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Privates Fachklinikum für interdisziplinäre Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin
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Wir sind für Sie da!

von: Marketingabteilung | Datum: 1. März 2021

Wir nehmen während der Covid-19-Pandemie weiterhin Patienten auf und unser Klinikbetrieb läuft wie gewohnt.
Weitere Informationen zum Umgang mit Covid-19 im Sigma-Zentrum erhalten Sie direkt unter:
Tel. +49 7761 5566-0
Tel. für einweisende Ärzte +49 7761 5566-300


Prof. Dr. Christoph Bielitz über aktuelle Herausforderungen der „Corona-Krise“

von: Marketingabteilung | Datum: 26. Februar 2021

Was sind aktuell Ihre größten oder wichtigsten Herausforderungen bei der Arbeit mit Patienten?
Für das Fachgebiet der Psychiatrie und Psychotherapie ergeben sich durch die Corona-Pandemie zum Teil sehr spezifische und komplexe Herausforderungen. Gerade weil wir wissen, dass psychische Erkrankungen bei vielen unserer Patienten in besonderem Maße mit Angst verbunden sind, halten wir einen sehr konsequenten und seriösen Umgang mit dem Coronavirus für geboten; wir beteiligen uns daher nicht an unangemessenen Debatten, Gerüchten und thematisch überzogener Ausgestaltung. Wir nehmen diese Erkrankung sehr ernst: So werden Patienten, bei denen der Verdacht einer Infektion mit dem Coronavirus besteht, umgehend isoliert und die Infektion labordiagnostisch geprüft. Ein stets weiterentwickeltes Hygienekonzept sichert die Aufrechterhaltung des Klinikbetriebes.

Wie hat „Corona“ Ihre Kommunikationsstrategie beeinflusst?
„Charakter zeigt sich in der Krise.“ Die Worte von Altbundeskanzler Helmut Schmidt unterstreichen wie wichtig es ist, gerade in Krisenzeiten schnell, transparent und vor allem authentisch zu kommunizieren. Es war mir deshalb ein persönliches Anliegen die umfangreichen Patienten- und Mitarbeiterinformationen im April 2020 mit zwei öffentlich zugänglichen Video-Statements zu ergänzen (einsehbar auf der Website des Sigma-Zentrums). Diese geben Einblicke, wie das Sigma- Zentrum insbesondere zu Beginn dieser besonderen Situation handelte, welchen Beitrag die Klinik leistet und welche Folgen und Chancen sich daraus für das Gesundheitswesen ergeben. Die Rückmeldung von Patienten und Mitarbeitern zu den jeweils aktualisierten Informationen waren durchweg positiv. Wir haben es so geschafft, den Gemeinsinn und die Verantwortung zu stärken.

Welche psychosozialen Folgen sehen Sie auf unsere Gesellschaft zukommen, wenn wir uns eines Tages wieder im normalen Alltag zurechtfinden dürfen? Oder wird
es diesen Alltag wie zuvor Ihrer Ansicht nach nie mehr geben?

So wie dieses Virus ein kollektiver Stresstest für die Psyche jedes Einzelnen ist, so gilt dies auch für die Gesellschaft. Es ist davon auszugehen, dass „Corona“ psychische Erkrankungen und leider wohl auch die Zahl der Suizide steigern wird. Auch wenn wir in Zukunft hoffentlich reflektierter und bewusster leben werden, ist davon auszugehen, dass die aktuelle Belastung zunächst energiezehrend ist und viele Menschen ängstlich, depressiv, erschöpft und einsam werden lässt. Aber es wird weltweit angedacht werden zu den Themen Reisen, Handel, Prophylaxe, Krisenmanagement und Gesundheitsstrukturen. Meine Haltung ist, dass in Deutschland ein Ruck durch das Gesundheitswesen geht und die Leistungserbringer gestärkt werden durch mehr Planungssicherheit und Wertschätzung.

