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Privates Fachklinikum für interdisziplinäre Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin
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Im Round Table-Gespräch mit MdB Michael Theurer

von: Marketingabteilung | Datum: 11. Dezember 2018

Lange Wartezeiten, Infragestellung der Kostenübernahme durch Krankenkassen: Bei der Behandlung psychisch Kranker gibt es in Deutschland weiterhin Probleme. Die privaten Fachkrankenhäuser sind deshalb gerade im Bereich der psychiatrischen Erkrankungen ein wichtiger Stützpfeiler in der Gesundheitsversorgung.
 
In einem Round Table-Gespräch hat deshalb Michael Theurer (MdB, Landesvorsitzender der FDP BW, Mitglied im Bundespräsidium und Bundesvorstand der FDP, Stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion im Bundestag) mit der Geschäftsleitung des Sigma-Zentrums die schwierigen gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen diskutiert und angekündigt, eine entsprechende Parlamentsanfrage zu formulieren. Gleichzeitig zeigte er sich beeindruckt vom Konzept eines der deutschlandweit führenden privaten Fach-Krankenhäuser für interdisziplinäre Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin: Höchstindividualisierte Therapie mit dem Patienten als Partner im Behandlungsprozess.
 
Zum Artikel vom 06.12.2018, Badischen Zeitung >>>

 


Emotionale Wunden heilen

von: Marketingabteilung | Datum: 25. November 2018

Mehrstufiges Behandlungskonzept im Sigma-Zentrum

Wenn ein Mensch etwas erlebt, das seine Anpassungs- und Bewältigungsstrategien überfordert, wird automatisch sein Stresssystem aktiviert. Bei einer „Posttraumatischen Belastungsstörung“ (PTBS) dauern die seelischen Schmerzen an – oft über Jahre und Jahrzehnte – und ziehen massive, z. T. auch akute Symptome nach sich wie z. B. Unfähigkeit, Reize zu verarbeiten, Desorientierung in bestimmten Situationen (Dissoziation), Rückzug, innere und äußere Unruhe. Vor einer Trauma-Bearbeitung gilt es unbedingt, die betroffenen Personen psychisch zu stabilisieren und u. a. eine Ressourcenaktivierung einzuleiten. Das Sigma-Zentrum Bad Säckingen hat dazu ein mehrstufiges Behandlungskonzept entwickelt, bei dem die Traumabehandlung so dosiert wird, dass die psychische Verarbeitungsfähigkeit des Patienten nicht überschritten wird.

Stressreaktionen sind ein genetisch verankertes, überlebensnotwendiges und automatisiertes Reaktions- und Verhaltensprogramm, das mit körperlichen Symptomen verbunden ist. Charakteristisch für die Entwicklung eines Posttraumatischen Belastungssyndroms ist u. a. der Umstand, dass die psychische Anspannung des Menschen nach Stunden oder Tagen nicht nachlässt, da die Person nicht in der Lage ist, das Erlebte psychisch zu verarbeiten. In Folge dessen kann es nicht in die Erfahrungswelt integriert werden und in das Langzeitgedächtnis übergehen. Es wird nicht zur Erinnerung. Damit das Erlebte nicht ständig präsent ist, bleibt der Psyche nur die Möglichkeit, das Unverarbeitete abzuspalten.

Die Intensität der Abspaltung variiert. Im extremen Fall ist sie dem Bewusstsein nicht mehr zugänglich. Durch Auslöser (Trigger) kann die unbewusste Erinnerung jedoch plötzlich und unerwartet wieder aktiviert werden. Dies kann über alle Sinnesorgane (Augen, Ohren, Nase, Haut) geschehen. In Folge davon tauchen die Bilder der Ereignisse unvermittelt auf und/oder die damit einhergehenden Gefühle und/oder Körperreaktionen stellen sich ein. Die Person wird dann davon überflutet, da dies unwillkürlich passiert und sie keinen Einfluss darauf hat. Sie hat das Gefühl, als ob der traumatisierende Vorgang „jetzt“ (wieder) passierte. Daher stellen sich dann auch damit einhergehende Stressreaktionen wieder ein, wie beim Erleben des Traumas selbst.

