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Privates Fachklinikum für interdisziplinäre Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin
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Klavierduo im Sigma-Zentrum am 13.11.2019

von: Marketingabteilung | Datum: 7. November 2019

In guter Musik sehen wir ein wertvolles therapeutisches und soziales Angebot für unsere Patienten. Mit den Sigma-Konzerten veranstalten wir seit 2009 eine inzwischen überregional bekannte Kammerkonzertreihe. Am Mittwoch, dem 13. November 2019 um 19.00 Uhr, findet in unserem Vortragsraum, Weihermatten 1, ein weiteres Konzert der Reihe „Klassik im Sigma-Zentrum“ statt.

Im November 2009 eröffnete das Klavierduo Stegmann die Konzertreihe „Klassik im Sigma-Zentrum“. Zum zehnjährigen Jubiläum tritt das Klavierduo um Karolin und Friederike Stegmann nochmals im Sigma-Zentrum auf. Mittlerweile haben sich die beiden Musikerinnen zu international preisgekrönten Pianistinnen entwickelt.

Das Konzert am 13.11.2019 beginnt um 19 Uhr, der Eintritt ist frei und nach Verfügbarkeit von freien Plätzen auch öffentlich zugänglich. Aufgrund dessen wird um Voranmeldung gebeten unter 07761 / 55 66–0.

>>> Download Programm

 

 

 

 

 

 


„Diagnose Krebs – und nun?“ – Gesundheitsforum in Freiburg am 11.12.2019

von: Marketingabteilung | Datum: 6. November 2019

Gesundheitsforum am 11. Dezember 2019 im Bürgerhaus Seepark

Jedes Jahr erhalten laut der Deutschen Krebsgesellschaft etwa 500.000 Deutsche die Diagnose Krebs. Das RKK Klinikum, das Zentrum für Strahlentherapie und das Sigma-Zentrum Bad Säckingen laden ein, zum Gesundheitsforum „Diagnose Krebs – und nun?“ am Mittwoch, 11. Dezember 2019 um 19:00 Uhr im Bürgerhaus Seepark (Gerhart-Hauptmann-Straße 1 in Freiburg). Interessierte haben die Möglichkeit, sich aus erster Hand über psychoonkologische Unterstützung bei der Diagnose Krebs zu informieren. Dr. med. Dr. phil. Martin Dornberg (Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im RKK Klinikum) erläutert die Ziele und Aufgaben der psychoonkologischen Unterstützung. PD Dr. med. Christian Weißenberger (Leiter des Zentrums für Strahlentherapie) erklärt, welche Belastungsfaktoren bei Krebs auftreten können und welche Rolle die Psyche im Verlauf von Krebserkrankungen spielt. Professor Dr. med. Christoph Bielitz (Ärztlicher Direktor des Sigma-Zentrums Bad Säckingen) informiert über zusätzliche Angebote im privatärztlichen Bereich. Die Referenten stehen auch nach ihren Vorträgen für Fragen zur Verfügung. Der Eintritt ist kostenfrei, aufgrund der begrenzten Kapazität ist eine Anmeldung erforderlich (Telefon 07761 55 66 311 oder per E-Mail an info@sigma-akademie.de).

Die Diagnose Krebs ist eine erschütternde Feststellung, die bei vielen Betroffenen Ängste und Sorgen auslöst und nicht selten auch zu Traumafolgestörungen führt. „Gelingt es nicht, Gedanken und Gefühle mitzuteilen, sind häufig depressive Verstimmungen und Schwankungen des seelischen Gleichgewichts die Folge“ erläutert Dr. med. Dr. phil. Martin Dornberg. Obwohl die Psychoonkologie für eine patientenzentrierte onkologische Versorgung unabdingbar ist, fehlen in Deutschland für sehr junge aber auch für betagte Patienten etablierte psychoonkologische Versorgungskonzepte. Die Psychoonkologie im RKK Klinikum und im Sigma-Zentrum Bad Säckingen unterstützt diese Patientengruppen mit ihren Angehörigen bei der Verarbeitung der Krankheit und hilft ihnen, in belastenden Situationen Mut, Kraft und Hoffnung zu schöpfen. Die sich auch an Angehörige von an Krebs erkrankten Menschen richtende Behandlungsangebote tragen der Tatsache Rechnung, dass die Fragen und Problemlagen bei einer Krebserkrankung sowohl medizinisch als auch psychologisch adressiert werden müssen und Onkologie und Psychoonkologie nicht getrennt voneinander gesehen werden dürfen