Mit welchen seelischen Erkrankungen, Traumata oder Ängsten müssen wir in Zukunft rechnen und wie bereiten Sie sich darauf vor?
Schon vor der Corona-Pandemie war eine deutliche Zunahme von somato- Schmerzstörungen festzustellen. Es ist damit zu rechnen, dass in Zukunft auch Traumafolgestörungen, Ängste und Süchte (z. B. Mediensucht) verstärkt auftreten. Im Sigma-Zentrum haben wir deshalb drei leitlinienbasierte Sigma- Behandlungskonzepte umgesetzt, in welchen wir unsere langjährigen Erfahrungen mit den evidenzbasierten Vorgaben verknüpfen.

In welchem Verhältnis werden sich künftig beruflicher Leistungsdruck und Stresssyndrome begegnen? Wird hier eine neue Gewichtung stattfinden, auch unabhängig von „Corona“?
Der Schlüssel liegt zunächst in differenzierterer Bewertung des Stresserlebens. Gerade in Krisenzeiten kommt es – beruflich und privat – mehr denn je auf das Miteinander, auf gute Beziehungen, konstruktive Partnerschaften und gelebte Wertegemeinschaften an. Es stellt sich immer mehr heraus, dass Authentizität eine außerordentlich hohe Bedeutung für die Gesundheit hat. Authentischer leben heißt bewusster, achtsamer und damit auch gesünder leben. Für mich persönlich gehört dazu auch die künstliche Trennung von „Work“ und „Life“ aufzuheben. Wenn wir Arbeitszeit als Lebenszeit begreifen, dann müssen wir auch nicht mehr einer „Work-Life Balance“ hinterherjagen. „Corona“ wird die Haltung zu Arbeit, Arbeitsprozessen, Kommunikation und Meetings verändern.

Welche Rolle spielt Authentizität in Ihrem Fachgebiet?
In Bezug auf die Psychotherapie bedeutet Authentizität keine Sicherheit vorzutäuschen, wo keine ist. Schon der 1994 verstorbene Philosoph Sir Karl Raimund Popper kritisierte Theorien wie etwa den Marxismus und die Psychoanalyse, weil sie sich seiner Meinung nach gegen Einsprüche und Gegenargumente immunisierten. Gerade die moderne Psychotherapie lebt von der Falsifizierbarkeit der Hypothesen; es geht nicht um ewige Gültigkeit, sondern darum, Hypothesen immer
wieder zu hinterfragen und sich so der Wahrheit zu nähern.

Welche Chancen sehen Sie in der Krise?
Ich gehe davon aus, dass wir als Gesellschaft an dieser existenziellen Krise wachsen werden. Große Hoffnung leite ich von der volkswirtschaftlichen Kondratieff-Theorie der „langen Wellen“ ab. Diese zeigt, dass sich die neuen Märkte immer an den knappen Produktionsfaktoren entwickelt haben. Bisher hat Technik Ressourcen eingespart: Dampfmaschine, Eisenbahn, elektrischer Strom, Auto und zuletzt die Informationstechnologie haben zu ihrer Zeit zusätzliches Material und Zeit freigesetzt, das für anderes verwendet werden konnte – so wuchs der Wohlstand. Die größten Produktivitätsreserven der Zukunft sind in Daten und im immateriellen Bereich der Wissensarbeit zu heben. Produktivität ist
in wachsendem Maße automatisiert, aber es wird nicht ohne Menschen gehen. Die hierfür erforderlichen Charaktereigenschaften wie Authentizität, Kritikfähigkeit und Demut hängen unmittelbar mit der Qualität der psychosozialen Gesundheit zusammen.

Welche Schlüsse ziehen Sie daraus?
Diese Sicht hilft die Zukunft zu gestalten: Erstmals in der Geschichte stehen jetzt nicht mehr nur technische Innovationen im Vordergrund; es geht nun darum, wahrhaftig in den Menschen zu investieren, der in einer von der Vernetzung von Wissen abhängigen Gesellschaft zum „Flaschenhals“ der Produktivität wird. Die Erhaltung der psychosozialen Gesundheit der Mitarbeiter ist für die auf die Vernetzung von Wissen und die Erhaltung von unternehmensspezifischem Wissen und Stammbelegschaft angewiesenen Unternehmen überlebensnotwendig und Existenzsicherung zugleich. Hierfür braucht es eine neue Kultur der Zusammenarbeit und Investitionen in die Gesunderhaltung des Einzelnen. Beides beeinflusst unmittelbar die Qualität der Vernetzung, die Dauer der produktiven Lebensarbeitszeit bzw. die Amortisationszeit der teureren Investments in Aus- und Weiterbildung und damit die Produktivität von Unternehmen und Volkswirtschaften.

