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Privates Fachklinikum für interdisziplinäre Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin
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Sigma-Institut bietet Anlaufstelle für „Post-Corona-Patienten“

von: Marketingabteilung | Datum: 24. Juni 2020

Emotionale Wunden heilen
Sigma-Institut bietet Anlaufstelle für „Post-Corona-Patienten“

Patienten, die eine schwere Corona-Infektion überstanden haben, und deren Angehörige sehnen sich zurück nach einem normalen Leben. Viele Menschen erleben Symptome, die denen von Traumata ähneln. Jetzt in die Aktion zu gehen hilft in Krisenzeiten psychisch halbwegs gesund zu bleiben. Denn wenn ein Mensch etwas erlebt, das seine Anpassungs- und Bewältigungsstrategien überfordert, wird automatisch sein Stresssystem aktiviert. Vor einer Trauma-Bearbeitung gilt es unbedingt, die betroffenen Personen psychisch zu stabilisieren und u. a. eine Ressourcenaktivierung einzuleiten. Das Sigma-Zentrum Bad Säckingen hat dazu ein mehrstufiges Behandlungskonzept entwickelt, bei dem die Traumabehandlung so dosiert wird, dass die psychische Verarbeitungsfähigkeit des Patienten nicht überschritten wird.

Bei einer „Posttraumatischen Belastungsstörung“ (PTBS) dauern die seelischen Schmerzen an – oft über Jahre und Jahrzehnte – und ziehen massive, z. T. auch akute Symptome nach sich wie z. B. Unfähigkeit, Reize zu verarbeiten, Desorientierung in bestimmten Situationen (Dissoziation), Rückzug, innere und äußere Unruhe. Stressreaktionen sind ein genetisch verankertes, überlebensnotwendiges und automatisiertes Reaktions- und Verhaltensprogramm, das mit körperlichen Symptomen verbunden ist. Charakteristisch für die Entwicklung eines Posttraumatischen Belastungssyndroms ist u. a. der Umstand, dass die psychische Anspannung des Menschen nach Stunden oder Tagen nicht nachlässt, da die Person nicht in der Lage ist, das Erlebte psychisch zu verarbeiten. In Folge dessen kann es nicht in die Erfahrungswelt integriert werden und in das Langzeitgedächtnis übergehen. Es wird nicht zur Erinnerung.

Damit das Erlebte nicht ständig präsent ist, bleibt der Psyche nur die Möglichkeit, das Unverarbeitete abzuspalten. Die Intensität der Abspaltung variiert. Im extremen Fall ist sie dem Bewusstsein nicht mehr zugänglich. Durch Auslöser (Trigger) kann die unbewusste Erinnerung jedoch plötzlich und unerwartet wieder aktiviert werden. Dies kann über alle Sinnesorgane (Augen, Ohren, Nase, Haut) geschehen. In Folge davon tauchen die Bilder der Ereignisse unvermittelt auf und/oder die damit einhergehenden Gefühle und/oder Körperreaktionen stellen sich ein. Die Person wird dann davon überflutet, da dies unwillkürlich passiert und sie keinen Einfluss darauf hat. Sie hat das Gefühl, als ob der traumatisierende Vorgang „jetzt“ (wieder) passierte. Daher stellen sich dann auch damit einhergehende Stressreaktionen wieder ein, wie beim Erleben des Traumas selbst. „Überlebt heißt nicht überstanden und genesen ist nicht gesund“, erläutert Professor Dr. Christoph Bielitz, Geschäftsführender Ärztlicher Direktor des Sigma-Zentrums Bad Säckingen und ergänzt: „Bei der Behandlung von Traumafolgestörungen geht es darum, dass die betroffene Person darin unterstützt wird, das traumatische Geschehen zu verarbeiten, damit es integriert werden kann. Mit der Einrichtung des Sigma-Instituts im neuen Ärztehaus (Wirthstraße 9) beim Diakoniekrankenhaus hat das Sigma-Zentrum auf die immer größere Nachfrage aus dem Raum Freiburg reagiert. Ambulanz, Früherkennungszentrum und Spezialsprechstunden bieten für privatversicherte Ratsuchende und Patienten einen persönlichen und diskreten Zugang zu Beratung im Bereich psychischer und psychosomatischer Beschwerden.