„Die Ängste der an Krebs Erkrankten sind zum großen Teil existenzielle Ängste“, weiß PD Dr. med. Christian Weissenberger aus der Praxis zu berichten und ergänzt: „Der Verlauf der Erkrankung ist oft nicht vorhersehbar, nicht kontrollierbar, sondern unberechenbar, eine Zerreißprobe zwischen Hoffnungen und Befürchtungen, eine Achterbahn der Gefühle.“ Patienten erleben die anhaltende Bedrohung, die nicht von außen, sondern aus dem eigenen Körper kommt, oft wie eine tickende Zeitbombe, die jederzeit losgehen kann und der sie sich hilflos ausgeliefert fühlen. Das Zentrum für Strahlentherapie setzt deshalb auf eine hochmoderne strahlentherapeutische Behandlung nicht nur mit fachlicher Qualität, sondern insbesondere mit sozialer Kompetenz.

„Lebensbedrohliche Erkrankungen wie Krebs können auch Depressionen auslösen, die oftmals zu einer Abwärtsspirale führen, weil sie dem Patienten den Lebensmut rauben, die Immunabwehr schwächen und dadurch die Kraft nehmen, gegen die Krebserkrankung zu kämpfen“ berichtet Professor Dr. med. Christoph Bielitz. Dabei sind die Problemlagen und daraus resultierenden psychosozialen Bedürfnisse von Krebspatienten je nach Lebensphase, in der die Erkrankung auftritt, oft sehr unterschiedlich. Bei betagten Patienten bestehen z.B. häufig Multimorbidität und daraus resultierend schwierige Behandlungsentscheidungen, aber auch Probleme der Alltagsbewältigung oder Gefahren von sozialer Vereinsamung. Bei sehr jungen Menschen kann die Krankheit psychische und soziale Entwicklungsvorgänge beeinträchtigen, die Betroffenen haben aber gleichzeitig weniger Verarbeitungsmöglichkeiten, mit Lebenskrisen umzugehen als ältere Patienten.

 


Therapeutische Märchenarbeit im Sigma-Zentrum für Patienten

von: Marketingabteilung | Datum: 4. November 2019

Liebe Patientinnen und Patienten des Sigma-Zentrums,

wir laden Sie wieder herzlich zu unserer monatlichen Märchenlesung in der kühleren und dunkleren Jahreszeit ein. Mit den beiden Referenten können sie das Märchen hören und erleben und es vielleicht neu entdecken, auch in seiner Bedeutung.

Märchen sind symbolische Geschichten über das Leben und die Beziehungen der Menschen. Sie erzählen von Glück und Leid und Reifungsprozessen auf dem Lebensweg.

Das Eselein

Mittwoch, 06.11.2019

17:00 bis 18:30 Uhr

Sigma-Zentrum Bad Säckingen, Raum E 20

Dieses Märchen der Gebrüder Grimm werden wir nicht nur hören, sondern auch miteinander erarbeiten, welche Botschaften und Lebensweisheiten in ihm verborgen sind.

Wir freuen uns auf ihr Kommen!

Margit Scheld-Grüning, Märchenerzählerin und Seelsorgerin

Reinhold Grüning, Pfr.i.R., Pastoralpsychologe

 


Saisonale Depression

von: Marketingabteilung | Datum:

Es ist bekannt, dass die lichtärmeren Zeiten viele Menschen psychisch bedrücken. Im Herbst nimmt die Anzahl der von saisonaler Depression Betroffenen zu. Warum dies so ist, fragten wir den Ärztlichen Direktor des Sigma-Zentrums Bad Säckingen Herrn Prof. Dr. Christoph Bielitz.

