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Privates Fachklinikum für interdisziplinäre Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin
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Leben auf der Überholspur – Selbstliebe

von: Marketingabteilung | Datum: 26. August 2020

Gesund ist, wenn Sie sich rundherum wohl fühlen.

Im eigenen Körper. In der eigenen Seele. Im eigenen Leben.

baden.fm und das Sigma Zentrum in Bad Säckingen kümmern sich um Sie und Ihre Gesundheit.

Erfahren Sie wie Sie mit Körper und Seele im Einklang stehen.

Wir bringen Sie auf neue Ideen. Wir erklären Zusammenhänge und zeigen Ihnen einfache Möglichkeiten wie Sie mit Stress und Belastungen fertig werden.

Heute erhalten Sie bei baden.fm einen Gesundheitstipp in der Reihe „Leben auf der Überholspur“ von und mit Prof. Dr. Christoph Bielitz und Lisa – baden.fm. Diesmal zum Thema „Selbstliebe“.

Zum Video >>>


Biofeedback – Bildgebende Therapieform

von: Marketingabteilung | Datum: 20. August 2020

Seit vielen Jahren wird im Sigma-Zentrum mit Erfolg auch die Methode des
Biofeedbacks (ein bildgebendes Computerprogramm) angewendet. Insbesondere dann, wenn bei Patienten ein erhöhtes Anspannungsniveau vorliegt, u.a. bei

  • Depressionen
  • Somatoformen Schmerzstörungen
  • Posttraumatischen Belastungsstörungen
  • Angsterkrankungen

Die Biofeedback-Methode bietet somit nicht nur die Möglichkeit der individuellen Diagnose des Reaktions- und Regulierungsverhaltens beim Patienten, sondern auch die Voraussetzungen für ein individuelles, auf den einzelnen Patienten speziell abgestimmtes Behandlungskonzept. Die Patienten profitieren bei dieser Methode von der direkten, visuellen Rückmeldung von Körperreaktionen. Unter anderem kann man den Patienten visuell vor Augen führen, wie sie auf bestimmte Reize, Bilder oder Gedanken reagieren. Die Methode eignet sich nicht nur zur Diagnostik, sondern der Patient kann damit auch lernen, wie er willentlich Körperfunktionen beeinflusst, indem er direkte Rückmeldung der dargestellten Parameter bekommt.

Mit Hilfe elektronischer Apparaturen (Multisensor, Atemsensor und EMG-Sonden) können Störungen im Regelkreislauf der Körperfunktionen bewusst gemacht werden.

Typische Körpersignale können sich beispielsweise bei Angst wie folgt äußern:

  • Mund/Rachen: Die Speichelproduktion lässt nach.
  • Haut: Die Schweißabsonderung nimmt zu
  • Lunge: Die Atemfrequenz wird höher
  • Herz: Der Herzschlag erhöht sich und die Herztätigkeit wird intensiviert
  • Magen: Das Verdauungssystem verlangsamt sich
  • Blutgefäße: Der Blutdruck steigt
  • Blase/Darm: Der Appetit schwindet, Blase und Darm entleeren sich (Bedürfnis auf die Toilette zu müssen)

Die Körpersignale stehen in unmittelbarer Wechselbeziehung mit psychokognitiven Reaktionen wie Schmerzempfinden, Stress (durch spezifische Auslöser-Faktoren), Angst und Depressionen. Ist diese Verbindung deutlich, ebnet dies den Weg zu einer Intensivierung der therapeutischen Intervention.

Ziele der Anwendung von Biofeedback in der Therapie sind

  • Reduktion des Muskeltonus (Muskelanspannung), der Herzfrequenz
    (Puls), des Hautleitwertes (Schweißdrüßenaktivität) und der Atemfrequenz (Atemhäufigkeit)
  • Erhöhung der Durchblutung (Pulsamplitude) und der Atemamplitude (Atemtiefe)