Weiterführende Informationen und Kontakt: www.sigma-institut.de (Telefon: 0761 / 15 18 713 – 0, E-Mail).


Prof. Bielitz im Interview: Informationen zur Corona-Krise

von: Marketingabteilung | Datum: 23. April 2020

Der Geschäftsführende Ärztliche Direktor gibt Einblicke, wie das Sigma-Zentrum mit der aktuellen Situation umgeht, welchen Beitrag die Klinik leistet und welche Folgen und Chancen er im Gesundheitswesen für die Zukunft sieht.

 

Hinweis:
Das Sigma-Zentrum ist als Versorger bei #pflegereserve der Bertelsmann Stiftung registriert. Durch die Covid-19-Pandemie kann es zu Engpässen in der Gesundheitsversorgung und Pflege in Deutschland kommen. Teils gibt es diese schon jetzt, an vielen Stellen deuten sie sich an. #pflegereserve möchte dazu beitragen, die Engpässe zu reduzieren.


Zwangserkrankungen

von: Marketingabteilung | Datum: 22. April 2020

Wenn die Herdplatte zur Plage wird, dann ist dies ein Indiz für eine Zwangsstörung. Diese sind verbreiteter, als gedacht.

Zwangsstörungen – durch Hollywood- Filme wie „Besser geht’s nicht“ oder „Aviator“ ist dieser Begriff schon lange von der Couch des Psychiaters auf die Fernsehcouch unserer Wohnzimmer umgezogen. Betroffene können durch ihre Störung im wahrsten Sinne des Wortes „gezwungen“ sein, bis zu hundert Mal am Tag Herdplatten, Türschlösser, Gashähne oder Aschenbecher zu kontrollieren. Manche verbringen Stunden damit, Gegenstände wie Bücher, Kleidung oder Nahrungsmittel nach genauen Regeln präzise anzuordnen. Andere können an bestimmten Gegenständen wie z. B. Straßenlaternen nicht vorbeigehen, ohne sie anzufassen, wieder andere können bestimmte Gegenstände wie Türklinken niemals anfassen, und wenn, dann nur mit Gummihandschuhen. Diese Handlungen zu unterlassen, bedeutet für einen Betroffenen, unerträgliche Angstzustände aushalten zu müssen. Denn die Definition eines Zwangs ist – im Gegensatz zu beispielsweise wahnhaftem Verhalten – dass der Betroffene die Zwänge selbst als unsinnig und unangenehm erlebt, ihnen aber nicht widerstehen kann. Das macht diesen Zustand umso qualvoller.

Was tun, wenn ich selbst betroffen bin?
Wer zu den 3,8 % der Deutschen gehört, die an einer Zwangserkrankung leiden, muss nicht daran verzweifeln: Bundesweit gibt es ca. 17.000 Praxen von Psychotherapeuten und ca. 2.600 psychiatrische Kliniken. Diese sind verbreiteter, als gedacht. Im Wandel der Zeit sind psychische Krankheiten von einem Dasein hinter geschlossenen Türen längst schon in die Welt der Hochglanzmagazine vorgedrungen. Hollywood-Ikonen wie Charlize Theron thematisieren öffentlich ihre Zwangsstörung, David Beckham erzählt in Interviews, dass er es nicht aushält, wenn Gegenstände in ungerader Anzahl vorliegen. Was einst ein tabuisierter Makel war, ist heute im Auge der Öffentlichkeit zu einem Feature geworden, das der Popularität Menschlichkeit hinzufügt. Auch im Bekanntenkreis wird mittlerweile nicht nur mit Selfies vom Infinity-Pool des letzten Bali-Urlaubs geprahlt oder mit glänzenden Augen von Outdoor-Abenteuern der letzten Backpack-Reise in Neuseeland erzählt. Längst haben der Speiseplan der letzten Privatklinik, die intensiven Erfahrungen mit den Therapiegruppenmitgliedern oder die Frisur des attraktiven Therapeuten bisweilen die ehemals üblichen Gesprächsthemen abgelöst. Offensichtlich ist festzustellen, dass es nicht mehr mit den gleichen gesellschaftlichen Vorurteilen wie vor 20 Jahren behaftet ist, sich Hilfe zu holen. Bleibt die Frage: Wie sieht die Hilfe aus, die ich mir holen kann?