Viele Menschen erleben die dunkle Jahreszeit als sehr belastend. Woran erkennt man eine saisonale Depression?
Die Symptome kommen meist schleichend und zeigen sich individuell unterschiedlich. Oft beginnt es mit Erschöpfung, Konzentrations- und Antriebsstörungen, Grübeln, Sinnlosigkeitserleben, Lustlosigkeit und mentaler Schwäche. Wenn eine saisonale Depression besteht, wiederholt sich diese in den lichtärmeren Jahreszeiten. Sie schleicht sich sozusagen alljährlich ein. Typisch sind hier Energieverlust, erhöhtes Schlafbedürfnis, Heißhunger auf Süßes, Gewichtszunahme.

Unabhängig von der Jahreszeit steigt die Anzahl der psychischen Erkrankungen seit Jahren an. Was raten Sie Betroffenen?
Es scheint umstritten, ob die Häufigkeit tatsächlich zunimmt oder besser diagnostiziert wird. Wichtig ist, sich einzugestehen, dass etwas nicht im Lot ist, dann darüber mit Vertrauenspersonen zu sprechen und den Kontakt zum Arzt nicht zu scheuen. Früherkennung verhindert Verschlimmerung und Chronifizierung. Keineswegs muss jeder therapiert werden, mitunter reichen Auszeiten, z.B. Urlaub oder ein gesünderer Tages- und Wochenrhythmus.

Wenn dies nicht reicht, wie findet man die richtige Therapie?
Der Hausarzt sollte an einen Facharzt für Psychiatrie und / oder Psychotherapie überweisen. Dieser sollte dann gezielt befragen, ob Symptome für eine saisonale Depression vorliegen könnten. Leider wird das gelegentlich übersehen. Es gibt auch Verläufe, bei denen man von saisonalen Depressionsanteilen ausgeht. Wenn man das übersieht, ist das nachteilig für den gelingenden Therapieplan.

Wie behandelt man saisonale Depressionen?
Zunächst wird man die Leitlinien der Depressionsbehandlung auch hier anwenden, also psychopharmakologisch, Psychotherapie, Bewegungstherapie und andere Verfahren. Zudem gibt es die Lichttherapie. Es gibt hierfür spezielle Lichtquellen, die nach dem Medizinproduktegesetz zulässig sind für Behandlung von Depressionen. Dieses Verfahren soll morgens angewendet werden. Es kommt in Kliniken und Praxen zum Einsatz, es gibt aber auch Kleingeräte für den Hausgebrauch.

Die Lichttherapie wirkt stimulierend auf Bereiche des Nervensystems, die für den Schlaf-Wachrhythmus und die Aktivierung des Organismus zuständig sind. Es leuchtet auch Patienten im wahrsten Sinne des Wortes ein, dass Licht hilfreich sein kann. Manche Patienten sprechen hervorragend auf diese Therapieform an. Chronisch saisonal Depressive sind gut beraten, wenn sie schon im September beginnen, die Lichttherapie prophylaktisch einzusetzen, damit sie gar nicht erst depressiv werden.

Wie geht Ihre Klinik dabei vor?
Betreut von einem interdisziplinären Team, zusammengesetzt aus Medizinern, Psychiatern, Psychosomatikern, Psychotherapeuten und Fachtherapeuten wird der Patient in seinem Erkenntnisprozess, der womöglich Problemfelder aufdeckt, begleitet. Einfache ´Patentlösungen´ gibt es nicht. Es gilt, in einem ganzheitlichen Zusammenhang körperlicher Prozesse, besonders die Symptome, als „nonverbale Sprache des Körpers“ zu verstehen. Bei saisonal Depressiven ist Lichttherapie nur ein Baustein.