„Bei der Behandlung von Traumafolgestörungen geht es darum, dass die betroffene Person darin unterstützt wird, das traumatische Geschehen zu verarbeiten, damit es integriert werden kann und somit zur Erinnerung wird“, erläutert Prof. Dr. Christoph Bielitz, Ärztlicher Direktor des Sigma-Zentrums Bad Säckingen. Das mehrstufige Behandlungskonzept des Sigma-Zentrums besteht in der Regel aus mindestens zwei 50-minütigen Einzelgesprächen pro Woche, Teilnahme an intensiver Körperpsychotherapie, an einer speziell für traumatisierte Menschen konzipierten Stabilisierungsgruppe sowie ggf. der Teilnahme an Gestaltungstherapie, Musiktherapie, Tanz- und Bewegungstherapie und an Entspannungsverfahren.

Auch Diagnosen wie z. B. Krebs können bei vielen Betroffenen Ängste und Sorgen auslösen und nicht selten auch zu Traumafolgestörungen führen. Der Verlauf der Erkrankung ist oft nicht vorhersehbar, nicht kontrollierbar, sondern oft unberechenbar, eine Zerreißprobe zwischen Hoffnungen und Befürchtungen, eine Achterbahn der Gefühle. Diese anhaltende Bedrohung, die nicht von außen, sondern aus dem eigenen Körper kommt, erleben viele Menschen wie eine tickende Zeitbombe, die jederzeit losgehen kann und der sie sich hilflos ausgeliefert fühlen. Gelingt es nicht, Gedanken und Gefühle mitzuteilen, sind häufig depressive Verstimmungen und Schwankungen des seelischen Gleichgewichts die Folge. Obwohl die Psychoonkologie für eine patientenzentrierte onkologische Versorgung unabdingbar ist, fehlen in Deutschland für sehr junge aber auch für betagte Patienten oft notwendige, etablierte psychoonkologische Versorgungskonzepte. Die Psychoonkologie im Sigma-Zentrum Bad Säckingen unterstützt diese Patientengruppen mit ihren Angehörigen bei der Verarbeitung der Krankheit und hilft ihnen, in belastenden Situationen Mut, Kraft und Hoffnung zu schöpfen.


Alles nur Einbildung?

von: Marketingabteilung | Datum: 20. November 2018

Psychosomatische Erkrankungen werden gerne als Spinnerei abschätzig abgetan. Wir sprachen darüber mit Prof. Dr. Christoph Bielitz, Ärztlicher Direktor im Sigma-Zentrum Bad Säckingen.

Die Zahl der psychischen Erkrankungen in Deutschland ist aufgrund gesellschaftlicher und beruflicher Veränderungen seit Jahren angestiegen. Welche Rolle spielen dabei psychosomatische Erkrankungen?

Prof. Dr. Christoph Bielitz: „Man kann davon ausgehen, dass fast jeder Dritte einmal in seinem Leben an psychischen und/oder psychosomatischen Störungen erkrankt. Davon sind etwa 11 Prozent psychosomatische Störungen. Zur Behandlung setzt das Sigma-Zentrum Bad Säckingen auf ein multimodales und multiprofessionelles Therapiekonzept.“

Welches sind die häufigsten und in der Bevölkerung am meisten verbreiteten psychosomatischen Krankheitsbilder?

Prof. Dr. Christoph Bielitz: „Das sind die schmerzhaften Erkrankungen des Muskel-, Bindegewebs- und Skelettapparates, speziell der Wirbelsäule, häufig assoziiert mit sogenannten Verspannungen und Spannungskopfschmerzen. Die hiermit verbundenen, zum Teil großflächig auf den ganzen Rücken projizierten Schmerzen können im Zusammenhang mit psychischen Belastungen oder Erkrankungen dann zum Teil schwere Ausmaße annehmen.“

Mit welchem Therapiekonzept begegnet man diesen Erkrankungen?