Was aber wirkt nun gegen Zwänge?
Escitalopram, Sertralin, Paroxetin oder Fluoxetin: Diese sogenannten Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) sind im eigentlichen Sinne Antidepressiva, entfalten aber durch ihren Einfluss auf hirneigene Botenstoffe auch eine Wirkung gegen Zwänge. Noch immer sind starke Vorurteile gegenüber Psychopharmaka in unserer Gesellschaft verankert. Ängste vor Nebenwirkungen oder vor Abhängigkeit werden durch das ohnehin schon verbreitete Misstrauen gegenüber der Pharmaindustrie noch geschürt. Dabei gelten vor allem SSRI der zweiten Generation als besonders nebenwirkungsarm und werden daher nicht ohne Grund zu den sogenannten „Clean Drugs“ gezählt. Ebenso ist bei diesen die Abhängigkeitsgefahr reiner Mythos; SSRI greifen in das serotonerge System des Hirnstoffwechsels ein, haben dadurch keinen Einfluss auf das Belohnungszentrum des Gehirns. Letzteres ist für eine Suchtentwicklung unabdingbar. Deshalb machen Antidepressiva nicht abhängig, weder körperlich noch psychisch.

Multimodales Vorgehen
Auch das Argument, dass man mit Tabletten die eigene Persönlichkeit auf unnatürliche Weise verändere, ist nicht mehr zeitgemäß. Ein Mensch, der sich ein Bein bricht, verzichtet auch nicht auf den Gips, weil dieser nicht natürlicherweise im Körper vorkommt. SSRI haben dem Gips aber voraus, dass sie dem Körper keinen Botenstoff hinzufügen, sondern so wirken, dass sie die hirneigenen Botenstoffe wieder aktivieren. Wer dennoch skeptisch bleibt und eine medikamentöse Behandlung lieber vermeiden möchte, hat trotzdem weitere mögliche Therapieoptionen. Im Sigma-Zentrum Bad Säckingen, einer Privatklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin, wird einem multimodalen, interdisziplinären Ansatz Rechnung getragen. Neben der oben genannten Kombination aus Psychotherapie und medikamentöser Behandlung bietet die Klinik eine Bandbreite an kreativen und körperorientierten Therapieverfahren an. Die dort vertretene Grundhaltung, dass nicht die Krankheit, sondern der Mensch im Mittelpunkt steht, kann ein wichtiges Fundament zur Reaktivierung eigener Ressourcen des Betroffenen bedeuten. Letzten Endes ist jedes therapeutische Bestreben darauf ausgerichtet, dass Menschen ihren eigenen Weg wiederfinden, den sie mit ihren eigenen Füßen gehen. Auf die Bewältigung einer Zwangsstörung übertragen, bedeutet dies die Rückeroberung eines wichtigen Stücks eigener Freiheit. Um es mit Jean-Jacques Rousseaus Worten abzuschließen: Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will.


Tag des Waldes

von: Marketingabteilung | Datum: 21. März 2020

Am heutigen Tag des Waldes konzentrieren wir uns auf die beruhigende Wirkung der Natur. Auch in unserem Therapiegarten erfahren unsere Patienten diese Wirkung. Im
Rahmen unserer Natur- und Gartentherapie können depressive Verstimmungen vermindert, das Selbstvertrauen gestärkt und soziale Kompetenzen gefördert werden. Erfahren Sie hier mehr über den besonderen Ansatz dieser Therapieform >>>


Sigma-Institut im Ärztehaus beim Diakoniekrankenhaus in Freiburg eröffnet

von: Marketingabteilung | Datum: 1. März 2020

Pressemeldung Sigma-Zentrum
Bad Säckingen, 29. Februar 2020

Mit dem Sigma-Zentrum in Bad Säckingen hat eine der großen Privatkliniken für interdisziplinäre Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin eine Freiburger Anlaufstelle für Patienten mit psychischen Erkrankungen geschaffen. Das Sigma-Institut im neuen Ärztehaus (Wirthstraße 9) beim Diakoniekrankenhaus in Freiburg bietet mit Ambulanz, Früherkennungszentrum und Spezialsprechstunden für privatversicherte Ratsuchende und Patienten einen persönlichen und diskreten Zugang zu Beratung im Bereich psychischen und psychosomatischen Unwohlseins. Auch spezielle Behandlungskonzepte für Indikationen wie chronische Schmerzstörungen, Traumafolgestörungen und Internet- bzw. Mediensucht sind Bestandteile des neuen Angebots, mit dem das Sigma-Zentrum auf die immer größere Nachfrage aus dem Raum Freiburg reagiert. Weiterführende Informationen und Kontakt: www.sigma-institut.de