Was hat das für konkrete Folgen?
Wir werden den seit Klinikgründung konsequent verfolgten Weg der Unterstützung der Mitarbeiter für Aus- und Weiterbildung nicht verlassen. Dies gilt ebenso für den Wissenstransfer intern. Ich halte es für einen fatalen Irrtum, wenn nicht methodenintegrativ, sondern nur verhaltenstherapeutisch gearbeitet wird. Da ich Verhaltenstherapeut bin, darf ich das auch getrost sagen.

Was können Sie in diesem Bereich anbieten?
Die Prognose zur Heilung psychischer Erkrankungen ist besser, je früher diese erkannt und professionell behandelt werden. Damit es gar nicht erst so weit kommt, haben wir im Anfang März eröffneten Sigma-Institut im Ärztehaus beim Freiburger Diakoniekrankenhaus das Behandlungsspektrum erweitert: Schon in einem sehr frühen Stadium der Beeinträchtigung bietet der neu konzipierte Bereich der Individualprävention Selbstzahlern die Möglichkeit, von einer ganz auf die eigene Person und Situation fokussierten
psychologischen Diagnostik und Beratung zu profitieren. Sollte im weiteren Verlauf eine psychosomatische und psychiatrische Abklärung erforderlich werden, bieten Früherkennungszentrum und Ambulanz für jeden privatversicherten Ratsuchenden und Patienten einen diskreten Zugang zu einer integrativen Beratung und Therapie. Mit diesem Stufenmodell trägt das Sigma-Institut der Tatsache Rechnung, dass die Grenzen von einfacher, vorübergehender und ernster psychischer Beeinträchtigung oft fließend sind.


SIGMA-Magazin 6/2021

von: Marketingabteilung | Datum: 24. Februar 2021

Im vergangenen Jahr hat sich bestätigt, dass wir nur zusammen stark sein können, mit Hoffnung, Zuversicht, Unterstützung, Respekt und Rücksichtnahme. Als Gesellschaft haben wir die Chance an dieser existenziellen Corona-Krise zu wachsen, dabei kommt es mehr denn je auf „Authentizität“ an. In Bezug auf die Psychotherapie bedeutet Authentizität keine Sicherheit vorzutäuschen, wo keine ist. Schon der 1994 verstorbene Philosoph Sir Karl Raimund Popper kritisierte Theorien wie etwa den Marxismus und die Psychoanalyse, weil sie sich seiner Meinung nach gegen Einsprüche und Gegenargumente immunisierten. Gerade die moderne Psychotherapie lebt von der Falsifizierbarkeit der Hypothesen; es geht nicht um ewige Gültigkeit, sondern darum, Hypothesen immer wieder zu verwerfen und sich so der Wahrheit zu nähern.

In diesem Sinne freuen wir uns, Ihnen heute Einblick in die aktuelle Ausgabe des Sigma-Magazins geben zu dürfen. Das Magazin bietet einen guten Überblick über Entwicklungen des Sigma-Zentrums und gibt Einblicke in die Breite der in Bad Säckingen und am Gesundheitscampus beim Diakoniekrankenhaus in Freiburg angebotenen Therapieoptionen.

Wir haben mit dem seit Ausbruch der Corona-Pandemie gebotenen Abstand gelernt, enger zusammenzurücken. Lassen Sie uns auch im neuen Jahr zusammenstehen und hoffnungsfroh in die Zukunft blicken! Mit dem SIGMA-Magazin bieten wir unseren Patienten, Einweisern, Mitarbeitern und weiteren Interessierten,  eine übersichtliche Möglichkeit, sich über aktuelle Themen und Projekte und die öffentliche Wahrnehmung zu informieren.

Wir freuen uns, Ihnen hier die sechste Ausgabe zum Download präsentieren zu dürfen und Sie auch so in Zukunft auf diesem Weg an der Entwicklung des Sigma-Zentrums teilhaben zu lassen.


