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Privates Fachklinikum für interdisziplinäre Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin
Home » Aktuelles

Freie Stellen im Sigma-Zentrum

von: Marketingabteilung | Datum: 21. Januar 2020

Σ Mitarbeiter Reinigungsdienst (m/w/d)

Σ Medizinisch technischer Assistent (MTA)

Σ Mitarbeiter Patientenadministration (m/w/d)

Σ Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d)

Σ Gesundheits- und Krankenpfleger in der Tagesklinik (m/w/d)

Weitere Informationen und weitere offene Stellen unter: www.stellen.sigma-zentrum.de

 


Vorschau Sigma-Fortbildungen 2020

von: Marketingabteilung | Datum: 16. Januar 2020

Fortbildungen und Workshops 2020:

„ESKRIMA – Stockkampfkunst im therapeutischen Kontext“
Mittwoch, 22.01.2020, 15:45-16:45 und 16.50-18.00 Uhr
Referenten: Claudia Noch
4 Fortbildungspunkte
Interne Fortbildung

„Geschlechtsinkongruenz, Geschlechtsdysphorie und Trans-Gesundheit – Diagnostik, Beratung und Begleitung“
Mittwoch, 26.02.2020, 15:45-18:00 Uhr
Referent: Marcus Rautenberg
4 Fortbildungspunkte
Öffentliche Fortbildung

„Schizophrenie“
Mittwoch, 25.03.2020, 15:45-18:00 Uhr
Referent: Dr. Hornig (Median-Klinik)
4 Fortbildungspunkte
Öffentliche Fortbildung

„Guided Imagery and Music” Musikimaginative Methoden in der Therapie, Workshop
Mittwoch, 22.04.2020, 15:00-18:00 Uhr
Referent: Claudia Zindel
5 Fortbildungspunkte
Öffentliche Fortbildung

Therapeutische Anwendung von Cannabis
Mittwoch, 27.05.2020, 15:45-18:00
Referent: Dr. Windmüller
4 Fortbildungspunkte
Öffentliche Fortbildung

Siehe nähere Informationen unter Sigma-Akademie >>>

 


Therapeutische Märchenarbeit im Sigma-Zentrum für Patienten

von: Marketingabteilung | Datum: 13. Januar 2020

Liebe Patientinnen und Patienten des Sigma-Zentrums,

wir laden Sie wieder herzlich zu unserer monatlichen Märchenlesung in der kühleren und dunkleren Jahreszeit ein. Mit den beiden Referenten können sie das Märchen hören und erleben und es vielleicht neu entdecken, auch in seiner Bedeutung.

Märchen sind symbolische Geschichten über das Leben und die Beziehungen der Menschen. Sie erzählen von Glück und Leid und Reifungsprozessen auf dem Lebensweg.

„Das Mädchen ohne Hände“

Mittwoch, 15.01.2020

17:00 bis 18:30 Uhr

Sigma-Zentrum Bad Säckingen, Raum E 20

Dieses Märchen der Gebrüder Grimm werden wir nicht nur hören, sondern auch miteinander erarbeiten, welche Botschaften und Lebensweisheiten in ihm verborgen sind.

Wir freuen uns auf ihr Kommen!

Margit Scheld-Grüning, Märchenerzählerin und Seelsorgerin

Reinhold Grüning, Pfr.i.R., Pastoralpsychologe, Psychoonkologe

 


Behandlungskonzept für somatoforme Störungen und chronische Schmerzstörung

von: Marketingabteilung | Datum: 7. Januar 2020

Im neuen Jahr möchten wir speziell drei neue leitlinienbasierte Sigma-Behandlungskonzepte umsetzen, in welchen wir unsere langjährigen Erfahrungen mit den evidenzbasierten Vorgaben verknüpfen wollen:

  1. Unser leitliniengerechtes Behandlungskonzept für somatoforme Störungen und chronische Schmerzstörung verhilft teils langjährig resignierten Patienten zu mehr Kontrolle, zu signifikantem Nachlassen der Schmerzintensität und Verbesserung der Lebensqualität und Lebensfreude.
  2. Die schonende Behandlung von Traumafolgestörungen ist seit langem ein Schwerpunkt unserer stationären Behandlung und wird nun als in Diagnostik und Therapie leitliniengerecht strukturiertes konzeptionell abgestimmtes einheitliches Behandlungsvorgehen umgesetzt.
  3. Die konzeptbasierte Behandlung von Internet- und Mediensucht ist inzwischen ein weiterer Schwerpunkt unseres Behandlungsangebots und wird sowohl im diagnostischen als auch im therapeutischen Vorgehen systematisiert und strukturiert umgesetzt.