Im 20. Jubiläumsjahr des in Bad Säckingen entwickelten – bundesweit nachgefragten und ursprünglich als Kybernetische Therapie bezeichneten – Konzeptes bleibt das Sigma-Zentrum der höchstindividualisierten Therapie mit dem Patienten als Partner im Behandlungsprozess treu. „Ein persönlicher Ansprechpartner (Bezugs-Psychologen-System) nimmt sich die erforderliche Zeit, um auch über die Aktivierung vorhandener Ressourcen des Patienten und die Integration aller patientenwirksamen Modelle/Methoden den nachhaltigen Therapieerfolg zu sichern“, betont der Geschäftsführende Ärztliche Direktor Professor Dr. Christoph Bielitz. Das Sigma-Institut soll auch dazu beitragen, Skepsis bei Betroffenen zu überwinden und Vertrauen in die Kompetenz der Psychiatrie und Psychotherapie zu entwickeln. Im Vordergrund steht der Patientennutzen, also die Frage: „Was hilft dem Patienten wirklich?“. Dazu gehört auch ganz wesentlich, die stationäre, teilstationäre und ambulante Versorgung aufeinander abzustimmen, Sektorengrenzen zu überwinden und Vernetzung im Sinne des Patienten anzupassen.

Im Freiburger Sigma-Institut wird für jeden privatversicherten Ratsuchenden und Patienten individuell eine integrative Beratung und gegebenenfalls eine entsprechende Therapie angeboten. Ambulanz und Früherkennungszentrum bieten einen diskreten Zugang und tragen der Tatsache Rechnung, dass die Grenzen von einfacher, vorübergehender und ernster psychischer Beeinträchtigung oft fließend sind. Zu den Indikationen gehören beispielsweise somatoforme Schmerzstörungen, Schlafstörungen, Essstörungen, Depressionen und Belastungsstörungen (auch „Burnout“), Psychosen, Angst-, Zwangs- und Suchterkrankungen, Traumafolgestörungen, lange anhaltende oder häufig wiederkehrende Schmerzen mit und ohne klar ersichtliche körperliche Ursache, ADHS im Erwachsenenalter und weitere. Das Früherkennungszentrum in Freiburg ist – wie die Ambulanz auch – angeschlossen an das Sigma-Zentrum in Bad Säckingen, welches in mehreren Abteilungen und der angeschlossenen Tagesklinik die wichtigsten Bereiche integriert: Interdisziplinäre Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik, Innere Medizin, Allgemeinmedizin mit Naturheilverfahren, Neurologie und Schlafmedizin, Sozialmedizin und Suchtmedizin, Gerontopsychiatrie, Psychotherapeutische Medizin, Systemische Therapie, Paar- und Familientherapie sowie Intensivbetreuung in geschützter Station.

Die integrierte Sigma-Akademie fördert den interdisziplinären Dialog und leistet mit Veranstaltungen für Patienten einen Beitrag zur gesundheitlichen Aufklärung; schließlich ist eine umfassende Aufklärung und Information von Betroffenen mit deutlich besseren Therapieergebnissen verbunden. Zudem sind Weiterbildungsangebote für Ärzte und Psychologen geplant.