Prof. Dr. Christoph Bielitz: „Psychische oder psychosoziale Faktoren sind in unterschiedlichem Ausmaß an der Auslösung oder Verschlimmerung solcher Erkrankungen bzw. ihrer Beschwerden beteiligt. Beim multimodal-multiprofessionellen Therapiekonzept ist es wichtig, neben einer guten Ausstattung im Bereich der Psychotherapie u. a. ein umfangreiches allgemeinmedizinisch-diagnostisches und körperlich-therapeutisches Angebot vorzuhalten. Im Sigma-Zentrum stehen u. a. erfahrene Allgemeinmediziner und Internisten zur Verfügung, die im Bedarfsfall z. B. mit den benachbarten Radiologen und dem benachbarten spezialisierten Schmerzzentrum intensiv zusammenarbeiten.“

Können Sie mehr zu diesem Therapiekonzept sagen?

Prof. Dr. Christoph Bielitz: „Das spezielle interdisziplinäre, multimodale Konzept des Sigma-Zentrums stellt für unsere Patientinnen und Patienten ein breit gefächertes therapeutisches Angebot sicher, etwa sowohl aus dem Bereich der Schmerztherapie wie der Schmerzpsychotherapie bis hin zur spezialisierten Körpertherapie, Bewegungstherapie und zum Biofeedback, das unbewusst ablaufende körperliche Vorgänge erlebbar und verstehbar macht. So können in diesen Fällen neben schulmedizinischen Verfahren auch komplementärmedizinische Ansätze verfolgt werden.“

Welche Rolle spielt dabei, dass sich Psyche und Körper gegenseitig in starkem Maße beeinflussen?

Prof. Dr. Christoph Bielitz: „Dieser Zusammenhang wird sehr schön sichtbar am Beispiel des Darms. Nach dem Gehirn findet sich im Darm die mit Abstand größte Anzahl von Nervenzellen im Körper. Interessanterweise verlaufen bis zu 90% der Nervenbahnen zwischen Verdauungstrakt und Gehirn nach »oben«, also zum Gehirn. Dort bestehen u. a. enge Verknüpfungen zum Limbischen System, welches zentral für die Verarbeitung von Emotionen verantwortlich ist, also über eine Schnittstelle, die unmittelbar mit den Darmnervenfasern interagieren kann. Gleichzeitig ist der Darm intensiv mit dem Hormonsystem verbunden, welches vom Gehirn gesteuert wird. Dazu kommt das Immunsystem, das ebenfalls insbesondere beim Darm eine große Rolle spielt.“

Was ist die Voraussetzung für eine effektive Diagnostik und Behandlung psychosomatisch bedingter Darmerkrankungen?

Prof. Dr. Christoph Bielitz: „Eine Verzahnung der somatischen mit der psychiatrisch- psychotherapeutisch-neurologischen Medizin und ein möglichst individuelles, ganzheitliches Behandlungskonzept. Dazu gehören falls erforderlich darmspezifische Medikamente, andererseits Psychotherapie und weitere, multimodale psychotherapeutisch wirksame Verfahren wie Entspannungstherapie, Kreativtherapie, Sport- und Bewegungstherapie u.a. Auch gezielt eingesetzte Psychopharmaka zeigen je nach Grunderkrankung oder Problematik eine gute Wirkung. Trotz des hohen Leidensdrucks fühlen sich Betroffene oft nicht ernst genommen. Um den Betroffenen gerecht werden zu können, ist es wichtig, dass neben körperlichen auch seelische Ursachen in Betracht gezogen werden und eine umfassende psychologische Begleitung erfolgt.“

Erschienen in OTC & Visite, Ausgabe November 2018


Weihnachten bringt Freud und Leid

von: Marketingabteilung | Datum: 30. November 2017

Wegen des wegweisenden methodenintegrativen Konzeptes mit einer Vielzahl medizinischer und fachtherapeutischer Verfahren wird das Sigma-Zentrum von Patienten aus ganz Deutschland aufgesucht. Gerade in der Zeit vor und um Weihnachten sowie Silvester ist die Klinik besonders gefragt. Warum dies so ist, fragten wir den Ärztlichen Direktor Herrn Prof. Dr. Christoph Bielitz.