Zitat des Monats November 2019

von: Marketingabteilung | Datum: 1. November 2019

Bemerkenswert und nachdenkenswert:

Wer nicht jeden Tag etwas für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages sehr viel Zeit für die Krankheit opfern.“

Sebastian Kneipp (1821 – 1897)
Priester


Natur- und Gartentherapie im Sigma-Zentrum

von: Marketingabteilung | Datum: 26. Oktober 2019

Natur, Garten und Pflanzen als therapeutische Mittel 

Die Natur- und Gartentherapie ist seit 2010 neben den anderen Fachtherapieangeboten ein wichtiger Teil des ganzheitlichen Therapiekonzepts im Sigma-Zentrum. Die Einzeltherapien sowie die 6 Gruppen finden bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit statt. Die umliegende Natur mit See, Wiesen und Wäldern sowie der klinikeigene Therapiegarten bieten Raum für dieses Therapieangebot.

Der Therapiegarten ist ein auf Jahre hin angelegtes Projekt, das von Patienten für Patienten selbst angelegt, gestaltet und gepflegt wird, für die therapeutische Arbeit, zum Genießen und Genesen.

Für wen ist diese Therapieform geeignet?
Natur- und Gartentherapie wird heute in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt. Fachkliniken (stationäre sowie ambulante Einrichtungen) bieten diese Therapieform an für Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen, Suchtkrankheiten, neurologischen und geriatrischen Erkrankungen, zur Demenzbehandlung, Rehabilitation und Integration.

Wirkungsweise der Natur- und Gartentherapie
Viele Erfahrungen sind über die heilsame, gesundheitsfördernde Wirkung des Gartens und der Natur auf den Menschen bzw. Patienten gesammelt worden. Belastete, kranke Menschen erleben wieder einen Sinn und Zugehörigkeit, eigene Ressourcen können gestärkt und belebt werden.

Allen Formen der Natur- und Gartentherapie gemeinsam ist der gezielte und bewusste Einsatz von pflanzen-, garten-, bzw. naturbezogenen Aktivitäten für den therapeutischen Prozess. Mit diesem natürlichen Medium sollen kognitive, psychische, physische, intrapersonale und soziale Faktoren gefördert und die Gesundheit sowie die Lebensqualität gestärkt werden.

Der direkte Kontakt mit der Natur kann in der therapeutischen Arbeit gezielt eingesetzt werden. So sind zum Beispiel viele Patienten in ihren Gedanken und Problemen gefangen, schaffen es nicht, sich zu lösen und wieder Kontakt zu sich oder der Umwelt aufzunehmen. Draußen zu sein in der Natur, die Aufmerksamkeit auf die natürliche Umgebung und ihre Prozesse zu richten, kann Einfluss auf das Erleben des  Menschen, seine Empfindungen und Sichtweisen nehmen. Ein Lösen des Gedankenkarussells kann so direkt oder ganz nebenbei geschehen. Von daher ist es elementar wichtig, neben anderen Therapieformen, auch den Kontakt zur Natur wieder aufzunehmen und zu fördern, in manchem Falle sogar ganz neu zu erlernen.

Bei der gärtnerischen Arbeit werden Patienten in therapeutischen sowie persönlichen Prozessen individuell begleitet und unterstützt. So entsteht nicht nur ein sichtbares und begreifbares Ergebnis, welches den ganzen Menschen mit integriert.

Im Therapiegarten kann folgendes erfahren werden:

  • Verbesserung der Stimmungslage
  • Verminderung depressiver Verstimmung
  • Erleben von positiven Gefühlen
  • Förderung eigener Ressourcen, Fähigkeiten und Stärken
  • Förderung des Selbstvertrauens und Selbstwertes
  • Förderung sozialer Kompetenzen und kommunikativer Fähigkeiten

Was bedeutet Achtsamkeit in der Natur?
Die Achtsamkeitspraxis und entsprechende Übungen fließen in der Naturund Gartentherapie mit ein, sie ermöglichen einen achtsameren Umgang mit sich, der Natur, den Pflanzen und den sozialen Kontakten.