Eine Gutachtenstelle, geleitet von Prof. Dr. Christoph Bielitz, bündelt die gutachterliche Expertise in etlichen Bereichen: Unterbringungsrecht, Betreuungsrecht, Strafrecht, Testierfähigkeit, Geschäftsfähigkeit, Familienpsychologie, Gutachten für die Sozialgerichtsbarkeit bei Rentenfragen und Einstufung nach Schwerbehindertenrecht, Gutachten nach Fahrerlaubnisverordnung, für die PKV auch Klärung der Arbeitsunfähigkeit / Berufsunfähigkeit. Die Auftraggeber sind beispielsweise Amts- und Landgerichte in Südbaden, Sozialgerichte in Baden-Württemberg, Landessozialgerichte Bayern und Baden-Württemberg, Privatpersonen, Krankenversicherungen, Rechtsanwälte und Notare, Landratsämter und der Medizinische Dienst der privaten Krankenversicherungen.

www.sigma-institut.de

 

Prof. Dr. med. Christoph Bielitz
Geschäftsführender Ärztlicher Direktor
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Naturheilverfahren, Suchtmedizin

Dr. med. Olaf Windmüller
Leitender Oberarzt und Direktor Sigma-Akademie
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Neurologie

 


Leben auf der Überholspur – Abhängigkeiten / Süchte

von: Marketingabteilung | Datum:

Gesund ist, wenn Sie sich rundherum wohl fühlen.

Im eigenen Körper. In der eigenen Seele. Im eigenen Leben.

baden.fm und das Sigma Zentrum in Bad Säckingen kümmern sich um Sie und Ihre Gesundheit.

Erfahren Sie wie Sie mit Körper und Seele im Einklang stehen.

Wir bringen Sie auf neue Ideen. Wir erklären Zusammenhänge und zeigen Ihnen einfache Möglichkeiten wie Sie mit Stress und Belastungen fertig werden.

Heute erhalten Sie bei baden.fm einen Gesundheitstipp in der Reihe „Leben auf der Überholspur“ von und mit Prof. Dr. Christoph Bielitz und Lisa – baden.fm. Diesmal zum Thema „Abhängigkeiten / Süchte„.

 

 


Leben auf der Überholspur – Weihnachtszeit

von: Marketingabteilung | Datum: 13. Dezember 2019

Gesund ist, wenn Sie sich rundherum wohl fühlen.

Im eigenen Körper. In der eigenen Seele. Im eigenen Leben.

baden.fm und das Sigma Zentrum in Bad Säckingen kümmern sich um Sie und Ihre Gesundheit.

Erfahren Sie wie Sie mit Körper und Seele im Einklang stehen.

Wir bringen Sie auf neue Ideen. Wir erklären Zusammenhänge und zeigen Ihnen einfache Möglichkeiten wie Sie mit Stress und Belastungen fertig werden.

Heute erhalten Sie bei baden.fm einen Gesundheitstipp in der Reihe „Leben auf der Überholspur“ von und mit Prof. Dr. Christoph Bielitz und Lisa – baden.fm. Diesmal zum Thema „Weihnachten„.

 

 


Behandlungsmöglichkeit Reflecting Team

von: Marketingabteilung | Datum: 9. Dezember 2019

Ein besonderes Kennzeichen der Behandlung im Sigma-Zentrum ist, dass über viele verschiedene Fachbereiche hinweg Ärzte, Pflege und therapeutisches Personal eng zusammen arbeiten und in regem, intensivem Austausch miteinander stehen. Die Rückmeldungen aus den Fragebögen zur Behandlungszufriedenheiten zeigen, wie sehr dies von den zu behandelnden Menschen geschätzt wird.

Die systemische Therapie trägt diesem Umstand schon seit langem Rechnung, indem sie alle Beteiligten einer Behandlung zur aktiven Teilnahme und Auseinandersetzung einlädt. Ursprünge finden sich bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts in dem Versuch, die Vielfalt der Perspektiven mehr zu nutzen. Seit einigen Jahren integriert das Sigma-Zentrum diesen Ansatz in das eigene multimodale Behandlungskonzept, das auch systemische Sichtweisen und Interventionen berücksichtigt, durch die Anwendung des sogenannten Reflecting Teams.

Bei dieser Intervention setzt sich das ganze Behandlungsteam mit der Patientin oder dem Patienten im Kreis zusammen und reflektiert den therapeutischen Prozess. Dabei tauschen sich zunächst alle Behandler miteinander über den Patienten aus – so als wäre dieser nicht anwesend. Nach einem ersten Durchgang von circa 15 bis 20 Minuten, in denen alle Perspektiven zusammengetragen und kommentiert worden sind, hat der Patient die Möglichkeit, einige Minuten zum Gehörten Stellung zu beziehen, während alle an der Behandlung Beteiligten der Schilderung seiner Perspektive zuhören. Je nach Bedarf kann in einer dritten Runde noch ein gemeinsamer Austausch über das Gehörte stattfinden. So dauert ein Reflecting Team in der Regel ungefähr eine halbe Stunde. Aufgrund der Vielfalt der Perspektiven und Informationen hat es sich bewährt, diese Zeit als Maßstab zu nehmen, um Überforderung zu vermeiden. Im Anschluss können die verschiedenen Aspekte in den einzelnen Therapien weiter vertieft werden.