Das erste Behandlungskonzept stellen wir Ihnen gerne schon heute als ausgearbeiteten Flyer zum Download zur Verfügung:

>>> Behandlungskonzept für somatoforme Störungen und chronische Schmerzstörung

Die weiteren Behandlungskonzepte folgen in Kürze.

Gerne stehen wir Ihnen zur bestmöglichen Versorgung Ihrer Privatpatienten für fachliche Rücksprachen und Konsile zur Verfügung. Dazu haben wir für Ärzte und Psychotherapeuten die Telefonnummer
07761 / 5566-300 reserviert
, durch die Sie direkt mit einem/-r Fachkollegen/-in verbunden werden.


Zitat des Monats Januar 2020

von: Marketingabteilung | Datum: 1. Januar 2020

Bemerkenswert und nachdenkenswert:

Es gibt tausend Krankheiten, aber nur eine Gesundheit.“

Ludwig Börne (1786 – 1837)
Journalist, Literatur- und Theaterkritiker


2020

von: Marketingabteilung | Datum: 29. Dezember 2019

Das Team vom SIGMA-Zentrum wünscht allen ein schönes Silvesterfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Übrigens: Auch zwischen den Jahren sind wir wie gewohnt für Sie da.

 


Berufsbilder im Sigma-Zentrum: Hygienefachkraft

von: Marketingabteilung | Datum: 19. Dezember 2019

Als Hygienefachkraft ist Frau Christine Völkel für die Überwachung der Krankenhaushygiene in vielen Bereichen, wie beispielsweise dem Arbeitsschutz und dem Qualitätsmanagement, Ansprechpartnerin.

Sie sind im Sigma-Zentrum Hygienefachkraft – Was verstehen Sie unter Hygiene?
Hygiene ist Prävention, welche die Qualität der Behandlung, der Versorgungsabläufe und der Behandlungsergebnisse verbessert und sicherstellt.

In welchen Abteilungen wirken Sie mit?
Grundsätzliche übe ich eine beratende Funktion aus, arbeite mit dem hygienebeauftragten Arzt und der Pflegedienstleitung zusammen sowie mit Mitarbeitern aus verschiedenen Funktionsbereichen und Arbeitsbereichen der Klinik. Zudem arbeite ich mit der Leitung der Abteilung Reinigung und Hygiene der Klinik, Frau Christine Büche, zusammen und bin ihre Stellvertreterin. Als Hygienefachkraft bin ich Ansprechpartnerin in allen Hygienefragen und unterstütze damit das Personal aller Abteilungen des Sigma-Zentrums.

Welche Tätigkeitsbereiche umfasst diese Funktion?
Als Hygienefachkraft überwache ich die Krankenhaushygiene und krankenhaushygienischen Maßnahmen mit. Ich helfe dabei, die Hygiene und Infektionsprävention durch Maßnahmen der Erkennung, der Verhütung und der Bekämpfung von Infektionen zu verbessern. Weitere Aufgabenbereiche sind folgende:

  • Vorbereitung und Durchführung von regelmäßigen Besichtigungen, Begehungen und Beratungen aller pflegerischen, diagnostischen, therapeutischen und versorgungstechnischen Klinikbereiche, mit anschließender Dokumentation. So kann ich zur Umsetzung infektionspräventiver Maßnahmen beitragen.
  • Durchführung von Umgebungsuntersuchungen auf mögliche Keimbelastung zum Zweck der Qualitätssicherung und Ursachenforschung und daraus resultierende Schulung des Personals der entsprechenden Bereiche.
  • Mitarbeit im Qualitäts- und Risikomanagement
  • Mitarbeit im CIRS-Workshop
  • Vorbereitung und Durchführung von internen Personalfortbildungen
  • Mitwirkung im Rahmen des Ausbruchsmanagements
  • Mitarbeit im Arbeitssicherheitsausschuss
  • Beratung bei baulichen Veränderungen / Tätigkeiten in Hygienefragen
  • Mitarbeit in hygienerelevanten Arbeitskreisen, Projekten und Qualitätszirkeln
  • Ständiges Mitglied der Hygienekommission