Für viele Menschen ist Weihnachten eher ein Fest der unerfüllten Hoffnungen und Wünsche. Manche haben gar Angst vor den Festtagen. Woran liegt das?
Aus psychotherapeutischer Sicht ist die Weihnachtszeit vor allem Stress. Nicht nur die Zeit der Liebe, der Hoffnung und des Lichts bricht an. Statt Stille und Familienidylle, erleben viele eine Zeit der Maximalbelastung mit Krise. Der Weihnachtsfriede stellt sich nicht überall ein, stattdessen eskaliert um Weihnachten oft ein Streit.

Zu Weihnachten werden Ängste und Einsamkeit besonders bedrückend erlebt. Welche Gründe gibt es dafür?
Das Fest der Hoffnung und des Lichts fällt in die Zeit des zu Ende gehenden Jahres, in der erfahrungsgemäß möglichst viel erledigt werden muss, sei es verordnet oder selbst so gewollt. Schon das stresst. Parallel werden unerfüllte Hoffnungen und Wünsche deutlich. Menschliche Grundbedürfnisse wie Ruhe, liebevolle Zuwendung, Geborgenheit, emotionale Nähe und Angenommensein werden aktiviert. Die Realität ist aber oft eine ganz andere: Zeitmangel, Trennungen oder belastende Familienverhältnisse sind häufig. Die Fähigkeit, sich selbst und anderen gegenüber einfühlsam zu sein, geht im hektischen Treiben unter. Es fehlt die Kraft, sich einander liebevoll zuzuwenden und Konflikte miteinander wohlwollend auszutragen. Gleichzeitig halten sich romantisierte Erwartungen von einer Idylle oder starre Rituale ohne Freiraum für persönliche Bedürfnisse äußerst hartnäckig. Zudem ist das Jahresende eine Zäsur, über den Jahresverlauf Bilanz zu ziehen, nicht nur steuerlich. Das geht nicht selten mit Frustrationen, Problemen und Sorgen einher. Aufgestaute Aggression entlädt sich. Zur Eskalation ist es dann nur noch ein kurzer Schritt.

Hinzu kommen vermutlich auch saisonale Phänomene in der dunklen Jahreszeit. Wie kann man dem eigentlich Unvermeidlichen vorbauen?
Es ist bekannt, dass die lichtärmeren Zeiten viele Menschen psychisch bedrücken. Im Herbst nimmt die Anzahl der von saisonaler Depression Betroffenen zu. Schon Goethe wusste um den Zusammenhang. Viele Menschen, denen das Phänomen bewusst ist, verreisen und machen Urlaub im Licht sozusagen. Wer nicht reisen kann, dem bleibt nur der Aufenthalt im Freien oder eben Lichttherapie mit medizinischen Lichtquellen, wenn sie verordnet ist.

Und das gemeinsame Fest hilft dann genauso wenig wie eine Reise, wenn die Beziehung ohnehin kriselt?
Oft ist das so. Es kann aber auch gut gehen, wenn man sich dessen bewusst ist, dass überzogene Harmonieerwartungen an Weihnachten oft enttäuscht werden. Enttäuschungen kommen indes immer wieder vor. Es stellt sich somit die Frage nach dem eigenen Festentwurf. Wie kann ich feiern, sodass es für mich und meine Familie feierlich und wohltuend ist? Wer sollte dabei sein, wer besser nicht? Schwieriger ist das für Menschen, die einsam sind und somit Angst vor der Stille und dem Vergleich zu anderen, scheinbar fröhlich Feierenden haben.

Wenn Selbsthilfe nicht genügt: Was kann das Sigma-Zentrum etwa mit seinem Früherkennungszentrum beitragen?
Bleibt der Weihnachtsfriede trotz achtsamer Vorbereitung und ehrlicher Auseinandersetzung mit sich selbst dennoch gänzlich aus bzw. eskalieren die Situationen, kann es hilfreich sein, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das ist besonders dann der Fall, wenn Angst und Depression um sich greifen. Dafür gibt es psychosoziale Notdienste und Beratungsstellen. Auch das Sigma-Früherkennungszentrum in Bad Säckingen steht parat. Hier nimmt man sich auch gerade in der gefühlsbeladenen Zeit vor Weihnachten und um Silvester Zeit für die Seele.