Sigma-Zentrum schafft zusätzliche Kapazitäten für Jugendliche

von: Marketingabteilung | Datum: 1. Februar 2021

Social Distancing, Homeschooling und eine ungewisse Zukunft: Pandemie und Lockdowns machen gerade Kindern und Jugendlichen schwer zu schaffen. Einer Studie zufolge leidet rund die Hälfte der Jugendlichen und jungen Erwachsenen mittlerweile unter depressiven Symptomen; vor allem Essstörungen werden zu einem immer größeren Problem. Was seitens der Politik unbedingt vermieden werden sollte, ist nun in den ersten Psychiatrien traurige Wahrheit – Triage. In dem hier abrufbaren Beitrag des ORF wird am Beispiel des Wiener Allgemeine Krankenhaus (AKH) beschrieben, an dem als eines der größten Krankenhäuser Europas die stationäre Aufnahme der Kinder- und Jugendpsychiatrie aus allen Nähten platzt. Da es auch in Deutschland lange Wartelisten gibt, hat das Sigma-Zentrum für die Therapie von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 16 Jahren zusätzliche Kapazitäten geschaffen.

Die Leistungen des Sigma-Zentrums können Sie als Privatversicherter (PKV) oder Beihilfeberechtigter (Beamte) in Anspruch nehmen. Gesetzlich Versicherte können als Selbstzahler aufgenommen werden. Unsere Patientenadministration berät Sie gerne telefonisch in Versicherungs- und Beihilfefragen (Telefon +49 7761 5566-0). Zu Beginn Ihres Aufenthaltes oder schon im Voraus klären wir mit Ihrer Versicherung oder Ihrer Beihilfestelle alle Fragen zu Kosten und Erstattung, so dass Sie beruhigt die Therapie beginnen können. Bitte halten Sie für das Gespräch die Kenndaten Ihrer Beihilfestelle bzw. Ihrer Krankenversicherung bereit. Oder schreiben Sie uns eine Nachricht mit dem Kontaktaufnahmeformular. Selbstverständlich unterstützen wir Sie auch bei der Vorbereitung Ihrer Anreise und der freundlichen Aufnahme im Klinikum.

Für einweisende Ärzte und Psychotherapeuten haben wir die Telefonnummer +49 7761 5566-300 reserviert, durch die Ihr Arzt direkt mit einem Fachkollegen verbunden wird.


Umstrittenes Sorgerecht-Urteil – Prof. Bielitz in seiner Tätigkeit als Gutachter

von: Marketingabteilung | Datum: 22. Januar 2021

Zu einem umstrittenen Sorgerecht-Urteil wurde die Expertenmeinung von Professor Dr. Christoph Bielitz in Anspruch genommen.

Als Geschäftsführender Ärztlicher Direktor des Sigma-Zentrums ist Professor Bielitz auch als Gutachter in Baden-Württemberg (Kontakt: Sigma-Institut Freiburg) und Sachsen (Kontakt: b5-Privatpraxis in Leipzig) tätig.
Sein Credo: „Gründliches Aktenstudium, geduldige Untersuchung und exakte Darlegung führen zu Prägnanz, Nachvollziehbarkeit und Gerichtsfestigkeit.“

Prof. Bielitz ist ab 9:00min zu sehen.

Beitrag in der ARD-Mediathek ansehen >>>


Depressionen im Lockdown: Zeit, zu handeln

von: Marketingabteilung | Datum: 18. Januar 2021

Prof. Dr. Christoph Bielitz über Auswirkungen der Corona-Pandemie

Die Umstände des Corona-Jahres haben uns alle sehr in Anspruch genommen und sind ein Stress-Test für die Psyche; Depressiv Erkrankte leiden seit dem Frühjahr 2020 noch stärker unter den Corona-Maßnahmen als die Allgemeinbevölkerung. Vor dem Hintergrund der aus dem „Deutschland-Barometer Depression“ der Stiftung „Deutsche Depressionshilfe“ hervorgehenden deutlichen Zunahme psychosozialer Belastungen gilt es, die Patienten in der Praxis gezielt zu erkennen und zu behandeln. „Es sind vielfach ältere Menschen, Demenzkranke, gesundheitlich geschwächte Menschen, Menschen, die nicht selbstkritisch eine Situation reflektieren oder aber keinen Widerstand aufbieten können. Dazu gehören auch psychisch Kranke, Kinder und Menschen mit intellektuellen Schwierigkeiten“, so Professor Dr. Christoph Bielitz, Geschäftsführender Ärztlicher Direktor des Sigma-Zentrums Bad Säckingen, eine der bundesweit größten Fachkliniken für interdisziplinäre Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin.