Wie bilden Sie sich weiter?
Ein regelmäßiges Studium neuester hygienerelevanter Fachliteratur ist wichtig, um für die Klinik notwendige qualitätssichernde Umsetzungsmöglichkeiten zu schaffen.

Was haben Sie vorher gemacht und wie kamen Sie ins Sigma-Zentrum?
Seit mehr als vier Jahrzehnten bin ich als Gesundheits- und Krankenpflegerin in unterschiedlichen medizinischen Bereichen tätig. Auch in der Altenpflege, wie ebenso in der ambulanten Pflege oder auch in Rehabilitationseinrichtungen habe ich einige Jahre gearbeitet. Die Sigma-Klinik hat mir die Ausbildungsmöglichkeit zur „Hygienefachkraft für Krankenhäuser“ angeboten. So ist es auch möglich, meine Berufserfahrung in meine neue Aufgabe der Hygienefachkraft einfließen zu lassen.

Was würde Ihren Arbeitsalltag erleichtern?
Das Berufsbild der Hygienefachkraft und deren ständige Präsenz in unserer Klinik sind neu. So gibt es bei den Mitarbeitern vereinzelt noch Unsicherheiten in Kompetenzbereichen. Keine Sorge, dies kann im gemeinsamen Gespräch Klärung finden. Gerne bin ich Ansprechpartnerin für alle Alltagssituationen und Arbeitsbereiche, die es in der Klinik gibt. So würde ich mir eine lebendige, konstruktive Zusammenarbeit, wie Austausch, Kommunikation mit allen Mitarbeitern aller Fachbereiche wünschen, um vieles im Fokus zu haben, um gleich gemeinsam adäquat reagieren zu können. So kann Infektionen gemeinsam vorgebeugt werden, und sie können erfolgreich verhindert werden.

Ich freue mich, ein Baustein im Rahmen der Verhütung von Infektionen und der Qualitätssicherung in unserer Klinik zu sein.

 

 


Leben auf der Überholspur – Weihnachtszeit

von: Marketingabteilung | Datum: 13. Dezember 2019

Gesund ist, wenn Sie sich rundherum wohl fühlen.

Im eigenen Körper. In der eigenen Seele. Im eigenen Leben.

baden.fm und das Sigma Zentrum in Bad Säckingen kümmern sich um Sie und Ihre Gesundheit.

Erfahren Sie wie Sie mit Körper und Seele im Einklang stehen.

Wir bringen Sie auf neue Ideen. Wir erklären Zusammenhänge und zeigen Ihnen einfache Möglichkeiten wie Sie mit Stress und Belastungen fertig werden.

Heute erhalten Sie bei baden.fm einen Gesundheitstipp in der Reihe „Leben auf der Überholspur“ von und mit Prof. Dr. Christoph Bielitz und Lisa – baden.fm. Diesmal zum Thema „Weihnachten„.

 

 


Von den Höhenflügen und Abgründen der Liebe

von: Marketingabteilung | Datum: 11. Dezember 2019

Seit 2009 sind die Sigma-Konzerte Teil des ganzheitlichen Sigma-Konzeptes, in dem Musik und Kulturerlebnis eine Anregung für Geist und Psyche innerhalb des Klinikaufenthaltes darstellen. Darüber hinaus sind die Konzerte im Sigma-Zentrum längst auch in der Region von Bad Säckingen zu einem Begriff geworden. Am 9. Dezember 2019 fand ein weiteres Konzert im Rahmen des 10-jährigen Bestehens der Sigma-Konzerte statt.