Reflecting Team als Intervention möglichst effizient zu gestalten, haben sich einige Spielregeln bewährt, die zwar selbstverständlich sind, aber doch besser erläutert werden. Umso weniger Angst die Beteiligten haben, desto besser. Zunächst soll das Gespräch vom selben Wohlwollen und derselben Wertschätzung des Menschen getragen sein, die auch in den Teamsitzungen herrschen. Das heißt nicht, dass Kritisches nicht angesprochen werden darf oder soll, sondern dass es wohlwollend und wertschätzend angesprochen wird. Zudem gilt, dass während des Reflecting Teams alle Perspektiven gleichwertig sind – vom Chefarzt zur Pflege und zwischen Behandlern und Behandelten. Umso mehr Perspektiven, desto besser. Dies entspricht dem Grundsatz der systemischen Therapie, dass es nicht nur eine Wahrheit gibt, sondern viele Wahrheiten. In diesem Sinne sollen unnötige Verstrickungen dadurch vermieden werden, dass alle Beteiligten inklusive des Patienten angehalten werden, auf Neues und Anregendes zu achten und Verschiedenartiges nebeneinander bestehen zu lassen, anstatt Ansichten anderer zu korrigieren.

Reflecting Team ist eine Intervention, die auf Beschluss des ganzen Teams stattfindet. Aufgrund des hohen damit verbundenen Aufwandes, bedarf es einer speziellen Indikation und kann nicht standardmäßig angeboten werden. Zudem ist besonders wichtig, dass der Patient einverstanden ist und die Maßnahme als zielführend erachtet. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass besonders Menschen vom Reflecting Team profitieren, die sich vor dem Austausch des Behandlungsteams fürchten, da sie z.B. aufgrund schlechter Erfahrungen erwarten, dass schlecht über sie gesprochen wird. Auch profitieren Menschen, die das Gefühl haben, ihr therapeutischer Prozess stagniert und sie kommen nicht mehr vorwärts – oder, dass sie „tausend Baustellen“ haben. Wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass diese Intervention hilfreich ist, wenn jemand mit „der Klinik“ Schwierigkeiten hat und das Gefühl hat, dass seine Perspektive nicht gesehen oder ernstgenommen wird. So können verschiedene Perspektiven zusammengeführt werden. Manchmal hilft es auch, wenn Menschen vor der Entlassung fürchten, dass sie alles Gute, das sie erfahren haben, verlieren könnten. So erfahren sie nochmal eine Stärkung.

In diesem Sinne möchten wir alle Beteiligten auffordern, die Idee des Reflecting Teams aufzugreifen und gemeinsam zu diskutieren, ob die Anwendung sinnvoll ist. Pflege, Patienten, Fachtherapeuten, Psychologen, Psychiater und diejenigen, die wir hier womöglich leider übersehen haben. Systemische Therapie heißt eben vor allem auch die Integration verschiedener Perspektiven zu einem mehr oder weniger stimmigen Gesamtbild.

Mag. phil. Benedikt Mayer

 


So wird die Weihnachtszeit stressfrei

von: Marketingabteilung | Datum: 6. Dezember 2019

Christoph Bielitz, der ärztliche Direktor des Sigma-Zentrums Bad Säckingen, erklärt, wie der Advent und Weihnachten viel entspannter sein können. Hohe Erwartungen an ein perfektes Fest schaffen demnach unnötigen Druck.

Weihnachten ist ein Fest, mit dem in vielerlei Hinsicht hohe Erwartungen verknüpft sind. Es steht sinnbildlich für familiäre Idylle, Besinnlichkeit und Ruhe. Es ist das Fest des Schenkens und Beschenktwerdens. Viele Menschen fühlen sich jedoch in dieser Zeit des Jahres besonders gestresst und empfinden die Weihnachtszeit alles andere als beschaulich. Warum ist das so, und was lässt sich dagegen tun? Wir haben mit dem ärztlichen Direktor des Sigma-Zentrums Bad Säckingen, Christoph Bielitz, gesprochen.