Anlaufstelle Früherkennungszentrum
Damit es gar nicht erst so weit kommt, hat das Sigma-Zentrum das Sigma-Institut im Ärztehaus beim Freiburger Diakoniekrankenhaus (Wirthstraße 9) eröffnet und das Behandlungsspektrum erweitert: Schon in einem sehr frühen Stadium der Beeinträchtigung bietet der neu konzipierte Bereich der Individualprävention Selbstzahlern die Möglichkeit, von einer ganz auf die eigene Person und Situation fokussierten psychologischen Diagnostik und Beratung zu profitieren. Sollte im weiteren Verlauf eine psychosomatische und psychiatrische Abklärung erforderlich werden, bieten Früherkennungszentrum und Ambulanz für jeden privatversicherten Ratsuchenden und Patienten einen diskreten Zugang zu einer integrativen Beratung und Therapie. Mit diesem Stufenmodell trägt das Sigma-Institut der Tatsache Rechnung, dass die Grenzen von einfacher, vorübergehender und ernster psychischer Beeinträchtigung oft fließend sind. Für das Fachgebiet der Psychiatrie und Psychotherapie ergeben sich durch die Corona-Pandemie zum Teil sehr spezifische und komplexe Herausforderungen. Die Erfahrung des vergangenen Jahres hat gezeigt, dass psychische Erkrankungen bei vielen unserer Patienten in besonderem Maße mit Angst verbunden sind. Weiterführende Informationen und Kontakt: www.sigma-institut.de (Telefon: 0761 1518713-0,  info@sigma-institut.de).

Psychosoziale Folgen und Erkenntnisse der Corona-Pandemie
So wie dieses Virus ein kollektiver Stresstest für die Psyche jedes Einzelnen ist, so gilt dies auch für die Gesellschaft. Wir wissen schon jetzt, dass „Corona“ die Häufigkeit und Intensität psychischer Erkrankungen erhöht hat. Auch wenn wir in Zukunft hoffentlich reflektierter und bewusster leben werden, ist davon auszugehen, dass die aktuelle Belastung zunächst energiezehrend ist und viele Menschen ängstlich, depressiv, erschöpft und einsam werden lässt. Schon vor der Corona-Pandemie war eine deutliche Zunahme chronischen Schmerzstörungen, Erschöpfungszuständen und Depressionen  festzustellen. Es ist damit zu rechnen, dass in Zukunft auch Traumafolgestörungen, Ängste und Süchte (z. B. Alkohol- und Mediensucht) verstärkt auftreten. Es stellt sich immer mehr heraus, dass Authentizität eine außerordentlich hohe Bedeutung für die Gesundheit hat. Für mich persönlich gehört dazu auch die künstliche Trennung von „Work“ und „Life“ aufzuheben. Wenn wir Arbeitszeit als Lebenszeit begreifen, dann müssen wir auch nicht mehr einer „Work-Life Balance“ hinterherjagen. „Corona“ wird die Haltung zu Arbeit, Arbeitsprozessen, Kommunikation und Meetings verändern.In Bezug auf die Psychotherapie bedeutet Authentizität keine Sicherheit vorzutäuschen, wo keine ist. Schon der 1994 verstorbene Philosoph Sir Karl Raimund Popper kritisierte Theorien wie etwa den Marxismus und die Psychoanalyse, weil sie sich seiner Meinung nach gegen Einsprüche und Gegenargumente immunisierten. Gerade die moderne Psychotherapie lebt von der Falsifizierbarkeit (Widerlegung) der Hypothesen; es geht nicht um ewige Gültigkeit, sondern darum, Hypothesen wo nötig  zu verwerfen und sich so der Wahrheit zu nähern.