>>> Information für Einweiser

 


Lesung und Vortrag in Stuttgart

von: Marketingabteilung | Datum: 12. November 2017

„Wie ich meine Essstörung überwand“
Lesung in der ABAS-Anlaufstelle in Stuttgart

Mit 13 Jahren begann Nicole Knörr immer weniger zu essen. Als ihre Körpertemperatur auf unter 34 Grad sank und sie nichts mehr spürt als innere Knochenkälte, wurde sie notfallmäßig in die Klinik eingeliefert. Um anderen Betroffenen zu helfen hat sie Ihre Erlebnisse zur Krankheitsgeschichte und Heilung zusammen mit der im Sigma-Zentrum Bad Säckingen tätigen Psychotherapeutin Sylke Aust in einem im Stuttgarter Patmos-Verlag erschienenen Buch zusammengefasst. In unter die Haut gehenden Szenen und Erzählpassagen vermittelt sie dem Leser in ihrem Buch „Magere Jahre – Wie ich meine Essstörungen überwand“, was im Kopf einer Magersüchtigen vor sich geht und warum es so schwer ist, „einfach wieder zu essen“. Die Autoren werden am Mittwoch, 22. November um 18:30 Uhr das neu erschienene Buch in der ABAS-Anlaufstelle bei Essstörungen in Stuttgart (Lindenspürstraße 32) im Rahmen einer Lesung vorstellen und im Anschluss bei einem Imbiss für persönliche Fragen zur Verfügung stehen.

Mit Fortschreiten ihrer Magersucht nahm Nicole Knörr täglich nur noch 300 ml fettfreie Bouillon zu sich. Damit kann man nicht überleben. Doch die heute in Leibstadt/Schweiz lebende Zwanzigjährige ist eine Kämpferin, überwand ihre Krankheit und verarbeitete ihre Erlebnisse in ihrem Buch. Sylke Aust, Psychologische Psychotherapeutin und Verhaltenstherapeutin mit dem Schwerpunkt Magersucht, hat die Texte mit fundierten Expertentipps für Betroffene und Angehörige ergänzt.

Eine Einführung zur Veranstaltung gibt Prof. Dr. Christoph Bielitz, Ärztlicher Direktor des Sigma-Zentrums. Nicht selten werden heute Essstörungen als launisches Essverhalten verharmlost und aufgrund mangelnder Akzeptanz der psychischen Ursache verleugnet. Das mündet häufig in folgenreiche Chronifizierungsspiralen, die langwierige Therapien erfordern. In der medizinischen und psychotherapeutischen Versorgung kommt es vor allem auf eine frühe Intervention an, um die tieferliegenden Ursachen der Störung zu erkennen und Lösungsstrategien mit dem Patienten zu erarbeiten. „Das Früherkennungszentrum des Sigma-Zentrums bietet deshalb eine spezialisierte Diagnostik und nimmt sich die Zeit, um individuell für die seelische Situation der Betroffenen passende Schritte zur erfolgreichen Psychoedukation einzuleiten“, betont Psychotherapeutin Sylke Aust und ergänzt: „Das personenzentrierte multimodale und ganzheitliche Behandlungskonzept des Sigma-Zentrums ist das Fundament für eine erfolgreiche Behandlung von Essstörungen.“

Die Veranstaltung ist von der Landesärztekammer Baden-Württemberg mit 3 CME-Punkten zertifiziert.

Der Eintritt ist frei; aufgrund der begrenzten Kapazität ist eine Anmeldung erforderlich unter info@abas-stuttgart.de.

Download Flyer >>>


Wieder gesund genießen lernen

von: Marketingabteilung | Datum: 25. Oktober 2017

Die Behandlung von Essstörungen ist ein Schwerpunkt unseres Leistungsspektrums. Als zertifizierte „Klinik für Diabetespatienten geeignet“ behandeln wir als häufigste Ernährungserkrankung die Adipositas, die oft einen Diabetes mellitus nach sich zieht. Aber ca. 1,5% der Bevölkerung, und darunter in erster Linie junge Frauen, sind von anderen Formen der Essstörung betroffen, der Anorexie (Anorexia nervosa), der Bulimie (Bulimia nervosa) oder der Binge-Eating-Störung. Das Sigma-Zentrum veranstaltet hierzu im Rahmen einer Buchveröffentlichung von Nicole Knörr und Psychotherapeutin Sylke Aust verschiedene Informationsveranstaltungen. Nähere Informationen zur Behandlung dieser oftmals schweren und langwierigen Essstörungen finden Sie neu im Patientenforum.