Beispiel aus der Praxis
Ein Patient Mitte Fünfzig mit einer somatoformen Schmerzstörung, die mit einem erhöhten Anspannungsniveau einherging, sollte durch die Biofeedback-Methode lernen, sein Erregungsniveau zu senken, bzw. zu regulieren. Dazu wendete seine Therapeutin in erster Linie Atemübungen und Entspannungsbilder, bzw. -videos an. Da der Patient sehr zwanghaft und leistungsorientiert war, machte er auch außerhalb des Biofeedbacks Atemübungen. In kurzer Zeit war er in der Lage, seine Atmungsfrequenz auf nur vier Atemzüge pro Minute zu senken. Durch Biofeedback zeigt sich aber, dass zwar seine Atmung langsamer wurde, sich dabei jedoch sein allgemeines Anspannungsniveau erhöhte, erkennbar an Parametern
wie z.B. Pulsfrequenz und Hautleitwert. Erklärbar ist dies damit, dass sich der Patient zu sehr unter Druck gesetzt hat, die niedrige Frequenz zu erreichen. Da sich auch kein positiver Übungseffekt einstellte, in dem Sinne, dass sich im Laufe der Zeit auch die anderen Parameter verändert haben, wurde mit dem Patienten seine individuelle Atemfrequenz ausgelotet, die mit der größtmöglichen Entspannung einherging: diese lag bei ca. 6–8 Atemzügen pro Minute. Das Biofeedback-Verfahren hat diesen Entwicklungsprozess unter mehreren Parametern messbar, sichtbar und somit im Dialog mit dem Patienten einstellbar gemacht. Dieses höchst individuell abgestimmte Konzept wird von unseren Patienten sehr gut angenommen.

Annette Topel, Körpertherapeutin


Behandlung von Traumafolgestörungen

von: Marketingabteilung | Datum: 11. August 2020

Die schonende Behandlung von Traumafolgestörungen ist ein Schwerpunkt unserer stationären Behandlung, insbesondere für

  • posttraumatische Belastungsstörung im weitesten Sinne
  • komplexe posttraumatische Belastungsstörung
  • traumainduzierte
    • Angststörungen
    • Depressionen
    • Somatisierungsstörungen
    • chronische Schmerzstörungen
  • Traumafolgestörungen
    • nach körperlichen Erkrankungen und medizinischen Eingriffen
    • nach lebensbedrohlichen
    • Erkrankungen, intensivmedizinischen Behandlungen oder Eingriffen im Zusammenhang mit Hilflosigkeitserleben
    • traumatisierte Angehörige lebensbedrohlich und chronisch Erkrankter

Fallvignetten:

Eine 50-jährige Krankenschwester erlebt 1993 als unschuldig Beteiligte einen Verkehrsunfall, bei dem ein Mann ums Leben kommt. Sie denke
ständig an den Unfall, welcher vor ihr ablaufe wie ein Film, „als ob sich in meinem Kopf eine Videokassette befindet, die ich nicht abstellen kann“. Durch den Unfall sei etwas in ihr zerbrochen, „ist etwas kaputt gegangen, so kaputt wie mein Auto“. Sie kann ihre berufliche Tätigkeit nicht mehr ausüben, da die Konfrontation mit Schmerz, Leiden oder gar Tod für sie unerträglich ist, und sie wird berentet.

Der 50-jährige Postbeamte wird 1997 in seiner Postfiliale überfallen. Ein Mann bedroht ihn mit einer Pistole und nötigt ihn, den Tresor zu öffnen und das ganze Geld herauszugeben. Der Postbeamte, der zuvor nicht wusste, was Angst ist, erlebt intensive Angstzustände. Er kann anfangs nicht mehr alleine sein, kann nur unter höchster Anspannung seinen Beruf ausüben. Da er nicht versetzt werden kann, entscheidet er schweren Herzens, die Pensionierung zu beantragen.

Der 60-jährige Direktor entwickelt Angstzustände in kleinen Räumen. Als Ursache stellt sich eine Mandeloperation im Kindesalter heraus, bei der er zu wenig Narkosemittel erhalten hatte und von mehreren Krankenschwestern festgehalten worden war. Nach der Traumabehandlung hat er keine Angstzustände mehr.