Achtsamkeitsübungen lassen sich gut in die Gartenarbeit und das Sein in der Natur integrieren. Es fällt dort  leicht, achtsam zu sein, Natur bietet viele Eindrücke und Reize, weckt die Sinne und ermöglicht dadurch ein gegenwärtiges Erleben von sich selbst und der (Um-)Welt, ohne ein genaues Ziel zu verfolgen. Was empfindet ein Patient im Körper, welche Gedanken und Gefühle tauchen auf? Wie ist oder verändert sich die Stimmung, wenn z.B. mit den Händen in der Erde gepflanzt oder Unkraut gejätet wird? Können die Gesänge der Vögel, der Wind und sonstige Geräusche gehört werden; riecht die Erde, wie ist ihre Temperatur und Konsistenz? Ist der  Fokus der Aufmerksamkeit auf einzelne dieser Wahrnehmungen gerichtet, ist der Patient im Wesentlichen mehr im Moment. Auftauchende Empfindungen, Gefühle und Gedanken können besser beobachtet oder umgewandelt und dadurch innere Spannung abgebaut werden. Das gibt mehr Raum für Sinneswahrnehmungen, die besonders im Lebensraum „Natur“ häufig als angenehm, ausgleichend, ja sogar heilsam erlebt werden.

Umfang der Natur- und Gartentherapie im Sigma-Zentrum
Sämtliche naturgestützte Therapien werden im Sigma-Zentrum sowohl im Einzelsetting als auch im Gruppensetting angeboten. Die jeweilige Auswahl trifft der behandelnde Psychologe in Abstimmung mit dem Patienten.

Neben den Einzeltherapien finden folgende Gruppenangebote wöchentlich statt:

  • 3 Gruppen „Natur und Garten“
  • 2 Gruppen „Achtsame Naturbegegnung am Morgen“
  • 1 „Offene Gartengruppe“

In den Gruppen spielt der soziale Aspekt eine wichtige Rolle. Ein langsames Annähern an die Mitmenschen kann über Pflanzen und einfache Kontaktaufnahme wieder geübt und gestärkt werden. Der Aufenthalt im Freien lässt genug Raum, um den Abstand zur Gemeinschaft selbst wählen zu können. So können soziale Bedürfnisse gelebt und geübt werden.

„Je mehr wir die Natur auf uns wirken lassen, umso achtsamer werden wir. Und je achtsamer wir uns in der Natur bewegen, umso differenzierter werden wir sie auch wahrnehmen.“ (Hupperts, 2015)

 

Anne Weth
Körpertherapeutin, Natur- und Gartentherapeutin
(Akademische Expertin für Gartentherapie, Wien)

 


Fortbildung: Systemaufstellungen im Rahmen stationärer Psychotherapie

von: Marketingabteilung | Datum: 25. Oktober 2019

Donnerstag, 28. November 2019, 15.45 – 18.00 Uhr

Aufstellungsarbeit integriert tiefenpsychologische und systemische mit körperpsychotherapeutischen Ansätzen. Sie ermöglicht den Patienten, ihr inneres Bild einer Situation von außen zu betrachten und damit zu arbeiten. Es können sowohl äußere Beziehungssysteme wie Arbeitsumfeld, Partnerschaft, Herkunftsfamilie, Nachbarschaft, Verein etc. aufgestellt werden, wie auch auf verschiedene Weise das innere System von unterschiedlichen Anteilen des Patienten (z.B. im Sinne der Ego-State-Arbeit oder mit den Elementen Körper, Verstand, Emotionen und Intuition). Auch Körpersymptome mit psychischem Kontext können auf diese Weise bearbeitet werden. Aufstellungsarbeit ist insbesondere hilfreich für das Erkennen systemisch wirksamer Kontexte für das Störungsbild des Patienten, sei es in der Jetzt-Zeit oder auch transgenerational. Da sie sehr intensive Therapieprozesse auslösen kann, ist ihre Einbettung in ein multimodales stationäres Setting besonders sinnvoll.

Die Fortbildung wird das Verfahren der Systemaufstellung am praktischen Beispiel einer sogenannten Vertreteraufstellung darstellen. Das heißt, dass wir mit den Teilnehmern der Fortbildung das System eines stationär behandelten Patienten aufstellen werden. So kann das Verfahren anschaulich kennengelernt werden. Die Indikationen und Kontraindikationen werden besprochen und es ist Raum um Fragen zu stellen.