Im Σ Sigma-Zentrums arbeiten wir multimodal mit einem psychiatrisch-psychotherapeutischen Konzept, das psychodynamische, verhaltenstherapeutische und systemische Aspekte bezüglich der einzigartigen Persönlichkeit der Patientin / des Patienten integriert. Bei der Verhandlungsvereinbarung werden gemeinsam Ziele erarbeitet, wie regelmäßiges Wiegen und eine Zielgewichtsvereinbarung, ein Stufenplan, das Führen eines Esstagebuches, der Abbau der verbotenen Lebensmittel, Emotionstherapie, körpertherapeutische Maßnahmen, Angehörigengespräche, das Erlernen einer Essstruktur in Begleitung einer Pflegeperson, Ernährungsberatung, aber auch die Akzeptanz von restriktiven Maßnahmen bei Rückschlägen (z.B. Anbindung an das Pflegepersonal) können Bestandteile des therapeutischen Settings sein. Einzelpsychotherapie findet bis zu dreimal pro Woche statt, hinzu kommt die interaktionelle Gruppenpsychotherapie, Körpertherapien und je nach Gewicht Bewegungstherapie, sozialpsychiatrische Einbindung sowie regelmäßige medizinisch somatische und psychiatrische Überwachung.
In den Therapien geht es nicht nur um die Normalisierung des Essverhaltens, sondern wesentlich um die Themen Selbstbild, Körperbild, Umgang mit inneren Spannungen, Wahrnehmen und Ausdruck und Regulation von Gefühlen, Selbstwertgefühl und Selbstannahme, Selbst- und Fremdwahrnehmung, Selbstfürsorge und letztendlich Identitätsentwicklung.

>>> Patienteninformation Essstörungen


Interview in SWR4

von: Marketingabteilung | Datum: 4. Oktober 2017

Zur Vorstellung des Buches „Magere Jahre: Wie ich meine Essstörung überwand“ von Nicole Knörr mit Expertentipps von Psychotherapeutin Sylke Aust am 04.10.2017 im Sigma-Zentrum Bad Säckingen sendete SWR4 ein Interview mit der jungen Autorin, die mit ihrem Buch anderen Betroffenen Mut machen möchte, eine Essstörung professionell behandeln zu lassen. Ersthilfe bietet das Sigma-Früherkennungszentrum.

Das gesamte Radiointerview (Sendung am 04.10.2017, 16:20 Uhr) können Sie hier nachhören:


Buchpremiere und Lesung am 04.10.2017 im Sigma-Zentrum

von: Marketingabteilung | Datum: 12. September 2017

Magere Jahre – Wie ich meine Essstörung überwand

| Buchpremiere mit Autorin Nicole Knörr und Dipl.-Psych. Sylke Aust

Das Buch „Magere Jahre – Wie ich meine Essstörung überwand“ von Nicole Knörr in Zusammenarbeit mit Sylke Aust ist am 18. September 2017 im Patmos-Verlag Stuttgart erschienen (ISBN 978-3-8836-0988-3). Die öffentliche Buchpremiere noch vor der Frankfurter Buchmesse veranstalten der Patmos-Verlag und das Sigma-Zentrum zusammen mit den Autorinnen in einer Lesung

am Mittwoch, 4. Oktober 2017, 18:30 Uhr  im Sigma-Zentrum Bad Säckingen, Weihermatten 1. Hierzu laden wir Presse und interessierte Öffentlichkeit herzlich ein. Um Anmeldung unter 07761 / 55 66-0 wird gebeten.