„Stress ist ein subjektives Empfinden. Wir machen uns oft selbst den Druck, es allen Recht zu machen und die Feierlichkeiten harmonisch gestalten zu wollen“, lautet seine These. Vor allem der „Was wäre, wenn…“-Gedanke sei bei vielen Menschen in der Vorbereitungszeit auf Weihnachten allgegenwärtig und sei laut dem Experten für viele Probleme verantwortlich: „Was ist, wenn mein Geschenk nicht gefällt?“ oder: „Was ist, wenn das Festtagsessen nicht so wird, wie ich mir das vorstelle?“ seien dabei gängige Fragen, die Menschen beschäftigten und für Stress und Verunsicherung sorgten. Das sei bis zu einem gewissen Grad durchaus normal: „Stressempfinden ist bei vielen Menschen mit größeren Ereignissen wie Geburtstagen, Weihnachten oder auch Ostern verbunden“, so Bielitz.

Gerade in der Vorweihnachtszeit häufen sich derweil Verpflichtungen und feierliche Anlässe – betrieblicher und privater Natur. „Statt die Zeit der schönen Rituale genießen zu können, wird die Adventszeit mitunter als lästig empfunden. Dabei liegt es an uns selbst, diesem Empfinden entgegenzuwirken“, erklärt Christoph Bielitz.

Wenn man sich durch die Weihnachtszeit gestresst fühle, helfe es, diese Zeit gelassener zu betrachten. Weniger Pläne, weniger Vorsätze, was alles geleistet werden muss, und generell die Erwartungen herunterschrauben – das alles könne zur Senkung des Stressempfindens beitragen.

Dabei ist es laut Bielitz vor allem wichtig, Prioritäten zu setzen. Das kann so aussehen, dass man eben nur noch drei Sorten Plätzchen statt fünf backt. Oder anstatt zig Weihnachtsbriefe zu verschicken, lasse sich heutzutage auch einfach auf E-Mails zurückgreifen. „Man sollte sich gelassener auf die Rituale vorbereiten und bewusster genießen“, rät der Experte. Machen, auf was man Lust hat, das sei die Devise der Vorweihnachtszeit.

Auch die Suche nach einem passenden Geschenk ist ein Faktor, der viele Menschen stresst. Vereinbarungen, sich keine materiellen Dinge, sondern Zeit zu schenken, seien gute Möglichkeiten, den Stress zu mindern. Allerdings müssten sich dann auch alle Parteien an eine solche Vereinbarung halten. „Ansonsten wird Verdruss erzeugt“, sagt Bielitz.

Alternativ lasse sich auch auf ein Weihnachtsfest im herkömmlichen Sinne verzichten. Stattdessen könne man verreisen oder aber das Fest anders gestalten. „Man kann sich am Abend treffen und jeder bringt eine Kleinigkeit mit und man schaut, was passiert, ohne überzogene Vorbereitung oder Erwartung. Oder aber man schenkt sich Zeit und fährt gemeinsam auf den Weihnachtsmarkt, geht gemeinsam in ein Konzert.“ Der Fantasie seien keine Grenzen gesetzt, sagt der Experte. Entscheidend ist, sich etwas zu entschleunigen und Weihnachten so zu gestalten, dass man die Zeit mit den Liebsten genießen kann, jeder aber auch Gelegenheit erhält, sich in dem Trubel etwas Zeit für sich selbst zu nehmen, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen.

Text: Daniela Seiberle
Quelle: Südkurier, 06.12.2019

 

>>> Information für Einweiser

Für einweisende Ärzte und Therapeuten stehen unsere Ärzte gerne für Rückfragen und Konsile zur Verfügung – auch nach 17.00 Uhr und an Wochenend- und Feiertagen.

Akuteinweisung Sigma-Klinik


Diagnose Krebs – was nun?

von: Marketingabteilung | Datum: 3. Dezember 2019

Jedes Jahr erhalten laut der Deutschen Krebsgesellschaft etwa 500.000 Deutsche die Diagnose Krebs. Betroffene und Angehörige suchen Anlaufstellen, um sich aus erster Hand über psychoonkologische Unterstützung zu informieren. Welche Belastungsfaktoren können bei Krebs auftreten und welche Rolle spielt die Psyche im Verlauf von Krebserkrankungen?