Referent:
Andreas Noch
Oberarzt im Sigma-Zentrum
Facharzt für Psychosomatik
Zertifizierter systemischer Therapeut

Die Fortbildung richtet sich an Ärzte, Psychologen, Fachtherapeuten und Pflegepersonal. Für die Fortbildung sind bei der Landesärztekammer Baden-Württemberg 4 CME-Punkte beantragt.

Anmeldung per Fax +49 (0) 77 61 / 55 66 – 1079 oder fortbildung@sigma-zentrum.de

Tragen Sie Ihre E-Mail-Adresse unter www.sigma-zentrum.de/newsletter ein, um per Newsletter regelmäßig über die Sigma-Fortbildungen informiert zu werden.

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SIGMA-Magazin 4/2019

von: Marketingabteilung | Datum: 21. Oktober 2019

Anfang des Jahres 2018 hatten wir mit der ersten Ausgabe des Sigma-Magazins ein neues Informationsmedium in klassischer Druckform aufgelegt, das in kompakter Form einen Überblick über aktuelle Informationen aus dem Sigma-Zentrum Bad Säckingen gibt.
Wir freuen uns, Ihnen hiermit bereits die vierte Ausgabe präsentieren zu können.

Sie erhalten wieder Einblicke in viele aktuelle Entwicklungen unseres Hauses. Dazu gehört die Tagesklinik mit der sehr erfolgreich durchgeführten Fortbildungsveranstaltung, aber auch die Vielzahl der konzeptionellen Weiterentwicklungen wird beleuchtet und es wird ein Rückblick gegeben auf die vielen erfolgreichen Veranstaltungen der letzten Monate, allen voran das alle Erwartungen übertreffende Patiententreffen. Viele weitere Beiträge verdeutlichen, was das Sigma-Zentrum ausmacht.

Mit dem SIGMA-Magazin bieten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine übersichtliche Möglichkeit, sich über aktuelle Themen und Projekte und die öffentliche Wahrnehmung zu informieren. Das SIGMA-Magazin ist ein vorrangig internes Kommunikationsinstrument, das aber auch von Patienten, Einweisern oder externen Interessenten gelesen werden kann.

Wir freuen uns, Ihnen hier die vierte Ausgabe zum Download präsentieren zu dürfen und erlauben uns, Sie auch in Zukunft auf diesem Weg an der Entwicklung des Sigma-Zentrums teilhaben zu lassen.

>>> SIGMA-Magazin 4/2019


Wechselwirkungen beherrschen – Psychopharmakologietage im Sigma-Zentrum

von: Marketingabteilung | Datum: 16. Oktober 2019

Mit den vom Sigma-Zentrum veranstalteten Bad Säckinger Psychopharmakologie-Tagen wurde das im Sigma-Zentrum bereits etablierte Ärztliche Fortbildungsforum nun bereits zum zweiten Mal für Ärzte aus ganz Deutschland geöffnet. Der europaweit renommierte Pharmakologie-Experte Dr. Gabriel Eckermann aus Berlin hat mit dem Thema Vielfachmedikation ein zentrales Element eines modernen medizinischen Risikomanagements behandelt. Rund 40 Ärztinnen und Ärzte sind der Einladung zu dem medizinisch-psychiatrischen Workshop gefolgt um sich in Bezug auf die Wechselwirkungen von Medikamenten auf den neuesten Stand der Wissenschaft zu bringen.

Vielfachmedikation ist keine Ausnahme, sondern eher die Regel im Therapiealltag von Hausärzten, Internisten, Neurologen und Psychiatern, die damit auch schwere körperliche und psychische Erkrankungen behandeln. Aufgrund der demographischen Entwicklung werden Patienten immer älter und haben viele Erkrankungen parallel (Multimorbidität). Hinzu kommt der Faktor Selbstmedikation; gerade ältere Patienten erwerben in der Apotheke oft zusätzlich rezeptfreie Arzneimittel, um ihre »Gesundheit zu stärken« und um Symptome zu behandeln. Diese Faktoren führen dazu, dass die Liste der eingenommenen Medikamente immer länger wird. Je mehr Arzneistoffe auf dem Medikationsplan stehen, um so größer das Risiko einer unerwünschten Arzneimittelwirkung (UAW). So beläuft sich das Interaktionsrisiko bei 7 Medikamenten auf durchschnittlich 80 %. Nimmt beispielsweise ein Patient mit fünf Erkrankungen mittlerer Schweregrade leitliniengerecht zehn unterschiedliche Medikamente ein, gibt es dafür dann bis zu 45 mögliche, zum Teil unangenehme oder auch gefährliche Wechselwirkungen. Nach neuesten Forschungsergebnissen sollen ca. 10 % der Krankenhauseinweisungen durch solche Wechselwirkungen bedingt sein.

