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Privates Fachklinikum für interdisziplinäre Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin
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Bekannte Werke und einige Raritäten

von: Marketingabteilung | Datum: 7. November 2018

Seit 2009 sind die Sigma-Konzerte Teil des ganzheitlichen Sigma-Konzeptes, in dem Musik und Kulturerlebnis eine Anregung für Geist und Psyche innerhalb des Klinikaufenthaltes darstellen. Darüber hinaus ist die „Klassik im Sigma-Zentrum“ längst auch in der Region von Bad Säckingen zu einem Begriff geworden. Im inzwischen 56. Sigma-Konzert am 05. November 2018 begeisterten acht Studenten der Musikhochschule Freiburg in der Reihe „Auf’s Podium!“.
Dazu schrieb am 07.11.2018 die Badische Zeitung:

„Acht Studenten der Musikhochschule Freiburg aus der Klavierklasse von Gilead Mishory sind im Sigma-Zentrum aufgetreten.

Ein vielfältiges Konzert mit bekannten Werken und einigen Raritäten haben die zahlreichen Zuhörer am Montagabend im Sigma-Zentrum in Bad Säckingen erlebt, als acht Studenten der Musikhochschule Freiburg aus der Klavierklasse von Gilead Mishory ihr Können vorführten.

Am Anfang stand Bach, der mit Tanzsätzen aus den Französischen Suiten in Es-Dur und c-moll vertreten war. Yuriko Tanaka und Chenxi Wang zeigten ein sauberes, klares und transparentes Spiel mit subtilem Anschlag und dem für die Barockzeit typischen Non-Legato. Ein Vertreter der Klassik, der auch von Mozart (widerwillig) geschätzt wurde, war Clementi. Dass dieser Meister mehr war als ein Virtuose, machte Wuxi Ni in der Sonate fis-moll deutlich: Sehr empfindsam spielte er den ausdrucksvollen Lento-Satz mit den unaufgelösten dissonanten Akkorden, und die brillanten Figuren des Presto-Satzes gestaltete er mit scheinbarer Leichtigkeit, ohne Anflug von mechanischer Etüdenhaftigkeit. Eunhei Kim hatte aus Beethovens D-Dur-Sonate den ersten, „Presto“ betitelten Satz ausgewählt, den sie mit energischem Zugriff und rhythmischem Schwung vorführte. Ein großer Sprung führte von der Klassik zu Skrjabin, der zwischen Spätromantik, Impressionismus und früher Moderne einzuordnen ist und erhebliche Ansprüche an seine Interpreten – in diesem Falle Jared Liew – stellt. Die Tendenz zur Auflösung festgefügter Formen und das Spiel mit Harmonien an der Grenze der Tonalität zeigten sich in dem Andante der Sonate in fis-Dur, in dem der Pianist mit großer Klangsensibilität und kultiviertem Anschlag die Arpeggien verklingen ließ. Auch das in üppigem Figurenwerk schwelgende Prestissimo konnte er recht klar und durchhörbar gestalten.

Aaron Löchle stellte Beethovens „Wut über den verlorenen Groschen“ vor: Ein fast humoristisches Werk, in dem das Thema ständig wiederkehrt, um die zwanghafte Suche und nicht zuletzt durch Sforzati und Akkordschläge die Wut des Suchenden zu beschreiben, das aber auch Raum zur Entfaltung heiter-spielerischer Passagen lässt. Wie Organisatorin Lisa Wellisch erklärte, habe Janácek nur ein schmales, aber bedeutendes Klavierwerk hinterlassen, das viel zu selten zu hören sei. Dass sich eine Entdeckung lohnt, zeigte Ryo Yamanishi mit dem Andante und dem Adagio aus der Komposition „Im Nebel“.

Eine überzeugende, sehr einfühlsame Interpretation, die weder im Hinblick auf Klangschönheit noch auf Virtuosität Wünsche offen ließ. Zum Schluss erklang Schumanns Lied „Widmung“ in der Klavierbearbeitung von Liszt. Yeontaek Oh entfesselte im Mittelteil den obligatorischen Virtuosenrausch, hob aber am Anfang und Schluss sehr schön das Liedthema mit der schumanntypischen Innigkeit hervor.

Artikel vom 07.11.2018, Badischen Zeitung >>>

Text: Michael Gottstein

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