Die Ängste der an Krebs Erkrankten sind zum großen Teil existenzielle Ängste. Der Verlauf der Erkrankung ist oft nicht vorhersehbar, nicht kontrollierbar, sondern unberechenbar, eine Zerreißprobe zwischen Hoffnungen und Befürchtungen, eine Achterbahn der Gefühle. Patienten erleben die anhaltende Bedrohung, die nicht von außen, sondern aus dem eigenen Körper kommt, oft wie eine tickende Zeitbombe, die jederzeit losgehen kann und der sie sich hilflos ausgeliefert fühlen. „Lebensbedrohliche Erkrankungen wie Krebs können auch Depressionen auslösen, die oftmals zu einer Abwärtsspirale führen, weil sie dem Patienten den Lebensmut rauben, die Immunabwehr schwächen und dadurch die Kraft nehmen, gegen die Krebserkrankung zu kämpfen“ berichtet Professor Dr. med. Christoph Bielitz, Ärztlicher Direktor des Sigma-Zentrums Bad Säckingen. Dabei sind die Problemlagen und daraus resultierenden psychosozialen Bedürfnisse von Krebspatienten je nach Lebensphase, in der die Erkrankung auftritt, oft sehr unterschiedlich. Bei betagten Patienten bestehen z.B. häufig Multimorbidität und daraus resultierend schwierige Behandlungsentscheidungen, aber auch Probleme der Alltagsbewältigung oder Gefahren von sozialer Vereinsamung. Bei sehr jungen Menschen kann die Krankheit psychische und soziale Entwicklungsvorgänge beeinträchtigen, die Betroffenen haben aber gleichzeitig weniger Verarbeitungsmöglichkeiten, mit Lebenskrisen umzugehen als ältere Patienten.

Gelingt es nicht, Gedanken und Gefühle mitzuteilen, sind häufig depressive Verstimmungen und Schwankungen des seelischen Gleichgewichts die Folge. Obwohl die Psychoonkologie für eine patientenzentrierte onkologische Versorgung unabdingbar ist, fehlen in Deutschland für sehr junge aber auch für betagte Patienten etablierte psychoonkologische Versorgungskonzepte. Die Psychoonkologie im Sigma-Zentrum Bad Säckingen unterstützt diese Patientengruppen mit ihren Angehörigen bei der Verarbeitung der Krankheit und hilft ihnen, in belastenden Situationen Mut, Kraft und Hoffnung zu schöpfen. Die sich auch an Angehörige von an Krebs erkrankten Menschen richtenden Behandlungsangebote tragen der Tatsache Rechnung, dass die Fragen und Problemlagen bei einer Krebserkrankung sowohl medizinisch als auch psychologisch adressiert werden müssen und Onkologie und Psychoonkologie nicht getrennt voneinander gesehen werden dürfen

Die Diagnose Krebs ist eine erschütternde Feststellung, die bei vielen Betroffenen Ängste und Sorgen auslöst und nicht selten auch traumatisch verarbeitet wird. Bei der Behandlung von derartigen Traumafolgestörungen geht es darum, dass die betroffene Person darin unterstützt wird, das traumatische Geschehen zu verarbeiten, damit es integriert werden kann und somit zur Erinnerung wird“, erläutert Prof. Dr. Christoph Bielitz. Das mehrstufige Behandlungskonzept des Sigma-Zentrums besteht in der Regel aus mindestens zwei 50-minütigen Einzelgesprächen pro Woche, Teilnahme an intensiver Körperpsychotherapie, an einer speziell für traumatisierte Menschen konzipierten Stabilisierungsgruppe sowie ggf. der Teilnahme an Gestaltungstherapie, Musiktherapie, Tanz- und Bewegungstherapie, an Entspannungsverfahren und ggf. weiteren ergänzenden fachtherapeutischen Verfahren.

Informationen zum Gesundheitsforum zu diesem Thema am 11.12.2019 finden Sie hier:

„Diagnose Krebs – und nun?“ – Gesundheitsforum in Freiburg am 11.12.2019


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