Mit 13 Jahren begann Nicole Knörr, immer weniger zu essen. Waren es zunächst immer dünner werdende Brotkrumen oder einzelne Löffel Joghurt, nahm sie mit Fortschreiten ihrer Magersucht täglich nur noch 300 ml fettfreie Bouillon zu sich. Damit kann man nicht überleben. Als ihre Körpertemperatur auf unter 34 Grad sank und sie nichts mehr spürte als innere Knochenkälte, wurde sie notfallmäßig in die Klinik eingeliefert. Ein Tag später hätte zu spät sein können. Doch die heute Zwanzigjährige ist eine Kämpferin. Sie überwand ihre Krankheit und mehrere Rückschläge. Ihre Erlebnisse zur Krankheitsgeschichte und Heilung hat sie zunächst in einer Schulprojektarbeit verarbeitet und dann zusammen mit Psychologin Sylke Aust, Psychotherapeutin am Sigma-Zentrum zu einem Buch erweitert, um anderen Betroffenen zu helfen. In unter die Haut gehenden Szenen und Erzählpassagen vermittelt sie dem Leser, was im Kopf einer Magersüchtigen vor sich geht und warum es so schwer ist, »einfach wieder zu essen«. Sylke Aust hat die Texte mit fundierten Expertentipps für Betroffene und Angehörige ergänzt.

Nicole Knörr lebt in Leibstadt in der Schweiz. Nach Überwindung ihrer Krankheit ist es heute ihr Wunsch , Medizin zu studieren und Psychiaterin zu werden. „Magere Jahre“ ist ihre erste Veröffentlichung.

Sylke Aust ist Psychologische Psychotherapeutin und Verhaltenstherapeutin mit dem Schwerpunkt Magersucht. Sie arbeitete in verschiedenen psychosomatischen und psychiatrischen Einrichtungen, auch in leitender Position, und ist im Sigma-Zentrum in Bad Säckingen tätig.

 


Im Dialog: Aufklärungspflicht bei Psychopharmaka

von: Marketingabteilung | Datum: 11. September 2017

Am Donnerstag, den 19. Oktober 2017 um 19:00 Uhr findet im Sigma-Zentrum Bad Säckingen ein medizinisch-psychologischer Workshop „Im Dialog: Aufklärungspflicht bei Psychopharmaka zwischen Skylla und Charybdis: Nocebo-Effekt und juristische Notwendigkeit“ statt.

Referent ist Dr. med. Gabriel Eckermann, Facharzt für Psychiatrie, Co-Leiter des Referats Psychopharmakologie der DGPPN, Mitherausgeber der Online-Datenbank www.psiac.de, Sachverständiger der bayerischen Krankenkassen und Institutsambulanzen bei der Bearbeitung von Regressproblemen.

Weitere Informationen zu diesem Workshop finden Sie in der Sigma-Akademie >>>

Der Workshop richtet sich an Ärzte und Psychotherapeuten und ist von der Landesärztekammer Baden-Württemberg mit 3 CME-Punkten zertifiziert. Die Teilnahme ist kostenfrei; für die Organisation bitten wir um formlose Anmeldung unter fortbildung@sigma-zentrum.de. Download Einladung >>>

Tragen Sie Ihre E-Mail-Adresse unter www.sigma-zentrum.de/newsletter ein, um per Newsletter regelmäßig über die Sigma-Fortbildungen informiert zu werden.


Wie man isst, so lebt man

von: Marketingabteilung | Datum: 28. August 2017

Unsere Nahrung ist nicht nur der tägliche Energielieferant zum Überleben, sondern auch Ausdruck des Befindens, der Genussfähigkeit, unserer Stimmung oder Besinnung auf das Selbst. Nach einem anderen Sprichwort geht „Liebe durch den Magen“, was die soziale Funktion des Essens meint, die gegenseitige Fürsorge zum Wohlergehen sowie Lebensart, Kultur und Kommunikation. Die Art, wie man speist, isst oder schlingt, wird dabei zum Ausdruck der seelischen Verfassung…

Mehr zu diesem Thema können Sie in der „Sprechstunde Psychische Gesundheit“ von Prof. Bielitz in der Zeitschrift „Gesunde Medizin“ online nachlesen >>>


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