Als Therapieziel nennen die Patienten fast alle: „Ich möchte wieder genauso
werden, wie ich einmal war!“. Dies ist aber nicht möglich. Das Erlebnis eines Traumas verändert den Menschen. Er kann daran zerbrechen, aber auch daran reifen. Damit Patienten wieder ein symptomfreies Leben führen und an einem Trauma in ihrer Persönlichkeit reifen können, bieten wir einige schonende Behandlungsmöglichkeiten an.

Am Anfang steht die Diagnostik
Viele Patienten werden zu uns eingewiesen wegen einer Depression, Angststörung, Somatisierungsstörung oder chronischen Schmerzstörung. Aufgrund der klinischen Diagnostik, spezieller Tests und Interviews stellt sich dann oft erst heraus, dass die führende Diagnose eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist und dass sich die anderen Erkrankungen infolge der PTBS entwickelt haben. Nicht wenige Patienten wurden zuvor in anderen Kliniken behandelt, und die PTBS war nicht diagnostiziert oder nicht leitliniengemäß behandelt worden.

Behandlungskonzept:

Unser Behandlungskonzept beinhaltet zwei bis drei 50-minütige Einzelgespräche pro Woche und darüber hinaus

  • wöchentlich mindestens eine Sitzung intensiver Körperpsychotherapie
  • die Teilnahme an der speziellen Stabilisierungsgruppe
  • fakultativ die Teilnahme an
    • Gestaltungstherapie
    • Musiktherapie
    • Tanz- und Bewegungstherapie
    • pferdegestützter Therapie
    • Entspannungsverfahren
    • u. a. m.

Stabilisierungsgruppe

Die therapeutische Stabilisierungsgruppe hat als Schwerpunkte u. a.:

  • Ausführliche Psychoedukation unter Berücksichtigung neurobiologischer Erkenntnisse:
    • Posttraumatische Stresssymptome
      • u. a. ständige Alarmstimmung
      • permanentes Gefühl der Gefahr
      • Reizbarkeit und körperlicher
      • Erregung
    • … sollen als normale Reaktionen auf ein abnormales Erlebnis verstanden werden
  • Ressourcenaktivierung
  • Bewältigungsmöglichkeiten im Umgang mit Angst, Depression oder Dissoziation
  • Fertigkeitentraining im Umgang mit innerer Anspannung, u. a. Erstellen eines Notfallkoffers und Erstellen eines Krisenplans
  • Vermittlung von Techniken zur Selbstberuhigung, u. a. durch Üben von Imaginations- und Achtsamkeitsübungen
  • Arbeit mit dem Inneren Kind, Anleitung zur Versorgung verletzter jüngerer Anteile
  • Zusammenhang zwischen Trauma und Schmerz
  • Trauma und Trauer, Anleitung zu heilsamer Trauerarbeit

Traumabearbeitung

Zur Traumabearbeitung kommen folgende traumaspezifische Techniken zum Einsatz:

  • Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) (modifiziert nach F. Shapiro)
  • Constant Installation of Present Orientation and Safety (CIPOS)
  • Narrative Expositionstherapie (NET)
  • Imagery Rescripting & Reprocessing Therapy (IRRT) (modifiziert nach M. Smucker)
  • Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie (PITT) (modifiziert nach Luise Reddemann)
  • Symbolarbeit (modifiziert nach M. & G. Wollschläger)
  • Somatic Experiencing®

Wir legen Wert auf eine schonende Behandlung, welche vielen, teils über Jahre leidenden Patienten neue Hoffnung und sinnvolle Lebensperspektiven eröffnen kann.


Wir achten auf eine leitliniengerechte Behandlung, die dem neuesten Fachstandard entspricht. Die Therapeuten werden durch die entsprechenden Fortbildungen geschult. Jede Woche findet ein internes Treffen statt, bei dem wir uns über die bestmöglichen Behandlungsmaßnahmen der entsprechenden Traumapatienten austauschen. Regelmäßig findet eine externe traumaadaptierte Fallsupervision bei einer Traumaspezialistin statt.


Dr. med. Maria Geisler
Funktionsoberärztin


Zitat des Monats August 2020

von: Marketingabteilung | Datum: 1. August 2020

Bemerkenswert und nachdenkenswert:

„Gesundheit ist leichter verloren als wiedergewonnen.“

Deutsches Sprichwort


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