung ausführlich über die dargestellten Zusammenhänge bei Ihrer Schmerzerkrankung aufzuklären („Schmerzedukation“), um die Voraussetzungen für eine aktive Mitarbeit zu schaffen. Eine solche Schmerzedukation kann bereits schmerzreduzierend wirken.

Dr. Bauer: Ein ganzheitliches multimodales Therapiekonzept ist für chronische Schmerzpatienten von großer Bedeutung. Betreut von einem interdisziplinären Team wird der Patient in dem Erkenntnisprozess begleitet, dass bei seinen Schmerzen auch psychische Faktoren mitschwingen. Einfache „Patentlösungen“ gibt es dabei nicht. Es gilt vielmehr, die vielfältigen Symptome als „Sprache des Körpers“ zu verstehen. Es gilt, in einen inneren Dialog mit Körper und Seele einzutreten. Auf diese Art kann der Patient Schritt für Schritt wieder Selbstwertgefühl und Selbstwirksamkeit erfahren und erleben.

Herr Prof. Egle, Herr Dr. Bauer, wir danken Ihnen für das Gespräch und die engagierte Zusammenarbeit.


Ganzheitliches Therapiekonzept bei psychosomatischen Erkrankungen

von: Marketingabteilung | Datum: 16. Oktober 2017

Bei psychosomatischen Erkrankungen ist ein ganzheitliches Therapiekonzept wichtig für die Balance von Psyche und Körper.

Wenn nichts mehr geht und der Körper schmerzt, dann ist guter Rat teuer. Welcher Arzt findet die Ursache für den Schmerz und stellt die klare Diagnose? Kommen die Beschwerden von einem Organ oder werden sie über die Psyche ausgelöst? Eine umfassende Betrachtung aller Aspekte könnte hier der Therapieansatz der Wahl sein.

Bei einem Unfall, ob beim Sport oder am Arbeitsplatz, ist die Ursache für körperliche Beeinträchtigungen in der Regel rasch gefunden. Anders sieht es aus, wenn sich der Grund für Schmerzen an den Organen nicht bestimmen lässt und diese über einen längeren Zeitraum auftreten. Der Verdacht, dass die Beschwerden psychisch ausgelöst und ein Signal des Körpers sein könnten, stellt sich oftmals erst sehr spät ein. Die Weltgesundheitsorganisation belegte in einer internationalen Studie, dass Hausärzte bei jedem vierten Patienten mindestens ein körperliches Symptom nicht erklären können. Unter Psychosomatischen Erkrankungen werden körperliche Leiden verstanden, die über die Seele ausgelöst werden. Der Begriff Psyche kommt aus dem griechischen und bedeutet Seele und mit Soma, ebenfalls griechisch, wird der Körper bezeichnet. Körper und Seele stehen in einer wechselseitigen Beziehung, spiegeln unsere Gefühle wider und bedürfen der sorgfältigen Aufmerksamkeit.

Der gesamte Artikel aus der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift OTC & Visite steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.

 


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