Krisen und Posttraumatischen Belastungsstörung  (PTBS)
Die Corona-Pandemie stellt vieles, was wir für selbstverständlich gehalten haben, in Frage. Emotionaler Stress, Traumata nach schwerer Erkrankung, können die Folgen sein. Auch wenn wir im Verlauf des Jahres auf Lockerungen der Corona-Auflagen hoffen dürfen, bedeutet dies nicht, dass unser Leben wieder so wie zuvor abläuft. Im Gegenteil – und gerade, wenn man selbst zu denjenigen zählt, die eine solche Infektion überstanden haben, kann die Psyche selbst danach im Ausnahmezustand sein. Patienten und deren Angehörige sehnen sich gleichermaßen zurück nach einem normalen Leben. Hier gilt: Aktiv zu bleiben hilft in Krisenzeiten psychisch halbwegs gesund zu bleiben bzw. zu werden. Denn wenn ein Mensch etwas erlebt, das seine Anpassungs- und Bewältigungsstrategien fordert, er sich dem stellt, wird seine Aktivität zur Selbstwirksamkeit beitragen, was wiederum das psychische Wohlbefinden steigert. Gelingt das allein nicht, kann Psychotherapie helfen. Diese soll letztlich Akzeptanz der Umstände ermöglichen, Neubewertungen ermöglichen, Handlungsalternativen ausloten um dann angemessene Aktivitäten zu bahnen. Somit kann das sogenannte „Empowerment“ die Befähigung zur guten Selbstwirksamkeit bei wiederbelebten persönlichen Ressourcen neu erlernt werden.

Ausblick
Überlebt heißt nicht überstanden und genesen ist nicht gesund. Bei der Behandlung von Krisenfolgen oder Traumafolgestörungen geht es darum, dass die betroffene Person darin unterstützt wird, das Geschehene zu verarbeiten, damit es integriert werden kann. Die Prognose zur Heilung psychischer Erkrankungen ist besser, je früher diese erkannt und professionell behandelt werden.

Weiterführende Informationen und Kontakt:
www.sigma-zentrum.de (Telefon: 07761 5566-0,  info@sigma-zentrum.de).

Hier ist das SWR Radio-Interview (10/2020) mit Prof. Bielitz zum Thema „Ängste in Zeiten von Corona“ abrufbar.

Hier ist das Baden.fm-Video-Interview (05/2020) mit Prof. Bielitz zum Thema „Corona im Alltag“ abrufbar.


Erlebnisräume: Sigma!

von: Marketingabteilung | Datum: 15. Dezember 2020

Immer wieder äußerten Patienten den Wunsch, die Lieder und Melodien sowie die Meditationen, welche sie mit dem Heilwerdungsprozess während ihres Aufenthaltes verbinden, im Sinne einer poststationären Nach- und Selbstfürsorge auch mit nach Hause nehmen zu können. Akustische Erlebnisräume zur therapeutischen Nachsorge und zur Entspannung bot seit 2016 auch für Zuhause die Sigma-CD.

Nun stellen wir die CD-Inhalte für unsere aktuellen und ehemaligen Patienten kostenlos in der Sigma-App zur Verfügung. Die Zugangsdaten für den passwortgeschützten Bereich „Die Sigma-CD“ finden Sie in Ihrer Patientenmappe und teilt Ihnen das Empfangsteam gerne auch auf Nachfrage mit.

QR-Code Android Sigma-App

QR-Code iOS Sigma-App

Die App ist im Apple Appstore und Google Playstore verfügbar.  Sie finden die App zum kostenlosen Download in der jeweiligen Suche unter „Sigma-Zentrum“ oder scannen Sie den jeweils für das Betriebssystem Ihres Smartphones passenden, nebenstehenden QR-Code.

Die Audio-Sammlung enthält

  1. „Lieder als Ressource“
  2. „Meditation in Stille“ und „Achtsam in den Tag“
  3. „Bodyscan“
  4. ein ausführliches Booklet mit den Liedtexten zum Mitsingen und den Anleitungen für die Meditationen.

Das Wirken der interdisziplinären Medizin und Therapie der Behandlung im Sigma-Zentrum basiert auf unserem ganzheitlichen Menschenbild mit einem integrativen Verständnis der Einheit von Geist, Kultur, psychischer und körperlicher Gesundheit.