Dazu schrieb am 11.12.2019 die Badische Zeitung:

„Zwei junge koreanische Musikerinnen überzeugten in bekannten – und anspruchsvollen – Liedern der deutschen Romantik. 

BAD SÄCKINGEN. Der hohen Kunst des Liedgesangs war das Sigma-Konzert am Montag gewidmet. Die Sopranistin Irina Jae-Eun Park und die Pianistin Dokyung Han widmeten sich berühmten Werken von Schumann, Wolf und Liszt.

Bereits in Liszts Lied „Freudvoll und leidvoll“ (nach Goethe) zeigte die Sopranistin die ganze Bandbreite der Gefühle, die sie zu schildern vermochte. Sie entschied sich für eine expressive Lesart, kostete die dramatischen Momente mit opernhaftem Pathos aus und legte auch Andeutungen von Seufzern in die Kantilenen. Eine an Tonmalerei reiche Musikerzählung ist Liszts „Lorelei“ (nach Heine). Die Pianistin trug mit ihrem kultivierten Anschlag zur Charakteristik bei, setzte markante Akzente, etwa im Fortissimo, das den Schiffbruch schilderte, beschrieb in rauschenden Tonfiguren den Fluss und harmonisierte mit der Gesangsstimme.Besonders anspruchsvoll waren die Lieder, die Hugo Wolf der Gestalt der Mignon (aus Goethes „Wilhelm Meister“) gewidmet hatte. Mehr noch als bei Liszt und Schumann stand da die Schärfe der psychologischen Charakteristik im Mittelpunkt, und das Klavier war ein ebenbürtiger Kommentator, der das ausdrückte, was der Text nicht explizit sagte. „Heiss mich nicht reden“ wirkte eher wie ein Sprechgesang, und in „Nur wer die Sehnsucht kennt“ verschwammen die Harmonien in unsteter Chromatik: Ein Zeichen, dass der Liebe Mignons kein glückliches Ende beschieden war. In „So lass mich scheinen“ entfaltete die Sängerin die Kantilene in großer Schönheit. Ein Höhepunkt war „Kennst Du das Land“, in dem die Sängerin mit großer Intensität die Hoffnungen der Mignon beschwor, um dann ihren unterdrückten Gefühlen und der Verzweiflung im leidenschaftlichen Forte-Ausbruch Raum zu geben.

Schumanns Zyklus „Frauenliebe und –leben“ schildert die Gefühle in ebenso überzeugender Weise, entfernt sich aber nicht so weit von konventioneller Tonalität. „Seit ich ihn gesehen“ und „Er, der Herrlichste von allen“ sang die Sopranistin mit großer Emphase, man hörte die schwärmerische Begeisterung heraus. Den Kontrast bildete das Lied um den verstorbenen Geliebten. Die Sopranistin ließ die Stimme subtil in fast tonlosem Flüstern verklingen, doch in dem Nachspiel des Klaviers kehrten die Harmonien wieder: Ganz so hoffnungslos sollte der Zyklus doch nicht enden.

Artikel vom 11.12.2019, Badische Zeitung >>>

Text: Michael Gottstein


Behandlungsmöglichkeit Reflecting Team

von: Marketingabteilung | Datum: 9. Dezember 2019

Ein besonderes Kennzeichen der Behandlung im Sigma-Zentrum ist, dass über viele verschiedene Fachbereiche hinweg Ärzte, Pflege und therapeutisches Personal eng zusammen arbeiten und in regem, intensivem Austausch miteinander stehen. Die Rückmeldungen aus den Fragebögen zur Behandlungszufriedenheiten zeigen, wie sehr dies von den zu behandelnden Menschen geschätzt wird.

Die systemische Therapie trägt diesem Umstand schon seit langem Rechnung, indem sie alle Beteiligten einer Behandlung zur aktiven Teilnahme und Auseinandersetzung einlädt. Ursprünge finden sich bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts in dem Versuch, die Vielfalt der Perspektiven mehr zu nutzen. Seit einigen Jahren integriert das Sigma-Zentrum diesen Ansatz in das eigene multimodale Behandlungskonzept, das auch systemische Sichtweisen und Interventionen berücksichtigt, durch die Anwendung des sogenannten Reflecting Teams.