Da bisher noch keine Datenbank der Welt alle möglichen Wechselwirkungen praktikabel anwendbar wiedergeben kann, kommt es hier auf die Qualifikation der handelnden Personen an. „Die Kunst der individuellen Risikoeinschätzung von potenziellen Wechselwirkungen besteht darin, in der Liste der verordneten Arzneimittel besonders wechselwirkungsträchtige Wirkstoffe zu identifizieren“, betont Dr. Wolfang Krämer, Leiter des Medizinischen Qualitäts- u. Risikomanagements im Sigma-Zentrum sowie Mitglied der Geschäftsleitung, und ergänzt: „Unser durch jahrelange Zusammenarbeit fest verbundener Experte Dr. Gabriel Eckermann supervidiert und berät regelmäßig die Ärzteteams im Sigma-Zentrum, um pharmakologisch auch bei komplexen Fragestellungen passende Lösungen zu finden“. So attestierte die im Frühjahr 2019 erfolgte Wiederholungszertifizierung mit Upgrade nach DIN EN ISO 9001:2015 dem Sigma-Zentrum eine gelebte Qualitätskultur, nicht zuletzt durch das etablierte Critical-Incident-Reporting-System (CIRS) mit Vernetzung zu Experten und anderen Kliniken. Ein zentrales Anliegen der Ärzte des Sigma-Zentrums wurde während der Veranstaltung deutlich: Die routinemäßige und schnelle Einbeziehung bisher vorhandener moderner medizinischer und pharmakologischer Datenbanken mit Warnungen vor UAW sollte Eingang in den ärztlichen Verordnungs- und Verschreibungsalltag der Klinikärzte und auch der niedergelassenen Ärzte finden. Die Handhabung wurde beispielhaft im Rahmen des Workshops demonstriert und geübt. Unter der Voraussetzung einer partnerschaftlichen und offenen Einbeziehung von aufgeklärten Patienten oder betreuenden Angehörigen in die Medikationsplanung lässt sich hierbei eine größtmögliche Sicherheit für die medikamentöse Behandlung erreichen.


Therapeutische Märchenarbeit im Sigma-Zentrum für Patienten

von: Marketingabteilung | Datum: 7. Oktober 2019

Liebe Patientinnen und Patienten des Sigma-Zentrums,

wir laden Sie herzlich zu unserem ersten Abend mit Märchenarbeit ein. In den nächsten 6 Monaten, über die kühlere und dunklere Jahreszeit, jeweils am 1. Mittwoch im Monat, werden Sie mit den Referenten Märchen vielleicht neu, oder so, wie Sie es bis jetzt nicht gesehen haben, kennenlernen können.

Märchen sind symbolische Geschichten über das Leben und die Beziehungen der Menschen. Sie erzählen von Glück und Leid und Reifungsprozessen auf dem Lebensweg.

Aschenputtel

Mittwoch, 09.10.2019

17:00 bis 18:30 Uhr

Sigma-Zentrum Bad Säckingen, Raum E 20

Dieses bekannte Märchen der Gebrüder Grimm werden wir nicht nur hören, sondern auch miteinander erarbeiten, welche Botschaften und Lebensweisheiten in ihm verborgen sind.

Wir freuen uns auf ihr Kommen!

Margit Scheld-Grüning, Märchenerzählerin und Seelsorgerin

Reinhold Grüning, Pfr.i.R., Pastoralpsychologe

 


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