Bausteine zum Entdecken innerer Erlebensräume sind dabei im fachtherapeutischen Repertoire der multimodalen Behandlung das gemeinsame Singen ohne Leistungsanspruch, Musik- und Kreativtherapien sowie Bewegungstherapien, Meditation und Konzentration auf den inneren Fokus und Selbstwahrnehmungsübungen.

Die Sigma-Musik ist ein Stück klingende Medizin. Sie ist kostenlos in der App verfügbar und wir wünschen allen Hörern einen angenehmen und hilfreichen Nachklang aus dem Sigma-Zentrum.


Buch „Geweihte“ erschienen

von: Marketingabteilung | Datum: 20. November 2020

Im November 2020 ist das Buch „Geweihte“ (Hrsg. Johanna Müller; Verlagshaus Hernals, ISBN 978-3-902975-98-0) erschienen. Johanna Müller ist Kunsttherapeutin im Sigma-Zentrum Bad Säckingen und bietet im Haus kreatives Schreiben im Einzel- und Gruppensetting an.

Die in diesem Buch versammelten Textstücke wurden während eines psychosomatischen, psychiatrischen oder neurologischen Klinikaufenthalts ohne ein Richtig oder Falsch geschrieben. Entstanden sind starke, authentische Texte. Die Schreibenden ließen fremde und eigene Konventionen fallen. Dem Leser begegnet Spontanität, Direktheit und Freiheit im Assoziieren. Manchmal begegnet sich der Leser auch selbst. Die Grenzen zwischen Therapie, Literatur und Selbsterfahrung verschwimmen. Eine literarische Art Brut.
Der Sammelband zeigt, wie nah sich Selbstanalyse und Literatur sind.

Geweihte wurde gefördert durch das Sigma-Zentrum, Privates Fachklinikum für interdisziplinäre Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin mit therapeutischer Methodenvielfalt, kybernetischem Vernetzen und Handeln, sich bekennend zu Kunst, Musik, Literatur, bis hin zur Gartentherapie.

Prof. Dr. Christoph Bielitz schrieb hierzu das „Vor dem Vorwort“:

„Ich arbeite seit 20 Jahren an einem Ort ständiger Entwicklung und innerer Veränderung. Und aus bestimmten Gründen ist es mir ein wichtiges Anliegen, den Raum zur persönlichen Entwicklung, zum Erkennen des „Ichs“ und den Umgang damit zu ermöglichen. Denn in einer stetig komplexer werdenden Welt verlieren sich Menschen untereinander leicht aus dem Blick, manche verlieren sich sogar selbst. Wenn ich einen Moment innehalte, staune ich über das, was die Menschen an diesem Ort leisten. Sie begegnen sich selbst, manche zum ersten Mal.

Mit Dankbarkeit für die Texte der „Geweihten“ und der authentischen Arbeit der professionellen Akteure der Sigma-Klinik, soll die vorliegende Schriftensammlung den Blick öffnen helfen für die Fantasien innerseelischer Lebenswirklichkeiten. Das Geschriebene der „Geweihten“ kann hier den jeweiligen Autoren selbst und dem Leser zugleich helfen, eine Brücke zu bilden: von der innerseelischen Landschaft zur Realität.“

Das Buch ist am Empfang des Sigma-Zentrums käuflich erwerbbar sowie bestellbar direkt auf der Verlagsseite: Verlagshaus Hernals

Johanna Müller (Hrsg.)
Geweihte – Kreatives Schreiben in persönlichen Krisen
€ 23,90
198 Seiten, Klappenbroschüre
ISBN 978-3-902975-98-


Radio-Interviews

von: Marketingabteilung | Datum: 9. November 2020

Radio Seefunk-Ratgeber „Psychische Gesundheit“
Jeden Mittwoch um 14.30 Uhr: Prof. Bielitz im Interview beim Radio Seefunk zu einem anderen Thema der Rubrik Psychische Gesundheit.

>>> Zum Nachhören >>>


Ängste in Zeiten von Corona

von: Marketingabteilung | Datum: 19. Oktober 2020

Prof. Bielitz im Interview mit dem SWR4.
Es handelt sich um eine Profuktion des Südwestrundfunks.


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