Bei dieser Intervention setzt sich das ganze Behandlungsteam mit der Patientin oder dem Patienten im Kreis zusammen und reflektiert den therapeutischen Prozess. Dabei tauschen sich zunächst alle Behandler miteinander über den Patienten aus – so als wäre dieser nicht anwesend. Nach einem ersten Durchgang von circa 15 bis 20 Minuten, in denen alle Perspektiven zusammengetragen und kommentiert worden sind, hat der Patient die Möglichkeit, einige Minuten zum Gehörten Stellung zu beziehen, während alle an der Behandlung Beteiligten der Schilderung seiner Perspektive zuhören. Je nach Bedarf kann in einer dritten Runde noch ein gemeinsamer Austausch über das Gehörte stattfinden. So dauert ein Reflecting Team in der Regel ungefähr eine halbe Stunde. Aufgrund der Vielfalt der Perspektiven und Informationen hat es sich bewährt, diese Zeit als Maßstab zu nehmen, um Überforderung zu vermeiden. Im Anschluss können die verschiedenen Aspekte in den einzelnen Therapien weiter vertieft werden.

Reflecting Team als Intervention möglichst effizient zu gestalten, haben sich einige Spielregeln bewährt, die zwar selbstverständlich sind, aber doch besser erläutert werden. Umso weniger Angst die Beteiligten haben, desto besser. Zunächst soll das Gespräch vom selben Wohlwollen und derselben Wertschätzung des Menschen getragen sein, die auch in den Teamsitzungen herrschen. Das heißt nicht, dass Kritisches nicht angesprochen werden darf oder soll, sondern dass es wohlwollend und wertschätzend angesprochen wird. Zudem gilt, dass während des Reflecting Teams alle Perspektiven gleichwertig sind – vom Chefarzt zur Pflege und zwischen Behandlern und Behandelten. Umso mehr Perspektiven, desto besser. Dies entspricht dem Grundsatz der systemischen Therapie, dass es nicht nur eine Wahrheit gibt, sondern viele Wahrheiten. In diesem Sinne sollen unnötige Verstrickungen dadurch vermieden werden, dass alle Beteiligten inklusive des Patienten angehalten werden, auf Neues und Anregendes zu achten und Verschiedenartiges nebeneinander bestehen zu lassen, anstatt Ansichten anderer zu korrigieren.

Reflecting Team ist eine Intervention, die auf Beschluss des ganzen Teams stattfindet. Aufgrund des hohen damit verbundenen Aufwandes, bedarf es einer speziellen Indikation und kann nicht standardmäßig angeboten werden. Zudem ist besonders wichtig, dass der Patient einverstanden ist und die Maßnahme als zielführend erachtet. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass besonders Menschen vom Reflecting Team profitieren, die sich vor dem Austausch des Behandlungsteams fürchten, da sie z.B. aufgrund schlechter Erfahrungen erwarten, dass schlecht über sie gesprochen wird. Auch profitieren Menschen, die das Gefühl haben, ihr therapeutischer Prozess stagniert und sie kommen nicht mehr vorwärts – oder, dass sie „tausend Baustellen“ haben. Wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass diese Intervention hilfreich ist, wenn jemand mit „der Klinik“ Schwierigkeiten hat und das Gefühl hat, dass seine Perspektive nicht gesehen oder ernstgenommen wird. So können verschiedene Perspektiven zusammengeführt werden. Manchmal hilft es auch, wenn Menschen vor der Entlassung fürchten, dass sie alles Gute, das sie erfahren haben, verlieren könnten. So erfahren sie nochmal eine Stärkung.

In diesem Sinne möchten wir alle Beteiligten auffordern, die Idee des Reflecting Teams aufzugreifen und gemeinsam zu diskutieren, ob die Anwendung sinnvoll ist. Pflege, Patienten, Fachtherapeuten, Psychologen, Psychiater und diejenigen, die wir hier womöglich leider übersehen haben. Systemische Therapie heißt eben vor allem auch die Integration verschiedener Perspektiven zu einem mehr oder weniger stimmigen Gesamtbild.

Mag. phil. Benedikt Mayer

 


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